Mit dem individuellen Gingivaformer „Atlantis Healing Abutment“ steht jetzt eine Option von Dentsply Sirona zur Verfügung, die bei ein- und zweizeitiger Vorgehensweise die Möglichkeiten für das patientenindividuelle Weichgewebsmanagement revolutioniert. Die als „Atlantis-Konzept zur Gewebeausformung“ eingeführte Vorgehensweise ermöglicht die gezielte Etablierung der roten Ästhetik vom ersten Moment an.

Bild: Im Rahmen des Konzepts zur Gewebeausformung basiert der neue patientenindividuelle Gingivaformer „Atlantis Healing Abutment“ (links) auf dem Emergenzprofil der finalen Versorgung (rechts) und kann für zementierte und verschraubte Restaurationen eingesetzt werden.

 Die neuen patientenindividuellen Gingivaformer sind bei Dentsply Sirona unter dem Produktnamen „Atlantis Healing Abutments“ erhältlich. Sie basieren auf dem gewünschten Emergenzprofil des Abutments für die finale Versorgung und können im Labor gestaltet werden. Der Designvorschlag wird wie gewohnt über das Bestellportal Atlantis-WebOrder angepasst und in Auftrag gegeben. Die individuellen Gingivaformer stehen sowohl für zementierte als auch für verschraubte implantatverankerte prothetische Versorgungen zur Verfügung. Dieser „Crown-Down“-Ansatz unterstützt die Ausheilung des Weichgewebes mit Blick auf die endgültige vollanantomische Versorgung, die sich ästhetisch und nahezu unsichtbar in das Restgebiss einfügt. Entwickeln sich die Schleimhautverhältnisse wie durch den Gingivaformer unterstützt, wird das Design einfach ohne Änderungen auch für das finale Abutment zugrunde gelegt. Sollten Änderungen erforderlich sein, wird die provisorische Formgebung dem aktuellen Verlauf des Zahnfleischs für die endgültige Versorgung über Atlantis-WebOrder angepasst.

Vorgehensweise

Das Atlantis Healing Abutment bietet sich zum einen für die zeitgleiche Verwendung mit der Implantation an und unterstützt die Ausformung des Weichgewebes schon während der Einheilungsphase. Zum anderen kann das Abutment auch bei der Freilegung nach geschlossener Einheilung – gegebenenfalls in Kombination mit Weichgewebsmanagement – genutzt werden, um die Mukosa entsprechend zu verdicken. Die Planung erfolgt auf Basis der Abformung der ausgeheilten Situation vor der Implantation oder als intraorale Abformung zum Zeitpunkt der Implantation. Bis zur Implantation beziehungsweise Freilegungsoperation werden die individuell gestalteten Einheil-Abutments von Atlantis geliefert.

Effizienz und Rentabilität

Unabhängig vom verwendeten Implantatsystem – 132 Implantatverbindungen sind kompatibel – und ob verschraubt oder zementiert, stehen alle Optionen zur Verfügung. Die Abmessungen des Healing Abutments sind im Programm voreingestellt auf 3,0 mm Gingivahöhe und vollanatomischen Durchmesser, angelehnt an das natürliche Emergenzprofil wie für die endgültige Versorgung. Diese Einstellungen können individuell nach den von Labor oder Prothetiker präferierten Dimensionen angepasst und entweder ein titan- oder goldfarbener Gingivaformer bestellt werden. Die Abformung der Implantatposition erfolgt entweder konventionell mit Abformmasse oder mit einem Intraoralscanner. Entwickelt sich die Schleimhaut erwartungsgemäß, kann eine zweite Abformung entfallen und das endgültige Abutment wird basierend auf dem provisorischen Design in Titan, goldfarbenem Titan oder Zirkoniumdioxid gefertigt. Das spart Behandlungszeit und ermöglicht, trotzdem die gehobenen Ansprüche der Patienten an eine ansprechende Ästhetik zu erfüllen. Sollte sich die Mukosa in ihrem Verlauf geändert haben oder anderweitige Anpassungen erforderlich sein, kann die Situation mit dem Healing Abutment intraoral gescannt, mit dem ursprünglichen Design gematcht und wunschgemäß adaptiert werden.

Atlantic Healing Abutment Dentsply Sirona

Letzte Schritte

Im zahntechnischen Labor kann auf Basis der Atlantis Core-File-Datei des finalen Abutments die Krone gefräst oder von Atlantis eine Krone zur Individualisierung bestellt werden. Das Einsetzen der finalen Restauration erfolgt aufgrund der optimalen Ausformung des Weichgewebes ohne Interferenzen und unterstützt damit die richtige Positionierung des Abutments im Implantat, bei gleichzeitiger Zeitersparnis.