Zahnimplantate werden inzwischen regelmäßig als Basis für Zahnersatz eingesetzt, wobei das gute klinische Ergebnis eng mit der Wahl eines geeigneten Implantat-Biomaterials vergesellschaftet ist. Titanbasierte Implantate gelten als Goldstandard für die Rehabilitation. Allerdings führen das Auftreten allergischer Reaktionen, zelluläre Sensibilisierung und eine nachfolgend mangelhaftere Integration in Zahn- und Zahnfleischgewebe zu einer schlechten Osseointegration, was die Implantatstabilität im Knochen beeinträchtigt und Infektionen und entzündliche Prozesse im periimplantären Bereich begünstigt.
Bild: CERID-Zahnimplantate wie myplant BIO bestehen aus einem Titankern, der von einer Zirkoniumdioxid-Keramikschicht ummantelt ist.
Diese Misserfolge bildeten die Grundlage für die Entwicklung und Verbesserung neuer biokompatibler Implantatmaterialien. CERID-Zahnimplantate wie z.B. myplant BIO bestehen aus einem Titankern, der von einer Zirkoniumdioxid-Keramikschicht ummantelt ist, wodurch Korrosionsfreiheit, eine höhere biologische Kompatibilität und eine bessere Knochenanlagerung im Vergleich zu Titanimplantaten gewährleistet ist.
Eine aktuelle Studie von Nadia Tagliaferri et. al im renommierten Peer- reviewed-Journal „Nanomaterials“ untersuchte in diesem Zusammenhang das biologische Verhalten der hDPSCs (menschlichen Pulpa-Stammzellen) in Hinsicht auf Zelladhäsion, Proliferation, Morphologie und osteogenem Potenzial, wenn sie alternativ auf CERID- (hier myplant BIO) oder Titanimplantaten aufgebracht wurden, jeweils vor und nach der Reinigung mit zwei verschiedenen Verfahren. Die REM- und AFM-Analyse der Oberflächen ergab, dass die CERID-Scheiben durch das Reinigungssystem nicht signifikant beeinträchtigt wurden, während Titan-Implantate nach der Bürstenbehandlung deutlich sichtbare Veränderungen zeigten, die die Zellmorphologie veränderten. Die Proliferationsrate der Pulpa-Stammzellen war bei Titan erhöht, während sie bei CERID unverändert blieb. Beide Materialien besitzen das intrinsische Potenzial, die osteogene Entwicklung von neuroektomesenchymalen Stromazellen zu fördern. Interessanterweise milderte die CERID-Oberfläche die Immunantwort ab, indem sie bei Aufreten einer proinflammatorischen Mikroumgebung das entzündungshemmende Zytokins IL-10 auf aktivierten PBMCs hochregulierte. Diese Beobachtungen der Fähigkeit von CERID zur Modulation einer entzündungsfördernden Mikroumgebung stimmen mit früheren Erkenntnissen in der Literatur überein und stützen die Hypothese, dass Oberflächen wie bei myplant BIO eine schützende Wirkung gegen Entzündungen haben und somit eine geeignete Alternative zu Titanimplantaten bei Patienten darstellen könnte, die anfälliger für Periimplantitis sind.

Die In-vitro-Ergebnisse der aktuellen Studie bilden eine wertvolle Grundlage für weitere Untersuchungen, die das Potenzial von CERID-Implantaten wie myplant BIO als besonders geeignete Biomaterialien für Zahnimplantatanwendungen bestätigen können. Quelle
