hero-ribbon

Neuigkeiten zur IDS hier auf www.frag-pip.de

myplant Yocto für die Verbesserung von Titan- und Zirkonoxid-Implantatoberflächen

myplant Yocto III: Seit 1993 ist die Diener electronic GmbH & Co. KG in Ebhausen bei Nagold spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Plasmaanlagen und Hochfrequenzgeneratoren und setzt seitdem mit stetigen Innovationen neue Standards. Besonders mit dem Niederdruckplasma bietet Diener vielseitige Möglichkeiten für den Dentalbereich. In einer Kooperation mit dem Implantathersteller myplant ist nun für den implantologisch tätigen Zahnarzt ein Plasmagerät auf dem Markt, mit dem die Hydrophilität von Implantatoberflächen wiederhergestellt und die Osseointegration und BIC-Rate entscheidend verbessert werden kann.

Bild: Das myPlant Yocto III hilft dabei, die Hydrophilität von lmplantatoberflächen wiederzustellen.

Oberflächen mit Plasma zu behandeln, ist für die Medizin und Zahnmedizin von Bedeutung. Das Vorgehen wird gezielt eingesetzt, um die Eigenschaften von Oberflächen zu modifizieren und für eine bestimmte Anwendung zu optimieren. In einer Kooperation mit dem lmplantathersteller myplant ist nun für den implantologisch tätigen Zahnarzt ein Plasmagerät auf dem Markt, mit dem die Hydrophilität von Implantatoberflächen wiederhergestellt und die Osseointegration und BIC-Rate entscheidend verbessert wird.

Was ist eigentlich Plasma?

Plasma entsteht, indem man einem Gas so viel Energie zuführt, dass eine kritische Anzahl von Elektronen die Atomhüllen verlässt. Das Ergebnis sind positiv geladene Ionen, umgeben von freien Elektronen. Ein ionisiertes Gas ist elektrisch leitfähig. Oft wird Plasma als „der vierte Aggregatzustand“ bezeichnet, da die zerlegte Materie eine Vielzahl neuer Eigenschaften aufweist. In der Medizin wurde die Plasma-Aktivierung zur Verbesserung von Klebe- oder Fügevorgängen eingesetzt, zur antiadhäsiven Beschichtung für die Durchflussverbesserung von Kanülen und Schläuchen, und für die Aktivierung von Implantaten zur Verbesserung der Biointegration. Von Vorteil ist dabei das homogene Plasma in der Behandlungskammer, über das die gesamte Oberfläche des Implantates zuverlässig erfasst wird.

Implantate mit aufsteigender Flüssigkeit

Verbesserte Implantatoberfläche

In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte aufgezeigt werden, dass nach einer Vorbehandlung mit Kaltplasma sowohl die Menge als auch die Anhaftung von Osteoblasten auf der Implantatoberfläche signifikant verbessert wurde. Die Photoelektronen-Spektroskopie ergab einen deutlichen Anstieg von Sauerstoffmolekülen bei gleichzeitiger Abnahme der Kohlenstoffe. Die BIC-Werte konnten fast verdoppelt werden, und die Festigkeitswerte des Implantat-Knochenverbundes stiegen in jeder Heilungsphase signifikant an. Gleichzeitig wird die Oberfläche des Implantates durch den Behandlungsprozess nicht verändert. Die Aktivierung versetzt das Implantat vielmehr in seinen ursprünglichen hydrophilen Zustand zurück.

myplant Yocto III: Sehr einfache Aktivierung chairside

Die Anwendung ist sehr einfach, nahtlos in den klinischen Behandlungsprozess einzubinden und direkt chairside möglich. Nachdem das Implantat in die Kammer gelegt wurde, wird ein Eckventil zu einer Pumpe geöffnet und die Kammer evakuiert. Über ein Ventil wird danach das Prozessgas in die Kammer geleitet. Sobald der Druck stabil ist, kann der Generator gezündet und die Plasmabehandlung begonnen werden. Nach der nur wenige Minuten dauernden Behandlung wird die Gaszufuhr gestoppt, das Eckventil geöffnet und die Kammer belüftet. Nun können bis zu sechs behandelte Implantate entnommen und sofort eingesetzt werden. Der gesamte Prozess dauert 2-3 Minuten.

myplant Yocto: Klinische Erfahrungen aus der implantologischen Praxis

Dr. Claudio Cacaci hat das Yocto-Gerät schon seit 2014 im Einsatz und berichtet über seine eindrucksvollen Praxiserfahrungen. Lesen Sie hier das Interview mit ihm!

Weitere Informationen