Vom 10. bis 11. Mai 2019 lud der ProLab e.V. zum fünften und letzten Teil des 15. Curriculums der Implantat-Prothetik nach Nürnberg ein.

Im Rahmen der Prolab-Akademie fand vom 10. bis 11. Mai diesen Jahres, das 15. Curriculum der Implantat-Prothetik in Nürnberg seinen Abschluss. Das zehntägige qualifizierte und zertifizierte Ausbildungsprogramm des ProLab e.V., welches seit September 2018 an vier Wochenenden, in wechselnden Städten stattfand, richtete sich unabhängig von einer Mitgliedschaft, an ausgebildete Zahntechniker und Zahntechnikerinnen mit Erfahrung im Bereich der Implantat-Prothetik. An den jeweiligen Fortbildungstagen besuchten insgesamt 20 Interessierte die einzelnen Kursthemen.

Eröffnet wurde die Ausbildungsreihe in Niestetal bei Kassel. In einem fünfstündigen Foto- und Dokumentationskurs erlernten die Teilnehmer die Grundlagen der Mund- und Modellfotografie von dem Fotoprofi Dieter Baumann. Am zweiten Tage folgte ein Vortrag der beiden Referenten Dr. Joachim Hoffmann und Dr. rer. nat. Gudrun Stoya zum Thema „Anatomie – Empfindliche und wichtige Strukturen in der Implantologie“, bei dem chirurgische als auch prothetische Komplikationen und Konsequenzen im Mittelpunkt standen. Mit dem Implantations-Workshop der Partnerfirma Dentaurum Implants fand der erste Teil des Curriculums sein Ende.

In Augsburg, im zweiten Veranstaltungsblock wurde den Anwesenden von ZT Sven Bartosch der Weg vom klassischen Dentallabor zur eigenen Marke aufgezeigt und ZT Marcel Liedtke gab einen aktuellen Überblick über die 3D Implantat-Planungsprogramme. Dies wurde zusätzlich durch eine Live Demo des Planungsprogramms Simplants von ZTM Ralph Hilbert von der Partnerfirma Dentsply Sirona Implants unterstrichen. Des Weiteren wurde die Frage geklärt, was nach einer Implantation passiert. Dabei waren Themen, wie Provisorien, Prothetikpfosten und Prophylaxe Gegenstand der Präsentation von PD.Dr. Dietmar Weng. In Soest gingen die Referenten Dr. Dennis Schaller und ZTM Phillipp von der Osten auf die Schnittstelle zwischen Implantat und Prothetik sowie auf die Vielseitigkeit der Verwendung unterschiedlicher Abutments ein. Unter dem Titel „Zahnmedizin und Zahntechnik im Dialog“, zeigte das Team ZT Stephan Adler und Dr. Frank Kistler auf, wie fehlerminimierend interdisziplinär Zahnersatz hergestellt werden kann. Hierbei standen in erster Linie Hochleistungspolymere, wie PEEK sowie deren Einsatzgebiete im Mittelpunkt. Partnerfirma war an diesem Wochenende die bredent group.

Das vierte Fortbildungswochenende stand mit dem Partner Camlog unter dem Zeichen der Digitalisierung. So thematisierten ZTM Ralph Riquier, Dr. Jan Spiekermann, ZT Ulf Neveling und Max Müller von connect dental neben der digitalen dentalen Kompetenz und der damit einhergehenden Herausforderungen der Integration auch die volldigitale Implantologie und gab darüber hinaus einen Überblick über dessen aktuelle Möglichkeiten und Technologien. 

Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) des Landesverbands Bayern, wurden am vorletzten Tag des Curriculums, die Abschlussprüfungen in Nürnberg abgelegt. Nach einer schriftlichen Kenntnisprüfung musste jeder Teilnehmer mehrere Patientenfälle, welche implantat-prothetisch versorgt wurden, präsentieren und anschließend mit dem Prüfungsgremium diskutieren. Am darauffolgenden Tag fand die qualifizierte Fortbildung mit dem Frühjahrssymposium des DGI LV Bayern und mit der Übergabe der Teilnahme-Zertifikate ihren feierlichen Abschluss. Letztendlich wurde die Veranstaltungsreihe von 15 Teilnehmern aus 10Laboren vollständig durchlaufen und erfolgreich abgeschlossen. Mit dem angebotenen Programm ist es Laboren zudem möglich das bisherige Wissen aufzufrischen oder eine bereits vorhandene Zertifizierung als ProLab-Fachlabor für Implantat-Prothetik zu verlängern. So bietet der ProLab e.V. nicht nur eine anerkannte Fortbildung an, sondern unterstreicht zudem seinen hohen Qualitätsanspruch.