Auf der IDS in Köln hat die Firma SIC invent AG ein neues, synthetisches Knochenersatzmaterial vorgestellt. SICbio graft ist ein bioresorbierbares Knochenregenerationsmaterial und weist als phasenreines β-Tricalciumphosphat (99%) eine kristalline Struktur auf, die optimale biologische Eigenschaften hat. Neben seiner 100%igen Resorbierbarkeit ist es für jeden Behandler in allen Indikationssituationen leicht zu applizieren.

Durch die offen durchgängigen Strukturen des Granulats erhält der Knochen die Möglichkeit zum Einwachsen über komplette Osteonenstrukturen. Das Granulat hat zudem aufgrund seiner Kapillaren außergewöhnliche tamponierende Eigenschaften. Die Resorptionsrate von SICbio graft ist der Knochenneubildung angepasst. Simultan zum Abbau des β-TCP verläuft der Aufbau des natürlichen Knochens im Augmentationsbereich unterschiedlich, abhängig von der Regenerationsdynamik, innerhalb von 6 bis 24 Monaten. Die hohe Biokompatibilität von β-Tricalciumphosphat (β-TCP) wurde über viele Jahre in zahlreichen Untersuchungen eindrucksvoll belegt.

Ideale Ergänzung zu SIC nature graft

Mit diesen Eigenschaften stellt das SICbio graft eine perfekte Ergänzung zum SIC nature graft dar. SIC nature graft besteht aus einer Basis von natürlichem Calciumphosphat, hergestellt aus der Meeres-Rotalge. Eine Ressource, die auf natürliche Art wieder erneuerbar ist. Ein patentiertes hydrothermales Herstellungsverfahren ermöglicht die Gewinnung von biologischem Hydroxylapatit aus Meeres-Rotalgen, deren Mineralgerüst nach der Synthese erhalten bleibt. Histologische Studien weisen eine nahezu vollständige Resorption des Materials nach, welches innerhalb von 2-3 Jahren im Sinne einer Ersatzresorption durch neuen Knochen ersetzt wird. Die Resorptionskinematik von SIC nature graft erlaubt eine ausreichende Volumenstabilität des Augmentates. Damit eignet sich SIC nature graft besonders für Indikationen, bei denen eine lange Volumenstabilität gefordert wird. Sowohl SICbio graft – als synthetisches Knochenersatzmaterial – als auch SIC nature graft – aufgrund seines pflanzlichen Ursprungs – sind vollkommen frei von Infektionsrisiken und über Jahrzehnte hervorragend dokumentiert.

Abgerundet wird die Palette der Biomaterialien von SIC invent durch die SICmeso Guard Dental Membran. Sie unterscheidet sich von den gängigen Membranen, die in der oralen Implantologie zum Einsatz kommen, in wesentlichen Punkten. Die SICmeso Guard ist porcinen Ursprungs und wird aus dem Mesothel des Peritoneums gewonnen, einem natürlich gewachsenen Netzwerk kollagener und elastischer Fasern. Dieses zeichnet sich im Vergleich zu anderen, für Dentalmembranen verwendeten, Ursprungsmaterialien, wie z.B. dem Perikard des Herzbeutels, herkunfts- und funktionsbedingt durch eine wesentlich höhere Elastizität aus. Die natürlich hohe Festigkeit der Membran wird ohne künstliche Quervernetzung, allein durch die schonende Gewinnung und Verarbeitung des Gewebes erhalten.

Aufwändiger Optrix Herstellungsprozess

Die SICmeso Guard Dental Membran wird unter Anwendung des patentierten Optrix Prozesses hergestellt. Dieser außerordentlich aufwändige Herstellungsprozess unterstützt nicht nur die Erhaltung der natürlichen Struktur, sondern verhindert selektiv die Denaturierung der Glycoproteine, die die Zellanheftung begünstigen und damit die Knochenneubildung beschleunigen. Die native Kollagenstruktur bleibt erhalten. Das Kollagen unterstützt die Aggregation der Blutplättchen und erleichtert so die Blutstillung [1]. 

Die Membran ist natürlich quervernetzt und beinhaltet keinerlei Konservierungsstoffe, also ein reines Naturprodukt mit einer Lagerfähigkeit von 3 Jahren. Die SICmeso Guard Dental Membran hat auf beiden Seiten eine offene Porenstruktur, um zelluläre Infiltration und Vaskularisierung zuzulassen und eine Remodellierung durch körpereigenes Gewebe zu ermöglichen. Sie zeichnet sich dennoch durch eine lange, bis zu sechs Monate dauernde Resorptionszeit aus.

Sehr hohe Reißfestigkeit, geschmeidige Adaption und einfache Verarbeitung

Die charakteristischen Merkmale der SICmeso Guard ergeben sich aus ihrem Ursprungsmaterial. Die hohe Elastizität des peritonealen Mesothels ist Grundlage für die sehr hohe Reißfestigkeit der Membran, ihre geschmeidige Adaption und die einfache Verarbeitung. Bei Bedarf kann die Membran vorzugsweise im trockenen Zustand auf die Defektgröße plus 2 mm zurechtgeschnitten werden. Im feuchten Zustand legt sie sich geschmeidig auf die Knochenränder des Defekts. Dank der enormen Reißfestigkeit lässt sich die Membran, falls erforderlich, auch problemlos vernähen.

Anwender heben den einfachen und sicheren Behandlungsablauf stets hervor. „Das Handling ist mit den unterschiedlichen Festigkeiten im trockenen, benetzten oder getränkten Zustand optimal an den jeweiligen Behandlungsbedarf anpassbar. Auch in situ lässt sich die Membran bestens stabil adaptieren. In puncto Verarbeitbarkeit, Festigkeit, Adhäsionsverhalten – nach 20 Jahren Membran- Anwendung, die beste, die ich jemals verwendet habe.“ Dr. Dietmar Hellebrand, München

Sie ist in zwei Größen (15 x 20 mm und 20 x 30 mm) erhältlich.

[1] Wang HL, Greenwell H, Fiorellini J, Giannobile W, Offenbacher S, Salkin L, Townsend C, Sheridan P, Genco RJ; Research, Science and Therapy Committee. Periodontal Regeneration. Journal of Periodontology 2005; 76: 1601-1622.