Mit diesem witzigen doppeldeutigen Motto setzt die Stiftung Osteology die Latte für das nächste international Symposium in Barcelona im April 2019 hoch. Es giltsowohl künftige Behandlungsoptionen in der Knochen- und Weichgewebsregeneration aufzuzeigen als auch die nächste Generation der Chirurgen und regenerativ tätigen Zahnärzte in die traditionsreiche Arbeit der Stiftung einzubinden und ihnen eine Heimat zu bieten. pip sprach mit Prof. Dr. Christoph Hämmerle und mit Dr. Mauricio Araújo als den beiden wissenschaftlichen Leitern des Symposiums.

pip: Wie planen Sie die junge und offenbar nicht ganz so fortbildungsaffine Generation einzubinden?

Christoph Hämmerle: Wir sind uns der Herausforderung durchaus bewusst – wir haben mehr mit Frauen zu tun und mehr mit Zahnärzten, die statt in der Einzelkämpferpraxis im Angestelltenverhältnis stehen – diese Gruppen haben andere Bedürfnisse. Gleichwohl wird sich auch diese Gruppe
 den Herausforderungen zunehmend komplexerer Defekte bei 
gleichzeitiger Forderung nach möglichst
 schonenden, aber
 vorhersagbaren Eingriffen stellen müssen. Nirgends findet 
sich zu dem Thema
 eine so konzentrierte Ansammlung an
 Wissen, Techniken,
 Meinungsbildnern 
und der Möglichkeit
 des praktischen Trainings wie am Osteology Symposium. Der
 Einsatz moderner digitaler Techniken zum
 Erreichen dieser Ziele wird am Kongress ein zentrales Thema sein, was der jungen Zielgruppe entgegenkommen dürfte. Freitagnachmittag bekommt die neue Generation ein ganz eigenes Forum, um ihre aktuellen Forschungen und neue Ansätze zu präsentieren – das wird sicherlich besonders spannend.

Mauricio Araújo: Beim Erarbeiten der Kongressthemen haben wir sehr genau darauf geachtet, nicht zu sehr in die Grundlagenforschung abzudriften, sondern die Themen auszuwählen, denen sich der Behandler von heute täglich in der Praxis stellen muss und dazu Technologien, die helfen werden, die Herausforderungen von morgen zu lösen. Digitale Technologien zählen ebenso dazu wie Möglichkeiten der Individualisierung und Biologisierung von Materialien oder auch neue, raffinierte Techniken für die Weichgewebsregeneration, die auch in der Allgemeinpraxis heute sehr hilfreich sein werden.

pip: Aber all das im althergebrachten Frontvortrags-Format?

Mauricio Araújo: Jetzt wollen Sie uns ärgern – ganz sicherlich sind wir uns auch bewusst, dass die schnelllebige Welt von heute uns eine ganz andere Dynamik und Interaktivität bei der Vermittlung von Informationen abverlangt als einst. Eines dieser neuen Formate wird ein Fall-Wettbewerb sein, bei dem ein Kollege seine Beobachtungen mit einer spezifischen Zuhörerschaft teilen und diskutieren wird. Wir haben auch eine Anzahl weiterer interaktiver Elemente eingebaut – vergessen Sie aber bei all dem nicht, dass auch für die nächste Generation Erfahrung, Umsicht, Vorhersagbarkeit und Menschlichkeit sehr wichtige und unverzichtbare Elemente bleiben werden.

Christoph Hämmerle: Nehmen Sie etwa auch unsere sehr umfangreiche Poster-Ausstellung und unser Wissenschaftsforum. Sie könnten fragen, was der Praktiker denn von solchen Präsentationen hat – aber Sie finden vor allem junge Leute bei den Posternsowohl als Autoren als auch als Betrachter. Denn natürlich geht es die vor allem an, wo wir heute stehen und welche neuen vielversprechenden Ansätze sich in der Wissenschaft und Forschung für die Lösung heutiger und künftiger Probleme finden.

pip: Ein Kollege fragt Sie, warum er an das Osteology Symposium nach Barcelona gehen sollte – Ihre Antwort?

Christoph Hämmerle: Die Symposien der Osteology Stiftung blicken auf eine lange Serie sehr erfolgreicher Veranstaltungen zurück – und auch Barcelona wird ein Erfolg werden. Wir haben ein faszinierendes Kongressprogramm in einer der schönsten geografischen Kombinationen von quirliger Stadt und Meer in ganz Europa. Das Ganze in einerfreundschaftlichen und kollegialen Atmosphäre, die auch junge Kollegen sofort ansteckt.

Mauricio Araújo: Die Frage stellt sich eigentlich nicht, wenn Sie nicht eine der besten Gelegenheit verpassen wollen, die allerwichtigsten Themen in unserem Fachgebiet in konzentrierter Form mitzubekommen, zu diskutieren und zu erlernen. Seien Sie versichert, wir werden alles abdecken, was Ihnen die Sicherheit gibt, das Beste für Ihren Patienten zu leisten – und das in einer der freundschaftlichsten und schönsten Umgebungen überhaupt. Das wollen Sie auf keinen Fall verpassen!

pip: Herzliches Dankeschön für dieses Gespräch.