Drückt man auf ein flexibles Material, dehnt es sich seitwärts aus – normalerweise. Forschern am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) ist es gelungen, dieses Verhalten zu ändern. Sie entwickelten ein Material für den 3D-Druck, das lineare Druckkräfte in Drehbewegungen umlenkt. Ermöglicht wird dies durch die spezielle Würfelstruktur des Materials, die aus Ringen besteht, die mittels Streben miteinander verbunden sind. Wird auf den Würfel nun Druck ausgeübt, kommt Bewegung ins Spiel. Die Streben der horizontalen Würfelseiten bewegen sich nach unten, wobei sich die Ringe leicht drehen und die Kraft an die Ecken der waagerechten Seitenflächen weiterleiten. Das Material verdreht sich um die eigene Achse. Als möglichen Einsatzbereich sehen die Forscher die Herstellung von Prothesenmaterialien.

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