130 Zahnärzte und Zahntechniker besuchten die 4. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für digitale orale Abformung (DGDOA) in Düsseldorf am 26. und 27. Oktober 2018.

Dr. Ingo Baresel (Cadolzburg) und sein Bruder Dr. Jens Baresel (Cadolzburg) – beides Mitbegründer der DGDOA – leiteten durch die 4. Jahrestagung. Der erste Veranstaltungstag bot Workshops zur praktischen Umsetzung der digitalen Abformung in Praxis und Labor. Der zweite Tag stand im Zeichen der Fachvorträge und einer begleitenden Industrieausstellung (u. a. Zahnwerk Frästechnik).

Fachvorträge

Die DGDOA-Gründer, Dr. Ingo Baresel und Dr. Jens Baresel, sowie die Referenten Dr. Jan-Frederik Güth, Dr. Sven Holtorf, ZTM Clemens Schwerin und Prof. Dr. Bernd Wöstmann.

Wie in jedem Jahr wurde der Auftaktvortrag von Dr. Jan-Frederik Güth (LMU München) gehalten. Er verknüpfte die Themenbereiche Intraoralscan und additive Fertigung. Hinsichtlich des 3D-Drucks von Modellen favorisiert der Referent ganz klar das Outsourcing an spezialisierte Dienstleister. Dr. Ingo Baresel gab Investitionsinteressierten eine Liste mit Kriterien für die Auswahl eines Intraoralscanners mit auf den Weg. Noch vor der Kaufentscheidung sollten z. B. Fragen geklärt werden wie „Wie komme ich zu einem physischen Modell? Wer konstruiert es? Ist eine direkte Bestellung ohne Vorarbeit möglich?“. Ob die Herstellung der Restaurationen am besten im eigenen Labor oder in einem Fräszentrum erfolgt, berechnete ZTM Clemens Schwerin (LMU München). Mit den beispielhaften Eckdaten ergab sich eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Eigenfertigung bei Zirkonoxid ab 6 Einheiten pro Tag. Bei NEM empfahl sich grundsätzlich das Auslagern. „Der Weg zum guten Scan“ wurde – mit Fokus auf das Gingivamanagement – von Prof. Dr. Bernd Wöstmann (UKGM Gießen / Marburg) vorgegeben. Als Einzelaspekte zur Vorbereitung des Scanbereichs besprach er die Lage der Präparationsgrenze, den Parodontalzustand und die Mundhygiene, den Zeitpunkt des Scans sowie Anästhesie und Retraktion.

Produktvorstellungen

Vertreter von Imetric und Zahnwerk Frästechnik präsentierten einen extraoralen Scanner speziell für die Implantologie.

Auf großes Interesse stieß auch die Industrieausstellung: Die 19 Aussteller hatten vor Ort u. a. diverse Maschinen installiert, um einen Live-Eindruck von Bedienung und Funktionsweise zu vermitteln. Am Stand des Fertigungsdienstleisters Zahnwerk Frästechnik (Solingen) wurde eine besonders spannende Produktinnovation präsentiert: Ein extraoraler Scanner von Imetric 3D (CH-Courgenay), der eigens für die Erfassung von Implantatpositionen mit einer Genauigkeit von 5 µm direkt am Patienten entwickelt wurde. Fehlerquellen der konventionellen Implantatabformung entfallen. Die Daten werden direkt mit einem herkömmlichen Kieferscan zusammengeführt. In Kombination mit einer hochpräzisen Fräsmaschine wie der Datron D5 Linear Scales sind im digitalen Workflow Suprakonstruktionen mit einem Toleranzbereich von nur 5 µm realisierbar.

Save the Date!

Die 5. Jahrestagung der DGDOA findet am 4. und 5. Oktober 2019 erneut in Düsseldorf statt. Zu den Referenten werden u. a. Prof. Dr. Axel Bumann und Prof. Dr. Ivo Krejci gehören.