Mit breit angelegten Aufklärungskampagnen hat es das Unternehmen Blue Safety geschafft, das Thema Wasserhygiene in den Vordergrund des Bewusstseins zu rücken. Gegen welche anfänglichen Widerstände man sich durchsetzen musste und warum das Unternehmen inzwischen jede Woche Dankesschreiben aus Praxen und Kliniken erhält, erfuhr pip im Gespräch mit Jan Papenbrock, Mitbegründer und Geschäftsführer des Wasserhygiene-Spezialisten.

pip: Fast nirgends ist die Wasserqualität ähnlich hoch wie in Deutschland. Was wir trinken können, wird zur Kühlung und Spülung ja wohl recht sein …

Jan Papenbrock: Hier geht es um eine viel komplexere Thematik. Zahnmedizinische Einrichtungen sind infektiologische Hochrisikobereiche – wo nicht ganz einwandfreies Wasser Ihnen privat vielleicht Bauchweh macht, sind die Konsequenzen hier viel gravierender, zumal in Praxen mit so hohen semi-kritischen und kritischen Behandlungsinhalten wie in der Oralchirurgie, der MKG, beim Parodontologen oder implantologisch tätigen Zahnarzt. Die Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis zählt also nicht von ungefähr zum Rahmenhygieneplan der Bundeszahnärztekammer. Jahrzehntelang wurde das Thema allerdings ziemlich vernachlässigt, erst in jüngster Zeit ist das Bewusstsein deutlich gestiegen. Sicherlich ist das nicht zuletzt auf unsere Aufklärungsarbeit und Erfahrungsberichte von Zahnärzten zurückzuführen, die über unser System zum Teil massive Probleme mit Legionellen- und Pseudomonaden-Fällen lösen und gleichzeitig in ihren Praxen hohe Einsparungen beobachten konnten.

pip: Die Bedeutung effizienter Wasserhygiene damit in allen Ehren – aber den Zahnarzt, der unter der schon bestehenden Flut der Regularien stöhnt, können wir auch verstehen.

Jan Papenbrock: Tatsächlich ist das Thema Wasserhygiene mit vielen Normen, Richtlinien und Regularien geregelt, bei denen es für den Zahnarzt, der in seinen Augen sicherlich Wichtigeres zu tun hat, nicht einfach ist, den Überblick zu behalten. Daher ist ja auch unsere Meinung, dass sie in der Praxis ganz sicher nicht ein Problem mehr, sondern eine echte Problemlösung brauchen.

pip: Und was qualifiziert Sie beziehungsweise Blue Safety besonders dafür?

Jan Papenbrock: Sie treffen bei uns auf ein Team, das sich nicht mal so nebenbei, sondern zu 100 Prozent der Wasserhygiene verschrieben hat. Unsere Lösungen sind komplett intern entwickelt, produziert und für die Praxis konzipiert worden. Wir haben uns so mit technischen, mikrobiologischen und auch rechtlichen Spezialisten zu absoluten Wasserexperten entwickelt. Neben der Problemlösung bieten wir dann auch direkt den zwingend notwendigen Service dazu, denn Wasserhygiene ist kein einmaliges Thema, sondern braucht eine konstante Begleitung. Jede Praxis ist dabei so individuell wie ihr Besitzer – jeder Lösung geht damit eine eingehende Bestandsaufnahme und Beratung voran, damit wir das System auf die Gegebenheiten der Praxis adaptieren können. Wir dosieren in die wasserführenden Systeme hypochlorige Säure, die den bestehenden Biofilm abträgt, aber im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren auch die Entstehung neuer Ablagerungen verhindert. Neben der Bestandsaufnahme, Beratung und der Installation des Safewater Systems nehmen wir der Praxis oder Klinik aber mit hauseigenen und entsprechend spezialisierten Technikern auch die regelmäßigen Wartungsaufgaben sowie die alljährlich akkreditierten Wasserproben ab. Eigens auf die Praxis zugeschnittene Spülpläne sichern die Wirksamkeit und geben Rechtssicherheit. Sie haben damit in dieser Hinsicht also wirklich den Kopf völlig frei für ihre wesentlichen Praxisaufgaben und können sich auf stets sauberes Wasser verlassen – auch am Montagmorgen oder nach längeren Praxisabwesenheiten.

pip: Worin bestehen die entscheidenden Unterschiede zu bisherigen Entkeimungssystemen?

Jan Papenbrock: Bisherige Methoden greifen in der Regel auf H2O2zurück. Das hat sich nicht nur als nicht wirksam genug, sondern mit seinen korrosiven Eigenschaften auch für die Materialien der Dentaleinheiten als schädlich erwiesen. Neben Wirkungslosigkeit verursachen sie damit also auch noch hohe Wartungs- und Reparaturkosten. Wir haben das übrigens einmal in einer klaren Kostenanalyse gegeneinander gestellt: Mit Blue Safety kommen Sie bei einer Fünf-Zimmer-Praxis im Jahr auf ein Drittel der Kosten im Vergleich zu konventionellen Wasserstoffperoxid-Entkeimungen – Ihre Behandlungsausfallzeiten und Ihr Stress wegen plötzlich ausfallender Geräte oder Einheiten sind dabei noch gar nicht eingerechnet. Ganz wesentlich ist der soeben beschriebene Service – wir kümmern uns und sind jederzeit erreichbar.

pip: Einige ältere Praxiseinheiten dürfen, da ihnen eine spezielle Sicherungseinrichtung fehlt, nicht direkt mit der Trinkwasserinstallation verbunden werden – gibt es hierfür auch eine Lösung?

Jan Papenbrock: Tatsächlich gibt es in etlichen Praxen noch ältere, aber durchaus bewährte und funktionale Behandlungseinheiten, die heute den rechtlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung nicht mehr entsprechen. Hier haben wir mit Safebottle das erste Flaschensystem Deutschlands entwickelt, das validiert aufbereitbar ist. Die Materialien sind sehr robust, langlebig und mit seinem hygienic design wird es allen ästhetischen Ansprüchen gerecht. Mit Safebottle können Sie so auch ältere Behandlungseinheiten gemäß der Trinkwasserverordnung wieder rechtssicher einsetzen und schließen damit die Gefahr der sofortigen Stilllegung durch das Gesundheitsamt aus.

pip: Herzliches Danke für dieses Gespräch.