Die Digital Arena ist ein ganz neues interaktives Veranstaltungskonzept von Zimmer Biomet für das digitale dentale Zeitalter. Junge Implantologen und Experten werden hier zusammengebracht, um gemeinsam Erfahrungen auszutauschen und bestehende sowie neue Versorgungsmethoden zu hinterfragen und kritisch zu diskutieren.

In einer der oberen Etagen der ultramodernen Münchner Highlight Towers trafen sich am 13. und 14. September als Referenten und Experten in der Diskussion Dr. Markus Engelschalk, Zahntechnikermeister Andreas Geier, Dr. Oliver Hugo, Dr. Frank Schütz und Dr. Nader Tawassoli.

Forderung nach weiteren Materialien

Nach der herzlichen Begrüßung durch Zimmer-Biomet-Geschäftsführerin D-A-C-H Krista Strauss und Marketingleiter Dietmar Jocham wurde die Digital Arena mit einer von Dr. Engelschalk als ausgewiesenem „digital nerd“ moderierten „Arena“ in Form einer interaktiven Diskussion eröffnet. Wie heiß das Thema bei allen ist, zeigte die rege Beteiligung. Ist die Zeit der Verblendkeramiken tatsächlich vorbei? Nutzen wir in der Prothetik bald Hybridmaterialien, die heute noch als Komposit vermarktet werden? Dr. Hugo sieht den Grund für die ungebrochen geringe Scannerdichte in Deutschland in der deutschen Gesetzgebung und mangelhaften Abrechnungsmöglichkeit für innovative Technologien. Die Hardware sei gar nicht das bestimmende Thema: „Ich arbeite seit Jahren mit demselben Scanner – allerdings hatte ich seitdem schon ‘zig Software Updates.“ Nicht nur der Scanner müsse funktionieren, auch die Scanbodies müssten funktional und zu matchen sein, erinnerte Dr. Engelschalk. Dr. Schütz fühlt sich bei manchen Innovationen als Versuchskaninchen der Industrie und beklagte, noch bestehende Limitationen würden nicht ehrlich genug kommuniziert. Zum Aspekt der Phonetik: „Ich habe noch kein Programm gesehen, das die Funktion der Lippe simuliert!“ Geier sieht das Niveau deutlich angehoben aber Defizite in der Funktion, während Hugo über volldigitale Messungen sogar eine neue Behandlungsdimension „Funktion 2.0“ am Horizont sieht. Vom Hersteller wird gefordert, die für den nächsten großen Entwicklungsschritt des 3D-Druckserforderlichen Materialien zu entwickeln.

Dr. Tawassoli spürt durchaus auch einen klaren Druck seitens der Patienten, eine digital fortschrittliche Praxis zu führen. Eine klare Forderung erging auch nach offen gehaltenen digitalen Workflows. Bewusst provokant fragte Geier: „Wann habe ich endlich den Patienten, der zu meiner Krone passt?“

Neue Tools und bewährte Workflows

Das aus der Praxis für die Praxis entwickelte EDAP – Esthetic Digital Axis Planning – zeigten am Folgetag Dres. Schütz und Tawassoli. Alle Teilnehmer konnten das intuitiv bedienbare, kostengünstige und gleichwohl für die Patientenmotivation und -compli- ance ideale Programm zur virtuellen Gestaltung der individuellen Patientenversorgung sofort am iPad ausprobieren. Dr. Engelschalk führt seit langem eine „innere Ehe mit dem Encode“, das nun mit dem BellaTek Encode 2.0 erfolgreich in die digitale dentale Zukunft überführt werde. „Der Bewahrer der periimplantären Gesundheit ist der Prothetiker!“, erinnerte er an die Verantwortung des Designs und der Versorgung für die umliegenden Gewebe. Dr. Hugo sieht den intraoralen Scan nicht nur in der Schnelligkeit der konventionellen Abformung überlegen, sondern auch in der Richtigkeit, Genauigkeit und Präzision und illustrierte seine Aussagen mit vielen klinischen Beispielen direkt vom Scan zur Prothetik. „Digital dentistry – the next level“, Zimmer Biomet hat mit diesem Veranstaltungsformat, das im Jahr 2020 in seine Fortsetzung gehen wird, nicht zu viel versprochen.