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Heft 4 – August 2025

Liebe Leserin, lieber Leser, 

Sven Skupin

Berlin – das Symbol für die deutsche Einheit schlechthin. Doch nicht nur politisch betrachtet steht die Hauptstadt für Zusammenhalt. Auch die Zahnmedizin sendet in diesem Jahr ein deutliches Zeichen: Vom Oktober bis 1. November 2025 versammeln sich über 30 zahnmedizinische Fachgesellschaften zum 4. Gemeinschaftskongress im Rahmen des Deutschen Zahnärztetags. Unter dem Dach der DGZMK entsteht ein Forum, das die gesamte fachliche Breite der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zusammenführt – wissenschaftlich fundiert, interdisziplinär gedacht und hochaktuell.

Ein solch umfassendes Format ist in der deutschsprachigen Kongresslandschaft selten. Umso erfreulicher ist es, dass das Interesse nun spürbar anzieht. Nach einem zunächst zögerlichen Start gewinnen die Anmeldungen deutlich an Dynamik. Das deckt sich mit einem Trend, der sich inzwischen in Fortbildungen vieler Fachbereiche widerspiegelt: Flexibilität wird wichtiger, frühe Buchungen sind seltener geworden. Doch mit jedem Tag steigt die Zahl der Teilnehmenden – ein ermutigendes Signal für eine Veranstaltung, die in dieser Form nur alle fünf Jahre stattfindet.

Gerade in Zeiten, in denen Kongresse vielfach um Aufmerksamkeit konkurrieren, ist ein starkes Gemeinschaftskonzept wertvoller denn je. Denn der Anspruch dieses besonderen Formats ist klar: Der Dialog über Fachgrenzen hinweg steht im Mittelpunkt. In Berlin werden nicht nur einzelne Disziplinen nebeneinandergestellt, sondern systematisch miteinander vernetzt. Welche Rolle spielt die Parodontologie im Kontext systemischer Erkrankungen? Wie verändert die Digitalisierung die zahnärztliche Diagnostik und Therapieplanung? Welche ethischen Fragen stellen sich beim Einsatz künstlicher Intelligenz?

Es sind Fragen, die nicht nur akademische Relevanz besitzen, sondern sich unmittelbar auf die tägliche Praxis auswirken. Und es sind Antworten, die nicht allein in Vorträgen, sondern vor allem im interdisziplinären Austausch entstehen. Genau das macht diesen Kongress besonders.

Der Weg nach Berlin lohnt sich – nicht allein wegen des Programms, das so vielfältig ist, wie selten. Sondern auch, weil es Zeit ist für gemeinsames Denken, fachlichen Schulterschluss und eine klare Botschaft: Zahnmedizin ist mehr als die Summe ihrer Teilbereiche. Sie ist eine Gemeinschaft. Und Berlin ist der Ort, an dem sie lebendig wird.

Herzlichst Ihr Sven Skupin

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