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Heft 6 – November 2025

Liebe Leserin, lieber Leser, 

Sven Skupin

Digitaler, unbürokratischer, menschlicher – kurz gesagt: einfach flotter! Die Rede ist von der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen von Heilberufen, die künftig schneller umgesetzt werden sollen. Das sind doch endlich mal gute Nachrichten! Beschlossen wurde das direkt im Bundeskabinett. Klingt zunächst einmal recht technisch, ist aber ein echter Gamechanger – auch für die Zahnmedizin. Denn wer schon einmal versucht hat, sich durch den Anerkennungsdschungel zu kämpfen, weiß, wie zäh das bisher war.

Generell kommt dieses Umdenken keine Sekunde zu früh, denn die Versorgungslage in Deutschland spitzt sich weiter zu: Immer weniger Zahnärzte, immer mehr Patienten, besonders auf dem Land und in den östlichen Bundesländern. Viele Praxen finden keine Nachfolge, Behandlungen werden verschoben, Teams arbeiten am Limit. Wenn wir da nicht gegensteuern, droht in manchen Regionen die zahnmedizinische Flaute. Der neue Gesetzentwurf will genau das verhindern. Wenn qualifizierte Behandler aus dem Ausland bei uns schneller loslegen können, gewinnen alle – Praxen, Patienten, das ganze System. Frische Köpfe, neue Perspektiven, mehr zupackende Hände.

Qualität sollte selbstredend oberstes Gebot bleiben. Aber mit klaren Standards und etwas Vertrauen lässt sich Vielfalt wunderbar in den Alltag integrieren. Zahnmedizin ist schließlich Teamarbeit – und gute Teams leben von Vielfalt.

Dieses Gesetz ist zwar kein Wundermittel, aber dennoch ein guter Anfang. Zumindest bringt es Bewegung in ein System, das dringend neuen Schwung braucht. Außerdem beweist es, dass man Probleme einfach auch anpacken kann, statt sie immer nur zu beklagen.

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