fallstudien
Ästhetische Frontzahnrestaurationen
Ein 29-jähriger Patient besuchte unsere Praxis. Sein Wunsch bestand darin, seine obere Frontzahnreihe ästhetisch zu verschönern, besonders störten ihn die dunklen Ränder am Zahnfleisch, weswegen er sich in einem freien Lächeln eingeschränkt fühlte.

Ein 29-jähriger Patient besuchte unsere Praxis. Sein Wunsch bestand darin, seine obere Frontzahnreihe ästhetisch zu verschönern, besonders störten ihn die dunklen Ränder am Zahnfleisch, weswegen er sich in einem freien Lächeln eingeschränkt fühlte. Bei der ersten ästhetischen Analyse fiel neben den frei liegenden Zahnhälsen mit Verfärbungen an den VMK-Kronen 12 bis 22 die teils livide verfärbte, unregelmäßig girlanden-förmig verlaufende Gingiva auf (Abb. 1).
Diagnostik und Planung
Der Patient verfügte über unphysiologisch erhöhte Taschentiefen an den Kronen 12-22, erhöhtem BOP, die Gingiva war entzündet (Abb. 1). Röntgenologisch imponierten in der Übersichtsaufnahme mehrere scharf begrenzte, rundliche Aufhellungen apikal von den Zähnen 12 bis 22. Die im DVT gut erkennbare größte Zyste von ca. sieben Millimeter Ausdehnung apikal von Zahn 21, etwa in der Größe eines Kirschkerns, hatte sich nach kraniolateral ausgedehnt (Abb. 2).
Der Knochen apikal regio 21 bis 22 war bereits fenestriert. Die Prognose des Zahnes 12 und der drei wurzelgefüllten Zähne 11-22 war schlecht, wir entschieden uns die Zähne zu extrahieren, die Zysten in toto zu entfernen und den Knochendefekt zu augmentieren.
Therapie
Nach Extraktion der Zähne 12 bis 22 und Entfernung der Zysten wurden die Alveolen mit einem Erbium Chromium YSGG Laser (Waterlase Iplus, Biolase) bei drei Watt mit 75 Hz und einer Konzentration von 80 % Wasser- und 10 % Luftgemisch desinfiziert.
Der Knochen wurde mit zwei Spritzen eines synthetischen Knochenregenerationsmaterials (EthOss, zantomed) aufgebaut. Es handelt sich um eine Mischung aus ß-Tri-Kalziumphosphat (ß-TCP) und Kalziumsulfat. Dank einer im synthetischen Material EthOss eingebauten Zell-Okklusiv-Membran entfällt die Applikation einer zusätzlichen Membran. Nach Platzierung einer hämostatisch und adstringierend wirkenden Schwammauflage in der Alveole erfolgte der Nahtverschluss und das Einsetzen eines Langzeitprovisoriums, welches zum Erhalt der Papillen und der Rot-Weiß-Ästhetik sofort nach dem Eingriff, optimal angepasst, positioniert wurde (Abb. 3-5).


















