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Die antimikrobielle Photodynamische Therapie – ein Überblick
Die aktuelle Evidenz zur klinischen Wirksamkeit der PDT bei der Parodontitis- und Periimplantitistherapie steht teilweise im Widerspruch zu den Ergebnissen der aktuellen Evaluation. Dies war Anlass, die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Publikationen genauer zu analysieren.

Eine Fallstudie von Angela Bergmann, Pantelis Petrakakis
Wie wirksam ist die aPDT als zusätzliche Maßnahme in der Parodontitis- und Periimplantitisbehandlung?
Eine am Anfang dieses Jahres durchgeführte Umfrage der Firma bredent medical ergab bei Anwendern der antimikrobiellen Photodynamischen Therapie (aPDT) eine hohe Kundenzufriedenheit (Abb. 1a). Insbesondere zeigte sich in mehr als 90,0 % der Anwenderpraxen eine hohe Zufriedenheit mit den klinischen Ergebnissen und der Qualität des dort eingesetzten Helbo-Systems (Abb. 1b), das bereits seit mehr als 15 Jahren in Deutschland erfolgreich in der Zahnmedizin eingesetzt wird.
Die aktuelle Evidenz zur klinischen Wirksamkeit der PDT bei der Parodontitis- und Periimplantitistherapie steht jedoch teilweise im Widerspruch zu den Ergebnissen der aktuellen Evaluation. Dies war Anlass, die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Publikationen genauer zu analysieren.
Überblick – Grundlagen und Funktionsmechanismen der Photodynamischen Therapie
Die Wirkmechanismen der PDT wurden im Jahr 1900 erstmalig durch den Medizinstudenten Oscar Raab beschrieben und als „Photosensitation“ bezeichnet [1]. Seine eher zufällige Entdeckung der zytotoxischen Wirkung von Licht einer bestimmten Wellenlänge auf Geißeltierchen legte den Grundstein für die Untersuchung der seinerzeit sogenannten „phototoxischen“ Phänomene [2]. Die Prägung des Begriffs „photodynamisch“ erfolgte vier Jahre später durch den Mikrobiologen Hermann von Tappeiner, Raabs damaligem Mentor an der Königlichen Universität zu München.
Die PDT ist ein non-invasives Verfahren, welches die Aktivierungsenergie einer bestimmten Wellenlänge einer Lichtquelle (z. B. eines Lasers oder auch einer LED Lampe) auf einen Farbstoff nutzt, um diesen in einen energetisch höheren Zustand zu versetzen [3,4].







