fallstudien
Sichere Fixation von Barrieremembranen bei geführter Knochenregeneration auch in herausfordernden Situationen
Die geführte Knochenregeneration (GBR) ist eine wissenschaftlich gut untersuchte Technik zur Kieferkammaugmentation mit hohen Erfolgswahrscheinlichkeiten und reproduzierbaren Ergebnissen. Das Prinzip der GBR beruht auf der Platzierung einer Barrieremembran zur Hohlraumschaffung über dem zu regenerierenden Defekt sowie der Auffüllung dieses Hohlraumes mit Knochen oder Knochenersatzmaterial. Langsamer proliferierende Zellen wie Osteoblasten sollen so von schneller proliferierenden Epithel- und Bindegewebszellen abgeschirmt werden, bis der Hohlraum durch die langsameren Zelltypen besiedelt ist. So kann der knöcherne Defekt regeneriert werden. Barrieremembranen gibt es aus verschiedenen Materialien, die einfachste Einteilung besteht jedoch bezüglich ihrer resorbierbaren oder nicht-resorbierbaren Eigenschaften.

Fallstudie von Dr. med. dent. Bastian Wessing
Die geführte Knochenregeneration (GBR) ist eine wissenschaftlich gut untersuchte Technik zur Kieferkammaugmentation mit hohen Erfolgswahrscheinlichkeiten und reproduzierbaren Ergebnissen. Das Prinzip der GBR beruht auf der Platzierung einer Barrieremembran zur Hohlraumschaffung über dem zu regenerierenden Defekt sowie der Auffüllung dieses Hohlraumes mit Knochen oder Knochenersatzmaterial. Langsamer proliferierende Zellen wie Osteoblasten sollen so von schneller proliferierenden Epithel- und Bindegewebszellen abgeschirmt werden, bis der Hohlraum durch die langsameren Zelltypen besiedelt ist. So kann der knöcherne Defekt regeneriert werden. Barrieremembranen gibt es aus verschiedenen Materialien, die einfachste Einteilung besteht jedoch bezüglich ihrer resorbierbaren oder nicht-resorbierbaren Eigenschaften.
Nicht-resorbierbare Membranen (z. B. aus PTFE – Polytetrafluor- ethylen) werden dabei in der Regel mit Osteosyntheseschrauben oder Titanpins am Kieferkamm befestigt (v.a. Titanverstärkte PTFE-Membranen). Neuere Untersuchungen konnten jedoch auch zeigen, dass die Fixation resorbierbarer Kollagenmembranen zu einer Augmentatimmobilisation und damit zu einer höheren Volumenstabilität bei der Verwendung partikulärer Knochenaufbaumaterialien führt [1,2]. Ohne Fixation der Membran kam es bei nachfolgenden Manipulationen am umliegenden Gewebe, wie etwa beim Wundverschluss, zum „Auspressen“ des Augmentats unter der Membran und Migration in das umliegende Gewebe. Dies führt in der Folge zu einem Volumenverlust des Augmentats bereits kurz nach der chirurgischen Intervention, v. a. im bukkokrestalen Bereich. Kollagenmembranen können ebenfalls mit kortikalen Titanpins oder speziellen Nahttechniken über dem Augmentat fixiert wer- den [3,4].





