fallstudien
Implantation bei reduziertem Kieferkamm und Vorerkrankungen mit vollgeführter Schablone
In diesem Fallbericht wird exemplarisch dargestellt, dass auch bei Patienten mit erheblichen systemischen Vorerkrankungen eine sichere und vorhersagbare implantologische Versorgung möglich ist.

In diesem Fallbericht wird exemplarisch dargestellt, dass auch bei Patienten mit erheblichen systemischen Vorerkrankungen eine sichere und vorhersagbare implantologische Versorgung möglich ist. Insbesondere in anatomisch herausfordernden Situationen kann durch den Einsatz präziser digitaler Planungsverfahren und durchgehend geführter chirurgischer Schablonen eine hohe Behandlungsgenauigkeit erzielt werden.
Der vorliegende Fall zeigt, wie durch strukturierte Risikoanalyse, umfassende digitale Vorbereitung und ein schablonengeführtes Vorgehen selbst bei eingeschränkten lokalen und systemischen Ausgangsbedingungen ein stabiler und langfristig funktioneller Behandlungserfolg erreicht werden kann.
Bei dem etwa 50-jährigen männlichen Patienten lagen multiple internistische Vorerkrankungen vor, darunter eine Myasthenia gravis, eine Hashimoto-Thyreoiditis sowie eine fortgeschrittene Erkrankung des rheumatischen Formenkreises. Aufgrund der systemischen Grunderkrankungen befand sich der Patient in immunsuppressiver Therapie und wies anamnestisch rezidivierende Wundheilungsstörungen auf, die bereits mehrfach im Rahmen früherer Zahnextraktionen ali loco dokumentiert worden waren. In deren Folge zeigte sich klinisch ein deutlich atrophierter Kieferkamm. Insgesamt war das Risiko für postoperative Komplikationen, Wundheilungsstörungen und weitere adverse Ereignisse erhöht. Über diese Risikosituation wurde der Patient ausführlich aufgeklärt.
Nach der initialen klinischen und radiologischen Untersuchung zeigte sich – wie in den Abbildungen 1 und 2 dargestellt – eine ausgeprägte atrophe Schaltlücke, welche beidseits durch Zähne mit großflächigen Amalgamfüllungen begrenzt wurde. Der Patient äußerte den Wunsch nach einer beidseitigen Implantatversorgung. Er befürchtete, dass ein Austausch der Amalgamfüllungen oder eine prothetische Umarbeitung zu Brücken zu einem erneuten Zahnverlust führen könnte, da in der Vergangenheit ein vergleichbares Vorgehen an den ersten Molaren beidseits nach Austausch alter Füllungen und anschließender Überkronung bereits zum Verlust der Zähne geführt hatte. Nach intensiver Aufklärung über die individuellen Risiken entschied sich der Patient dennoch zur implantologischen Versorgung.




























