fallstudien
Sofortimplantation und -versorgung zum Ersatz von Oberkieferschneidezähnen
Eine Implantatinsertion sofort nach der Zahnextraktion (Sofortimplantation) bietet mehrere Vorteile, darunter eine verkürzte Behandlungszeit, weniger chirurgische Eingriffe, die Möglichkeit, das festsitzende Implantat sofort mit einem Provisorium zu versorgen sowie die Erhaltung der Weichgewebekontur und der Interdentalpapillen.

Fallstudie von Karim Dada, Léon Pariente, Marwan Daas, Julien Montenero
Eine Implantatinsertion sofort nach der Zahnextraktion (Sofortimplantation) bietet mehrere Vorteile, darunter eine verkürzte Behandlungszeit, weniger chirurgische Eingriffe, die Möglichkeit, das festsitzende Implantat sofort mit einem Provisorium zu versorgen sowie die Erhaltung der Weichgewebekontur und der Interdentalpapillen. Die Sofortimplantation in frische Extraktionsalveolen wurde als vorhersagbares und erfolgreiches Verfahren beschrieben, wenn die richtigen Protokolle und die richtige Fallauswahl eingehalten werden. Der Erfolg der Sofortimplantation und der Versorgung mit einem Provisorium hängt in großem Maße davon ab, ob die Primärstabilität des Implantats ausreichend ist. Letzteres hängt vom vorhandenen Knochenangebot jenseits der Wurzelspitze, wie von Kan et al. klassifiziert, sowie von der Wahl des Implantats, seinem Makrodesign und dem Bohrprotokoll ab. BLX Implantate (Straumann) wurden entwickelt, um eine hohe Primärstabilität zu erreichen, wenn sie sofort nach der Extraktion gesetzt werden.
Ausgangslage
Ein 52-jähriger Nichtraucher mit einem guten allgemeinen Gesundheitszustand wurde nach der Dia gnose einer posttraumatischen Resorption an den Wurzeln der Zähne 11 und 12 zu uns überwiesen (Abb. 1a, b).
Der Patient hatte zuvor einen Endodontologen aufgesucht. Beide Zähne waren nicht erhaltungswürdig. Die Extraktion wurde empfohlen. Die klinische Untersuchung ergab ein vollständiges gesundes Parodontium um den Zahn 12 ohne Anzeichen einer Infektion. In regio 011 wurde ein leichtes Gewebeödem mit chronischer Reizung vor der ausgedehnten Resorption beobachtet. Der intermaxilläre Zustand war normal.
Der Patient hatte eine niedrige Lachlinie (Abb. 2). Zahn 21 war bereits durch eine implantatgetragene Krone ersetzt worden. Die zuvor angeforderte DVT-Aufnahme zeigte, dass der Resorptionsprozess an Zahn 11 weiter fortgeschritten war (Abb.3).













