fallstudien
Sofortversorgung nach Implantation mittels CAD/CAM- präfabrizierter Prothetik
Es sind bei der Einzelzahnsofortversorgung nach Implantation verschiedene Methoden bekannt, so etwa die Wiederverwendung des Kronenanteils des zuvor extrahierten Zahns oder auch die labortechnische Vorbereitung einer provisorischen Krone.

Eine Falldarstellung zur Versorgung einer Einzelzahnlücke von Mathias Sommer
Sofortversorgungen nach einer Implantation stellen immer eine Herausforderung in der vorangegangenen Planung, Vorbereitung und letztlich auch der Durchführung dar. Es sind bei der Einzelzahnsofortversorgung nach Implantation verschiedene Methoden bekannt, so etwa die Wiederverwendung des Kronenanteils des zuvor extrahierten Zahns oder auch die labortechnische Vorbereitung einer provisorischen Krone. Allen diesen Techniken ist gemein, dass für die Verbindung des Implantats mit der provisorischen Krone in der Regel konfektionierte Abutments verwendet werden, die für die vorgesehene provisorische Krone (z. B. den Kronenanteil eines extrahierten Zahnes) nicht exakt passend sind. Diese Fehlstellen in der Passung zwischen Krone und Abutment werden dann beispielsweise mit Kompositen ausgeglichen und müssen anschließend manuell ausgearbeitet und poliert werden. Dies schafft aus materialtechnischer Sicht keine optimalen Bedingungen für die Heilung, Ausreifung und den Bestand des periimplantären Gewebes. Aus diesen Überlegungen heraus wäre es aus materialkundlicher, physiologischer und klinischer Sicht wünschenswert, ein nach anatomischen Gesichtspunkten individuell gestaltetes Abutment inklusive der zugehörigen passenden Krone präoperativ mittels CAD/ CAM-Techniken herstellen zu können, damit ein für die Heilung und für die individuelle Situation optimales Emergenzprofil des Abutment/Kronenkomplexes gestaltet werden kann.
Planung
Eine Möglichkeit hierzu bietet das sogenannte Immediate Smile-Verfahren des Unternehmens Dentsply Sirona, welches in dem folgenden Fallbericht anhand der implantatprothetischen Versorgung in regio 024 vorgestellt werden soll (Abb. 1-3). Voraussetzungen zur Anwendung dieser Technik sind eine vorherige Anfertigung einer DVT-Aufnahme (Erstellung eines DICOM-Datensatzes) sowie ein Scan des Kiefers (STL-Datensatz). Der Scan des Kiefers kann direkt mittels Intraoralkamera oder nach konventioneller Modellherstellung mittels laborbasierten Scanverfahrens erfolgen.
Eine weitere Voraussetzung ist die vorherige exakte Planung der dreidimensionalen Implantatposition. Für das genannte Verfahren werden die DVT- und Scan-Daten innerhalb der Simplant-Implantatplanungssoftware gematched, sodass alle für die dreidimensionale Implantatplanung notwendigen anatomischen Strukturen innerhalb der Software sichtbar sind (Abb. 4). Die gewünschte anatomische Position des Implantats kann nun in der Software genau geplant und festgelegt werden (Abb. 5).







