fallstudien
Metallfreie, verschraubte Stegprothesenversorgung auf Zirkonoxidimplantaten
Implantate aus Zirkonoxid werden immer häufiger als Alternative zu Implantaten aus Titan bzw. Titanlegierungen eingesetzt. War zu Beginn der Einführung der keramischen Implantate die prothetische und chirurgische Flexibilität noch stark eingeschränkt, ergeben sich mit Einführung der zweiteiligen verschraubten Systeme immer mehr Möglichkeiten, welche der prothetischen Vielfalt der Titanimplantate nur wenig nachstehen.

Neue Möglichkeiten der prothetischen Versorgung
Eine Fallstudie von Prof. Dr. med. dent. Marcel Wainwright und ZTM Andreas Huthmacher
Implantate aus Zirkonoxid werden immer häufiger als Alternative zu Implantaten aus Titan bzw. Titanlegierungen eingesetzt. War zu Beginn der Einführung der keramischen Implantate die prothetische und chirurgische Flexibilität noch stark eingeschränkt, ergeben sich mit Einführung der zweiteiligen verschraubten Systeme immer mehr Möglichkeiten, welche der prothetischen Vielfalt der Titanimplantate nur wenig nachstehen.
Ein 67-jähriger Patient mit extrem ausgeprägtem Würgereiz kam mit dem Wunsch nach einer herausnehmbaren Implantatversorgung zur Beratung in die Praxis. Der Patient fragte explizit nach Keramikimplantaten und einer metallfreien Versorgung. Auch legte er großen Wert auf eine möglichst augmentationsfreie minimalinvasive Durchführung – ohne Sinusbodenelevation. Er war bislang mit einem Interimsersatz versorgt, der an den Zähnen 13 und 23 befestigt war.
Analyse, Planung und Implantatinsertion
Das Knochenniveau am Kieferkamm erlaubte nach radiologischer Analyse eine augmentationsfreie Insertion von vier Keramikimplantaten (Zeramex XT). Dank reversibler Verschraubung und uneingeschränktem Portfolio bietet das Zeramex XT Implantatsystem höchste prothetische Flexibilität – welches bei festsitzendem und herausnehmbaren Zahnersatz eine große Rolle spielt.
Die nicht erhaltungswürdigen Zähne 13 und 23 (hoher Lockerungsgrad und apikale Transluzenz, Zähne 13 und 23 nach WF) sollten für den Patienten vorübergehend bis zur Anprobe des Keramiksteges in situ belassen werden, um den vorhandenen Interimsersatz zu stützen. Der verbliebene 13 wurde zur Steganprobe kurz vor der Fertigstellung des Zahnersatzes entfernt. Aufgrund der unauffälligen Anamnese (gute Mundhygiene, Nichtraucher, keine allgemeinmed. und zahnmed. Vorerkrankungen) und einem ausreichenden Knochenniveau stand einer Implantation in der Prämaxilla nichts entgegen.
Da die Materialien, sowohl beim PEEK als auch beim prothetischen Zirkonoxid, in den letzten Jahren deutlich hinsichtlich Biokompatibilität, Stabilität und ihrer optischen Eigenschaften verbessert worden sind, kann mit diesem innovativen Implantatdesign dem Patienten eine sehr zufriedenstellende Versorgung angeboten werden. Die Implantatinsertion verlief komplikationslos (Abb. 1).
Im Dentallabor
Es erfolgten die Datenübertragung und weitere Vorbereitungen bis zur digitalen Planung (CAD-Programm) der Zirkonoxidkappen und des monolithischen Zirkonoxidsteges im virtuellen Artikulator (Abb. 2-4, ZTM Andreas Huthmacher, Quantum Dental Düsseldorf). Der Steg wurde für die Anprobe noch nicht reduziert.
















