fallstudien
Versorgung des atrophen posterioren Oberkiefers mit kurzen Einzelimplantaten: 6,5 mm vs. 7,5 mm. Retrospektive Kohortenstudie.
Als kurze Implantate gelten heutzutage Implantate mit einer Länge von 8,5 mm oder weniger, auch wenn dieses Maß in einigen wissenschaftliche Artikeln bis auf 10 mm angehoben wird (1-4). Kurze Implantate gehören heute zu den „Routinetechniken“ für die Versorgung des atrophen Kiefers, da sie eine minimal-invasive Option mit Überlebensraten von 99 % darstellen (5,6).

Eine Fallstudie von Eduardo Anitua MD, PhD, DDS
Als kurze Implantate gelten heutzutage Implantate mit einer Länge von 8,5 mm oder weniger, auch wenn dieses Maß in einigen wissenschaftliche Artikeln bis auf 10 mm angehoben wird (1-4). Kurze Implantate gehören heute zu den „Routinetechniken“ für die Versorgung des atrophen Kiefers, da sie eine minimal-invasive Option mit Überlebensraten von 99 % darstellen (5,6). Im posterioren Oberkiefer kommt es nach einem Zahnverlust zu einer Wundheilung mit Knochenschwund in Höhe von 1-2 mm in Bezug auf die Restalveole, neben einer Pneumatisation der Kieferhöhle, die eine mehr oder weniger starke vertikale Atrophie hinterlässt (7). Die herkömmliche Alternative für diese Bereiche ist primär der laterale oder transkrestale Sinuslift, darüber hinaus stehen auch weitere Techniken für den vertikalen Knochenaufbau zur Verfügung (12-15).
Mit kurzen und ultrakurzen Implantaten lassen sich der posteriore Ober- und Unterkiefer mit extremer vertikaler Resorption ohne Transplantate oder zusätzliche Techniken versorgen. Es handelt sich hierbei um eine konservativere Methode mit geringerer Morbiditätsrate (8-11). Diese kurzen und ultrakurzen Implantate können direkt in die atrophen Bereiche des Oberkiefers inseriert werden, ohne Verlagerung des unteren Sinusbodens und somit ohne Intervention der Kieferhöhle. Die größte chirurgische Herausforderung bei dieser Technik besteht darin, eine ausreichende Stabilität der Implantate zu erreichen, da man es in diesen Fällen in der Regel mit hochporösem Knochen und einer geringen Restknochenhöhe zu tun hat (17-18).
In diesem Sinne bietet die Verwendung von Implantaten unterschiedlicher Durchmesser und Längen eine größere Kontaktfläche für die Osseointegration und verschiedene Verankerungspunkte, die eine größere Primärstabilität garantieren (19,20). Wenn diese Implantate in Form von Einzelzahnversorgungen eingebracht werden, kann sich die Länge des Implantats in gewissem Maße auf die Belastungsverteilung auf den umgebenden Knochen und damit auf den krestalen Knochenschwund auswirken (21). Einige Studien weisen darauf hin, dass die Primärstabilität umso größer ist, je größer die Länge ist, insbesondere bei geringer Knochendichte (17,18), wie z. B. im posterioren Oberkiefer, dem Szenario dieser Studie.
Aus diesem Grund werden mit der retrospektiven Studie zwei Patientenkohorten verglichen, bei denen unter gleichen Bedingungen hinsichtlich Restknochenvolumen und Knochendichte Implantate mit einer Länge von 6,5 mm und 7,5 mm inseriert wurden. Der mögliche Einfluss der Länge auf den krestalen Knochenschwund oder auf die Überlebensrate des Implantats bzw. der prothetischen Rehabilitation wird in den analysierten Daten untersucht.











