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Vollnavigierte Minis – ein Traum wird wahr

Seit mehr als 25 Jahren ist das MDI-System am Markt und hat sich seither mit mehr als einer Million gesetzten Implantaten sehr bewährt. Erprobte Materialien und ein ausgereiftes OP-Protokoll lassen Miniimplantate zu einem mehr als bewährten Behandlungskonzept werden. Obwohl das operative Vorgehen auf eine minimalinvasive Schnittführung ausgelegt ist, wünschen sich sehr viele Behandler eine risikoarme transgingivale OP.

Dr. med. dent. Wolfram Olschowsky, Dr. med. dent. Philipp Olschowsky2 Min. Lesezeit
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Eine Fallstudie von Dr. med. dent. Wolfram Olschowsky und Dr. med. dent. Philipp Olschowsky

Seit mehr als 25 Jahren ist das MDI-System am Markt und hat sich seither mit mehr als einer Million gesetzten Implantaten sehr bewährt. Erprobte Materialien und ein ausgereiftes OP-Protokoll lassen Miniimplantate zu einem mehr als bewährten Behandlungskonzept werden. Obwohl das operative Vorgehen auf eine minimal- invasive Schnittführung ausgelegt ist, wünschen sich sehr viele Behandler eine risikoarme transgingivale OP. Diesem Wunsch kann sehr leicht mit einer drei- dimensionalen Planung und vollnavigierten, schablonengestützten OP Rechnung getragen werden.

Anhand des vorgestellten Patientenfalls soll die gesamte Planung vom DVT über das schablonennavigierte Operieren bis hin zur Herstellung der finalen prothetischen Versorgung bei einer 53-jährigen Patientin Schritt für Schritt erläutert werden.

Therapieplanung

In unserer Praxis stellte sich eine 53-jährige Patientin mit einer parodontal abgestützten Modellgussprothese vor (Abb. 1). Der Zahn 24 war endodontisch behandelt worden und hatte eine Längsfraktur (Abb. 2). Die verbliebenen Oberkieferzähne 13 und 14 sollten mit Teleskopen versorgt werden. Die Patientin hatte frühzeitig ihre oberen Zähne verloren. Im Unterkiefer war Sie nahezu voll bezahnt. Das zur Ausgangsdiagnostik angefertigte DVT zeigte äußerst defizitäre Knochenverhältnisse (Abb. 3-5). Die Patientin war zu keiner größeren augmentativen Operation bereit. Somit musste das Konzept der klassischen Implantate verlassen werden. Um die beiden verbliebenen Zähne 13 und 14 in der Aufnahme der Kaukräfte zu unterstützen, planten wir die Insertion von fünf Miniimplantaten (ø 2,4 mm, Länge 13 mm (Abb. 6).

Für die virtuelle Planung wurde eine individuelle Korrekturabformung mit einem vorgefertigten Kunststofflöffel inklusive Legostein als Referenzgeometrie hergestellt (Abb. 7). Das dünnfließende Abformmaterial muss dabei röntgenopak sein (Zhermack hydrorise implant light body). Das DVT erfolgte mit eingesetzter Abformung im Mund und einer adäquaten Bisssperrung. Es werden zwei STL-Datensätze für die weitere Planung benötigt. Für den ersten Datensatz kommt das Gipsmodell mit noch aufgesetztem Löffel in einen Laborscanner (Abb. 8). Erst danach wird der Abformlöffel entfernt und ein weiterer Scanvorgang des „nackten Gipsmodells“ erfolgt.

Autoren

Dr. med. dent. Wolfram Olschowsky

Dr. med. dent. Wolfram Olschowsky

Dr. med. dent. Philipp Olschowsky

Dr. med. dent. Philipp Olschowsky

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