fallstudien
Zweiteilige Keramikimplantate und digitaler Workflow unter klinischen und zahntechnischen Aspekten
Ein 76-jähriger Patient stellte sich in der ambulanten Sprechstunde mit dem Wunsch nach kaufunktioneller Neuversorgung des Ober- und Unterkiefers vor. Der Patient hatte schon viel von Zahnimplantaten gehört, ihm missfiel jedoch der Gedanke, Zähne aus Titan in den Kiefer zu bekommen.

Eine Fallstudie von Michael Gahlert, Daniel Sandmair
Ein 76-jähriger Patient stellte sich in der ambulanten Sprechstunde mit dem Wunsch nach kaufunktioneller Neuversorgung des Ober- und Unterkiefers vor. Der Patient hatte schon viel von Zahnimplantaten gehört, ihm missfiel jedoch der Gedanke, Zähne aus Titan in den Kiefer zu bekommen. Er hatte von keramischen Zahnimplantaten gehört und wünschte eine genaue Aufklärung bezüglich dieses Themas.
Nach entsprechender klinischer und röntgenologischer Diagnostik (Abb. 1a, b) wurden vier zweiteilige Keramikimplantate (Pure Ceramic, Straumann Group) für die Insertion im Oberkiefer geplant (Abb. 2). Der Entscheidung bei der Auswahl dieser Medizinprodukte lag auch der Umstand zugrunde, dass die Implantate für systemimmanente Scanbodies kompatibel sind und über eine wissenschaftlich erprobte mikroraue Oberfläche verfügen, die sich schon bei der einteiligen Variante des Keramikimplantates (Monotype Pure Ceramic, Straumann Group) seit Jahren auf dem Erfolgsniveau vergleichbarer Titanimplantate bewährt hat.
Nach komplikationsloser dreimonatiger Osseointegration (Abb. 3) wurden die Implantate zur prothetischen Versorgung vorbereitet (Abb. 4). Die abnehmbare teleskopierende Brücke sollte im digitalen Workflow hergestellt werden. Hierfür wurden zunächst die zum Implantatsystem passenden Scanbodies im Mund mit den Implantaten verschraubt und die Situation mit dem Intraoralscanner (iTero, Align) digitalisiert (Abb. 5a).









