DGI-Kongress 2026: Erfahrung trifft Innovation
Der 40. DGI-Kongress in Hamburg stellt aktuelle Entwicklungen der Implantologie in den Fokus. Von Augmentationschirurgie bis digitale Workflows erwartet die Teilnehmenden ein breit gefächertes Programm mit internationalem Austausch, praxisnahen Impulsen und speziellen Formaten für den Nachwuchs.

Interview mit Dr. Leoni Spilker (DGI-Kongresspräsidentin) und Dr. Philip Keeve (DGI-Kongresspräsident)
Der 40. DGI-Kongress steht unter dem Leitmotiv ‚Erfahrung trifft Innovation‘. Welche inhaltlichen Schwerpunkte und Programmhighlights dürfen wir in Hamburg besonders erwarten?
Leoni Spilker: Das Leitmotiv ‚Erfahrung trifft Innovation‘ bringt auf den Punkt, worum es uns bei diesem Kongress geht: Wir wollen bewährte klinische Konzepte kritisch überprüfen und weiterentwickeln, indem wir neue Techniken und Erkenntnisse integrieren. Da die Forschung im Bereich Implantologie kontinuierlich neues Wissen generiert, deckt die Tagung ein breites Themenspektrum ab. Es geht um Entwicklungen in der Augmentationschirurgie, um Strategien im Umgang mit periimplantären Erkrankungen oder um digitale Planungs- und Behandlungskonzepte.
Schwerpunkte liegen auch auf ästhetischen Fragestellungen in der Implantatprothetik sowie auf Therapiekonzepten für ältere Patientinnen und Patienten.
Das wissenschaftliche Programm versammelt zahlreiche renommierte Referenten aus Praxis und Wissenschaft. Nach welchen Kriterien haben Sie die Speaker ausgewählt und welche Impulse sollen sie für die implantologische Praxis geben?
Philip Keeve: Bei der Auswahl der Speaker war uns wie bei allen DGI-Kongressen die Ausgewogenheit von Praxis und Wissenschaft wichtig. Führende und international anerkannte Forschende und Praktiker präsentieren aktuelle Studien und neue Erkenntnisse. Alle Vorträge haben konkrete Relevanz für den Alltag in Kliniken und Praxen, damit alle von diesem Kongress Impulse für ihre Arbeit mitnehmen – egal ob sie in der Wissenschaft oder in der Praxis tätig sind.
Ein besonderes Element des Kongresses ist die Beteiligung der DGI Next Generation mit eigenen Formaten für den implantologischen Nachwuchs. Welche Rolle spielt diese Initiative im Gesamtkonzept des Kongresses und welche Chancen bietet sie?
Leoni Spilker: Der Nachwuchs spielt für uns eine sehr wichtige Rolle. Durch ihre Teilnahme am Kongress können junge Kolleginnen und Kollegen einen Zugang zur Implantologie und zur DGI finden. Junge und neue Mitglieder können sich vernetzen, mitdiskutieren und ihre Perspektiven einbringen. Wir wissen vom Team unserer Next Generation, dass diese Angebote und Möglichkeiten in der frühen Phase der beruflichen Entwicklung hilfreich und wichtig sind.
Welche internationalen Perspektiven und Referenten prägen den DGI-Kongress 2026 und welche Bedeutung hat dies für die Weiterentwicklung des Fachgebiets?
Philip Keeve: Die Implantologie ist international geprägt und vernetzt. Viele Innovationen entstehen im Austausch zwischen Forschungseinrichtungen, Kliniken und Praxen über Ländergrenzen hinweg. Deshalb ist uns auch der internationale Austausch wichtig. Dies zeigen eine Session ‚DGI meets EAO‘, ein Austausch mit der European Association for Osseointegration sowie eine Sitzung mit Kolleginnen und Kollegen aus Österreich (ÖGI). Die Sitzung ‚DGI meets DGPro‘ betont den interdisziplinären Austausch mit anderen Fachbereichen. Austausch erweitert den Blick und regt an, die eigenen Routinen kritisch zu hinterfragen. Hinzu kommt eine Masterclass von Christian Coachman über die digitalen Chancen der Fallplanung. Er hält auch eine Keynote im Plenum: ‚7 Steps to ideal dentistry‘.
Was macht den DGI-Kongress aus Ihrer Sicht für Praktikerinnen und Praktiker besonders relevant und welchen Mehrwert sollten sie aus Hamburg mit in ihren Praxisalltag nehmen?
Die besondere Stärke des DGI-Kongresses liegt darin, dass wissenschaftliche Evidenz und klinische Erfahrung verknüpft werden. Die Teilnehmenden bekommen nicht nur einen Überblick über aktuelle Studien und neue Entwicklungen, sondern erfahren auch, wie sich diese in ihre Behandlungskonzepte übersetzen lassen. So lässt sich das eigene Wissen aktualisieren und man nimmt praktische Anregungen und Inspirationen für den Alltag mit in die Praxis.




