Zero Periimplantitis: Zu schön, um wahr zu sein?
Zero Periimplantitis: Neben den Besonderheiten der oralen Gesundheit bei Frauen und den Zusammenhängen zwischen kompromittiertem Parodont und Multimorbidität oder häufigeren Komplikationen bei schweren chirurgischen Eingriffen lag ein weiterer Fokus bei der EuroPerio 11 auf der Behandlung und Prävention der Periimplantitis.

Zero Periimplantitis: Neben den Besonderheiten der oralen Gesundheit bei Frauen und den Zusammenhängen zwischen kompromittiertem Parodont und Multimorbidität oder häufigeren Komplikationen bei schweren chirurgischen Eingriffen lag ein weiterer Fokus bei der EuroPerio 11 auf der Behandlung und Prävention der Periimplantitis. Bild: Prof. Dr. Andrea Pilloni, Prof. Dr. Gil Alcoforado, Dr. Roland Glauser und Prof. Dr. Dr. Anton Sculean
Nicht umsonst gilt die alle drei Jahre stattfindende EuroPerio der EFP inzwischen als der weltgrößte Kongress nicht nur für Parodontologie, sondern auch für die Implantologie. Die Bedeutung des Weichgewebes für den implantologischen Langzeiterfolg geht weit über den rein ästhetischen Aspekt hinaus. Unabhängig davon, auf welche Prozentzahl der auch diesmal dazu divergierenden aktuellen Studien man sich einigen will: Eine Periimplantitis ist für den einzelnen Patienten und dessen Behandlerin und Behandler immer eine zu viel.
Zero Periimplantitis – zu schön, um wahr zu sein?
Den hohen Aufmerksamkeitsgrad des Themas zeigte die vollständig ausgebuchte besondere Session „Zero Periimplantitis“ des Herstellers Patent Systems. Im Mittelpunkt stand der erstmals wissenschaftliche belegte und bei Patent Implantaten einzigartige nahtlose Weichgewebsverbund zwischen der transmukosalen Oberfläche eines Implantates und dem periimplantären Weichgewebe. Der Verbund dient als dynamische Abwehrbarriere gegen Plaque und Bakterien, wodurch Langzeitstudien zufolge Periimplantitis vermieden werden kann. Erzeugt wird er durch eine Kombination aus spezieller Oberflächentopographie, Oberflächenchemie und Materialkomposition und dem Tissue-Level-Protokoll. Zu letzterem äußerte Prof. Dr. Gil Alcoforado: „Meine persönlichen klinischen Erfahrungen haben gezeigt, dass es mit Bone-Level-Implantaten mehr Probleme gibt, weshalb ich zunehmend zum Tissue-Level-Konzept zurückgehe“, und auch Prof. Dr. Dr. Anton Sculean bestätigte: „Insbesondere bei einer parodontal kompromittierten Bezahnung macht es mehr Sinn, den Fokus auf Tissue-Level-Implantate zu legen.“ Eine Langzeitstudie der Medizinischen Universität Graz bestätigt diesen Ansatz. In dieser wurde bei zweiteiligen Patent-Implantaten nach zwölf Jahren keine Periimplantitis festgestellt – selbst bei Risikopatienten mit aktiver Parodontitis, Allgemeinerkrankungen, schlechter Mundhygiene und Rauchern. Eine weitere Langzeituntersuchung, eine Neun-Jahresstudie der Universität Düsseldorf, bestätigt den Befund von keiner Periimplantitis und zeigt zudem, dass die Weichgewebssituation bei Patent-Implantaten mit Sondierungstiefen von durchschnittlich 3 mm vergleichbar mit gesunden natürlichen Zähnen ist.


Periimplantitis: Prävention ist möglich!
Durch den besonderen Weichgewebsverbund kann Periimplantitis vorgebeugt werden – selbst bei Risikopatienten mit komprommittierenden Habits oder Vorerkrankungen. Mit dem Patent System steht erstmals eine evidenzbasierte Behandlung zur Verfügung, die der aktuell größten Herausforderung der modernen Implantologie erfolgreich vorbeugt. Sculean: „Wenn es möglich ist, periimplantäre Erkrankungen präventiv zu vermeiden, muss dies der neue Standard in der Implantologie werden!“






