Prof. Dr. Mia Rakic ist zur Präsidentin der European Federation of Periodontology (EFP) ernannt worden. Sie folgt auf Prof. Dr. Spyros Vassilopoulos und will sich besonders auf die Stärkung der Forschungszusammenarbeit sowie auf den Ausbau einer belastbareren Evidenzbasis für gesundheitspolitische Maßnahmen zur parodontalen Gesundheit in Europa konzentrieren.
„Die Sensibilisierung für parodontale Gesundheit bleibt eine zentrale Priorität der EFP, die durch Fortbildung, Initiativen zur öffentlichen Aufklärung und die Zusammenarbeit mit der medizinischen Fachwelt unterstützt wird“, sagte Rakic. „Eine meiner Prioritäten ist der Aufbau eines europäischen wissenschaftlichen Netzwerks innerhalb der EFP, um die Verbindungen zwischen Forschenden, nationalen Fachgesellschaften und EFP-Komitees zu stärken. Durch einen regelmäßigen Dialog mit den nationalen Fachgesellschaften können wir ihre Bedürfnisse und Herausforderungen besser verstehen und diese an die zuständigen Komitees weitergeben“, fügte sie hinzu.
Rakic will außerdem ein strukturiertes Netzwerk aufbauen, das in der Lage ist, koordinierte epidemiologische Studien und Surveillance-Studien in Europa durchzuführen. Eine solche Stärkung der Evidenzbasis würde auch die Interessenvertretung gegenüber Organisationen wie der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation untermauern.
„Im Verlauf meines beruflichen Weges wurde ich in verschiedenen europäischen Ländern ausgebildet und war dort tätig. Dadurch konnte ich die Vielfalt des parodontologischen Berufsbildes erleben. Ein weiteres Privileg war es, in der EFP zu wachsen und über Jahre hinweg aktiv in der Föderation mitzuwirken. So konnte ich ein gutes Verständnis für die Parodontologie, die Funktionsweise der Föderation sowie die Bedürfnisse und Erwartungen der Mitgliedsgesellschaften entwickeln“, erklärte sie.
Rakic ist Professorin an der Abteilung für Parodontologie der Fakultät für Zahnmedizin und Leiterin des Robert K. Schenk Laboratory for Oral Histology an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern in der Schweiz. Sie ist Spezialistin für Parodontologie und Oralmedizin sowie anerkannte Expertin für das personalisierte Management von Knochenpathologien.
„Während meiner Präsidentschaft möchte ich die Einbindung jüngerer Fachkräfte in die Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften stärken. Sie sind häufig besonders wirksam darin, komplexe Informationen an unterschiedliche Zielgruppen zu vermitteln, darunter Gesundheitsberufe, politische Entscheidungsträger und Patientinnen und Patienten. Ich bin zudem die jüngste Präsidentin in der Geschichte der Föderation, was das Engagement der EFP für Chancengleichheit widerspiegelt“, sagte sie.
