Implantmed Plus II: Implantologie mit digitalem Rückenwind
Mehr Überblick, weniger Papierkram: Das Implantmed Plus II unterstützt chirurgische Workflows von der Fallplanung bis zur Dokumentation.

Interview mit Dr. med. dent. Robin Möbius, Implantologe
In welchen Behandlungssituationen spielt das Implantmed Plus II seine Stärken aus Ihrer Sicht besonders aus?
Ich setze es bei sämtlichen implantologischen Eingriffen in meiner Praxis ein. Seine Stärken liegen in der präzisen Drehmomentkontrolle und der Unterstützung bei der Stabilitätskontrolle. Das ermöglicht eine kontrollierte Implantatinsertion und liefert wichtige Informationen zur Primärstabilität. Dadurch unterstützt das System einen sicheren und effizienten Behandlungsablauf und trägt zu einer hohen Präzision bei der Implantatinsertion bei.
W&H beschreibt das Implantmed Plus II als digitale Assistenz für die moderne Implantologie. Welche Funktionen erleichtern Ihnen konkret den Praxisalltag?
Für mich beginnt die digitale Assistenz bereits vor dem eigentlichen Eingriff. Jeden Fall vorab zu planen und das Bohrprotokoll direkt im Gerät zu hinterlegen, macht alle relevanten Informationen am Behandlungstag sofort verfügbar. Das schafft Sicherheit und macht den Eingriff effizienter. Besonders wertvoll ist für mich zudem die automatisierte Dokumentation. Über die integrierte Kamera können verwendete Materialien und Chargen direkt erfasst und in ioDent dokumentiert werden. Nach dem Eingriff muss der generierte Report lediglich in die Patientenakte unseres Praxisverwaltungssystems importiert werden.
Im Vergleich zur manuellen Erfassung von Chargennummern bedeutet das eine erhebliche Zeitersparnis und reduziert gleichzeitig das Risiko von Dokumentationsfehlern.
Welche Ausstattungsmerkmale haben sich in Ihrer Praxis als besonders hilfreich erwiesen – und warum?
Besonders hilfreich sind die Scanfunktion und ioDent-Anbindung. Sie unterstützen einen effizienten Dokumentationsworkflow: Materialien und Chargen werden automatisch erfasst, die Nachverfolgung vereinfacht und der administrative Aufwand reduziert. Auch das intelligente Light-Guide-System hat sich als nützliche Unterstützung erwiesen. Die visuelle Führung liefert wichtige Orientierungspunkte während der Behandlung und hilft dabei, sich auf die wesentlichen klinischen Schritte zu konzentrieren. Dadurch wird der Workflow zusätzlich unterstützt und die Handhabung des Systems insgesamt intuitiver.
Drehzahlbereich, Drehmoment, Kühlmittelfluss oder Bedienkonzept: Welche Parameter sind für Sie klinisch besonders relevant?
Aus klinischer Sicht sind alle genannten Parameter von großer Bedeutung, da sie unmittelbar Einfluss auf die Sicherheit, Präzision und Vorhersagbarkeit einer Implantation haben. Drehzahl, Drehmoment und Kühlmittelfluss müssen in jeder Phase des Eingriffs optimal aufeinander abgestimmt sein, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen und die biologischen Voraussetzungen bestmöglich zu unterstützen. Besonders wichtig ist für mich daher die Möglichkeit, diese Parameter bereits im Vorfeld fallbezogen zu planen und im System zu hinterlegen. So kann ich mich während des Eingriffs auf die chirurgischen Schritte konzentrieren, während die hinterlegten Einstellungen für einen standardisierten und reproduzierbaren Ablauf sorgen. Das erhöht nicht nur die Effizienz, sondern trägt auch zu einer hohen Prozesssicherheit bei.
Das Piezomed modul Plus II lässt sich direkt mit dem Implantmed Plus II kombinieren. Welche Vorteile bietet Ihnen diese modulare „Zwei-in-eins“-Lösung bei piezochirurgischen Indikationen?
Das Piezomed module Plus II setze ich derzeit noch nicht in meiner Praxis ein. Dennoch sehe ich im modularen Konzept einen großen Vorteil: Das System lässt sich bei Bedarf nachrüsten, ohne in eine neue Geräteinfrastruktur investieren zu müssen. Attraktiv ist die nahtlose Integration in das vorhandene Implantmed Plus II, die zusätzliche piezochirurgische Anwendungen in einen vertrauten Workflow einbindet. Aus meiner Sicht ist das ein zukunftsorientierter Ansatz, der Investitionssicherheit mit Flexibilität verbindet.




