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PIP vor Ort

Abschiedssymposium Prof. Heiner Weber

Auf eine so lange Wirkenszeit kommen nicht viele Professoren, was allein schon daran liegt, dass Heiner Weber bereits im zarten und – nach heutiger Sprachregelung „hochbegabten“ – Al…

pip Redaktion4 Min. Lesezeit
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Das hätte ihm so gepasst – sich nach 37 Jahren einfach so vom Campus schleichen. Aber jeder Mann „hat die Mitarbeiter, die er hat“, sagte bereits Konrad Adenauer. So legte sich eine ganze Abteilung unter Leitung von PD Dr. Eva Engel und der emsigen Organisation von Anne Eichler ins Zeug, und bereitete ihrem scheidenden Hochschullehrer Herrn Prof. Heiner Weber am 14.12. 2018 an der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Tübingen ein zu Herzen gehendes und würdiges Abschiedssymposium. Die Bedingung für die Teilnahme war ein schlichtes „Freundschaft mit Prof. Dr. H. Weber“, und es brachte den Hörsaal zum Bersten.

Auf eine so lange Wirkenszeit kommen nicht viele Professoren, was allein schon daran liegt, dass Heiner Weber bereits im zarten und – nach heutiger Sprachregelung „hochbegabten“ – Alter von 32 Jahren auf sein Ordinariat berufen wurde. Auch ihn erreichte immer wieder der Lockruf anderer Fakultäten, doch er sah in Tübingen so viel Exzellenz, Entwicklungsmöglichkeiten und Potential, dass er seiner ersten Wirkungsstätte ein gesamtes langes Berufsleben treu blieb. Das Ruhrgebiets- und einstige Großstadtkind Weber hatte auch bald erkannt, welch weltoffene, freie, liebens-und lebenswürdige Stadt das scheinbar kleine Tübingen ist.

Heiner Weber knüpfte und pflegte sowohl an der Universität wie auch national und international viele enge und im Laufe der Zeit sehr persönliche und tragfähige Kontakte. Seine Neugier auf Menschen, aber auch seine schnelle Auffassungsgabe und ein ausgeprägtes politisches Gespür waren nicht nur für die Führungsaufgaben innerhalb seiner Abteilung, sondern für das gesamte Klinikum oft eine große Hilfe.

Für seine eigenen ebenso wie die Mitarbeiter anderer Abteilungen hat Prof. Heiner Weber sich immer maximal in die Brust geworfen. Wissenschaftliche Interessen und Fortschritte des zahnärztlichen Tuns hat er nicht nur gefördert, sondern als seiner eigenen Arbeiten gleichwertig angesehen und anerkannt. Ebenso wenig machte er im persönlichen Umgang einen Unterschied zum nichtwissenschaftlichen Personal der Klinik. Alle wussten stets: Auf Weber ist Verlass. Nur daraus entsteht jene tiefe und spürbare herzliche Verbundenheit, die nun sein Abschiedssymposium begleitete, und vielen eine Träne der Rührung ins Auge treten ließ.

„Leider können für die Teilnahme keine Fortbildungspunkte vergeben werden“, hatte die Abteilung der Uniklinik launig auf dem Einladungsflyer vermerkt. Doch – aber die Punkte für tiefe Dankbarkeit und Respekt, kollegiale Verbundenheit und Ehrerbietung, Freundschaft und Liebe werden an anderer Stelle vergeben als bei der Zahnärztekammer. Für seinen nächsten Lebensabschnitt, der bei seinem Temperament mit „Ruhestand“ kaum richtig bezeichnet würde, ist Prof. Heiner Weber damit gut gerüstet.

…und über 200 sind gekommen!

…und über 200 sind gekommen!

So ein herzlicher Empfang
Der Hörsaal zum Bersten gefüllt
Oberärztin und Kommissarische Leiterin der Abteilung Priv.-Doz. Dr. Eva-Maria Engel übergibt ihrem ehemaligen Chef das beeindruckende Programm
Selbst Emeritus Prof. Erich Körber gab sich die Ehre
Prof. Bamberg übergibt ein gebundenes Klinikforum der letzten 20 Jahre – „Damit Du nie vergisst, was Du hier alles geleistet hast !“
Dr. Groten und sein sehr amüsanter „Weg mit Prof. Heiner Weber“
Zwischen Lachen und Rührung: Freunde, Mitarbeiter, einstige Studenten und Habilitanden und andere Wegbegleiter
Prof. Dr. Gómez Román, Habilitand des Jahres 2001, bereicherte das Symposium auch mit einem wissenschaftlichen Beitrag zur Überlebensdauer von Implantaten
Prof. Dr. Geis-Gerstofer erzählt Spannendes zur Gründung der Sektion für Medizinische Werkstoffkunde und Technologie, für die Heiner Weber wichtiger und kämpferischer Impulsgeber war
Der erste Habilitand aus dem Jahr 1992 leitet heute selber eine zahnärztliche Prothetik…
… an der Universität Halle: Prof. Setz findet viele warme Worte und betont Heiner Webers Engagement für die AG Dentale Technologie
Der Kaufmännische Direkt der Universitätsklinik Tübingen, Dipl.Kfm. und Dipl.Pol. Strehl sieht die 10 C-Kriterien des Top-Managers Lee Iacocca für echte Leader bei Heiner Weber erfüllt und fügt noch ein 11. Kriterium hinzu: Credibility – Glaubhaftigkeit.
Als Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung blickt Prof. Dr. Löst…
…sehr humorvoll auf 28 gemeinsame Jahre der Co-Direktorenschaft mit Heiner Weber zurück.
Extra aus dem fernen Bremen angereist gratulieren für die Bego Implant Systems Frau Dr. Nina Chuchracky (rechts) und Rainer Gryzik (links)

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