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Bego Dialoge bringen Zahnmedizin und Zahntechnik zusammen

Die Bego Dialoge 2024 führen zusammen, was zusammengehört. Ziel der dreitägigen Veranstaltung in Bremen war es, Zahnmediziner und Zahntechniker an einen Tisch zu bekommen. Und das schaffte man mit Bravour.

pip Redaktion Berlin2 Min. Lesezeit
Bego Dialoge

Die Bego Dialoge 2024 führen zusammen, was zusammengehört. Ziel der dreitägigen Veranstaltung in Bremen war es, Zahnmediziner und Zahntechniker an einen Tisch zu bekommen. Und das schaffte man mit Bravour. Bild: Rund 200 Teilnehmer nutzten bei den Bego Dialogen 2024 den interdisziplinären Austausch.

Dabei wurden im Programm die Themen wie vom Implantat zur Suprakonstruktion, digitale Lösungen im Praxisalltag bis hin zu prothetischen Versorgungsmöglichkeiten und den Herausforderungen bei der Anwendung von digitalen Lösungen in den Fokus gerückt. Das bestätigten auch die beiden Kongresspräsidenten Dr. Dr. Markus Tröltzsch und Ralf Suckert.

Wo stehen wir eigentlich in der analogen und digitalen Implantatprothetik? Diese Frage beantwortete Prof. Dr. Petra Gierthmühlen. Sie selbst präferiert den digitalen Workflow in der Implantatprothetik, insbesondere wegen der damit einhergehenden Vorhersagbarkeit.

Vom Datensatz zum Zahnersatz

Josef Schweiger, Leiter des Zahntechniker-Labors der Universität München, konnte Prof. Giertmühlen nur zustimmen und gab in Bremen ein Update zu digitalen Technologien. Sein Motto: Vom Datensatz zum Zahnersatz. „Die Zukunftsfähigkeit vieler Labore hängt vom Digitalisierungsgrad ab“, betonte er. Wegen der Vorteile wie Wirtschaftlichkeit und Schnelligkeit sei die Digitalisierung die konsequente Entwicklung. Planungsstrategien für ästhetische Implantatversorgungen skizzierte Dr. Dr. Snjezana Pohl. Mittlerweile seien die Protokolle so angepasst, dass Sofortimplantationen in der ästhetischen Zone selbst bei kleineren knöchernen Defekten möglich seien, so die Oralchirurgin. Einen spannenden Grundlagenvortrag hielt Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas. Grundsätzlich sei die Osseointegration ein immunologischer Prozess. „Deshalb kann die Implantatheilung nicht isoliert betrachtet werden“, betonte er. Noch nicht absehbar seien der Einfluss von Antibiotikaprophylaxe und Vitamin D.

Neue Trends bei Augmentationen und in der Implantatprothetik

Im Feld der Augmentationstechniken tut sich einiges, wie Priv.-Doz. Dr. Amely Hartmann zeigte. Dr. Hartmann rät dazu, defektabhängig zu augmentieren und ständig up to date zu bleiben. Gerade Trends wie die Digitalisierung, CBR, allogene Schalentechnik oder Hyaluronsäure könnten zukünftig vielversprechende Ansätze liefern. Bianka Rieken zeigte in ihrem Vortrag zur Personalführung auf amüsante Art und Weise, worauf bei Mitarbeitern der Generation Z geachtet werden sollte. Die wichtigste Message dahinter: Zahnarztpraxen und Labore kämpfen mit dem Fachkräftemangel, der sich weiter verschlimmern wird. Deshalb müsse man sich auf diese neue Generation an Arbeitskräften einlassen. Priv.-Doz. Dr. Dr. Silvia Brandt und Dr. Tuba Aini stellten die Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks in der Prothetik vor. Optimierungspotenzial gebe es laut der Expertinnen noch für 3D-gedruckte Prothesen, vielversprechend sind die Erfahrungen für die Modellgussprothetik. Bereits etabliert haben sich in vielen Praxen und Laboren 3D-gedruckte Modelle, individuelle Löffel und chirurgische Schablonen.

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