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PIP vor Ort

Camlog-Jubiläumsfeier mit Emotionen, Familie und tollen Vorträgen

pip Redaktion5 Min. Lesezeit
Bei der Jubiläumsfeier durfte natürlich auch eine Torte nicht fehlen. Es waren sogar zwei, damit alle 800 Gäste ein Stückchen bekamen. Angeschnitten wurde die Torte von den aktuellen Camlog-Geschäftsführern und ihrem Vorgänger Michael Ludwig.

„25 years of making connections“, lautete das Motto des Camlog-Jubiläumskongresses in der Motorwelt Metzingen. Mehr als 800 Gäste der großen Camlog-Familie kamen zum Gratulieren und Feiern zusammen. Als Geschenk von Camlog zum eigenen Jubiläum gab es für die Teilnehmer ein tolles Kongressprogramm mit hochkarätigen Referenten an zwei Tagen, die nicht nur auf die vergangenen 25 Jahre blickten, sondern auch den Blick nach vorne richteten. Wir zeigen bereits einen ersten Blick auf die zwei ereignisreichen Tage, von denen noch lange gesprochen werden wird.

Den Anfang der Top-Referentenriege machte Prof. Dr. Bilal Al-Nawas, der einen Blick auf 25 Jahre Wissenschaft mit Camlog-Implantaten warf. Speziell für das Jubiläum ließ er an der Uniklinik Mainz eine Mitarbeiterin die Patienten der ersten Camlog-Implantat-Serie von 2002 bis 2009 nachuntersuchen. Damals wurden in dieser Zeit 325 Patienten mit 1102 Implantate versorgt und jetzt versucht, diese Patienten zu erreichen und nachzuuntersuchen. Die erstaunlichen Ergebnisse: Die Langzeitüberlebensrate beträgt mehr als 90 Prozent und die Periimplantitis-Rate weniger als zehn Prozent. Nicht vergessen sollte man, wie Al-Nawas betonte, dass die Patienten an der Uniklinik meist Fälle mit schwierigen Verhältnissen (atrophierte Kiefer, Strahlenpatienten etc.) sind.
Prof. Dr. Florian Beuer stellte in seinem Vortrag vor, wie die Implantolgie die zahnärztliche Prothetik erst richtig möglich gemacht oder zumindest entscheidend verändert hat. Komplizierte Konstruktionen, um herausnehmbare Restaurationen an Zähnen zu verankern, gehört heute der Vergangenheit an. Oder sollte es zumindest. Beuers Wunsch ist, dass dem auch zukünftig stärker in der universitären Ausbildung Rechnung getragen wird.
Von 25 Jahren klinischer Erfahrung berichtete Dr. Claudio Cacaci, der zeigte, wie er durch Gerhard Neuendorff mit Camlog-Implantaten in Berührung kam und anhand von Fallbeispielen seinen Camlog-Werdegang von Conelog bis hin zur Progressive Line nachzeichnete.
Die beiden Camlog-Geschäftsführer Martin Lugert (r.) und Markus Stammen eröffneten den Jubiläumskongress und begrüßten die „Camlog-Familie“ in Metzingen. Denn eines machten beide klar: „Ohne unsere Kunden wären wir nichts und würden jetzt nicht hier vorne stehen können.“ Emotional wurden sie bei der Ehrung der Camlog-Gründergruppe um Dr. Axel Kirsch, Dr. Karl-Ludwig Ackermann und ZTM Gerhard Neuendorff sowie des langjährigen Camlog-Geschäftsführers Michael Ludwig.
Für PD Dr. Gerhard Iglhaut ist der digitale Worflow mittlerweile der Schlüssel zum Behandlungserfolg. Vor drei Jahren hat er seine Praxis in Memmingen komplett digital modernisiert. „Ich arbeite mit Implantaten nur noch schablonengeführt und durch die digitale Planung erreiche ich ein backward planning in Perfektion, sagte Iglhaut. Wenn er hört, dass gerade einmal zehn Prozent der Kollegen mit guided surgery arbeiten, rät er gerade den jungen Kolleginnen und Kollegen: „Fangt damit an!“ Auch für die Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker sei der digitale Workflow klar von Vorteil.
Dr. Jan Klenke zeigte in seinem Vortrag in welchen klinischen Situationen Biomaterialien mit Erfolg eingesetzt werden können und mit welchen chirurgischen Techniken sich vorhersagbare Ergebnisse erzielen lassen. Gleichzeitig zeigte Klenke auch die möglichen indikationsbezogenen Grenzen augmentativer Maßnahmen mit Biomaterialien. So seien beim Weichgewebe Biomaterialien kein Ersatz für das Freie Schleimhauttransplantat, können bei größeren Fällen aber ergänzend eingesetzt werden.
Einen tollen Job leistete das Moderatoren-Trio Dr. Caroline Gommel (r.), Dr. Sven-Marcus Beschnidt und Prof. Dr. Katja Nelson, die auf unterhaltsame Art und Weise durch das zweitägige Programm führten.
Parallel zum Kongress fand ein Weltrekord-Versuch statt. Der dentale Podcast „Erst Hose, dann Socken“ schaffte es mit 36 Stunden am Stück Podcast-Aufnahmen ins Guiness Buch der Rekorde zu kommen.
Die Messbarkeit von Primär- und Sekundärstabilität anhand der ISQ-Werte bei Sofortbelastung stellte Dr. Jörg-Martin Ruppin in den Fokus. Dabei zeigte er mit der socket shield-Technik auch eine seiner Lieblingstechniken. Er bezeichnet sie sogar als „game changer“. Dabei wird eine Wurzelscheibe in der Alveole belassen, um den Verlust der bukkalen Lamelle und des Weichgewebes zu verhindern.
Ein tolles Gimmick für das Jubiläum: Camlog-Mitarbeiter und Referenten erkannte man direkt an den extra für den 25. Geburtstag gebrandeten Schuhen.
Der zweite Kongresstag nahm genauso schnell Fahrt auf wie der erste: Prof. Dr. Frank Schwarz widerlegte einige der hartnäckigsten Irrtümer der Implantologie. Denn noch immer werde eine Sofortimplantation mit ästhetischen Komplikationen assoziiert oder behauptet, Barrieremembranen würden die schnelle Proliferation von Bindegewebe und Epithelzellen im Defektbereich verhindern. Falsch sei auch die Annahme, dass Keramikimplantate weniger periimplantäre Mukositis bekommen würden, diese aber in der Tat eine geringere Prävalenz für Periimplantitis hätten.
Ästhetische 3D-Rekonstruktion mit Hart- und Weichgewebetechniken hatte Prof. Dr. Michael Stimmelmayr als Thema. Ideal sei es, wenn man sich nach der Behandlung fragen muss, wo das Implantat eigentlich gesetzt sei. Für dieses Ziel ist oftmals ein dreidimensionaler Ausbau im Hart- und Weichgewebe nötig. Was ihn oft erstaune, seien Oralchirurgen, die noch nie ein Weichgewebstransplantat gesetzt haben. Dabei sei anhand zahlreicher Studienergebnisse klar, dass man in der Gingivahöhe mindestens zwei, besser drei Millimeter und bei der Gingivadicke mindestens zwei Millimeter bräuchte. Ist das Weichgewebe nicht vorhanden, muss ein Bindegewebstransplantat die Lücke auffüllen.
Wie wichtig positive Kommunikation in der Zahnarztpraxis sein kann, um beim Patienten eine angstfreie Umgebung zu schaffen, betonte Dr. Dr. Annette Strunz. Zudem gilt es in Beratungsgesprächen auch aufmerksam zu sein, um die Bedürfnisse des Patienten erfahren zu können. Passend dazu stellt Camlog im Dezember ein neues Oral Health Programm für die Patienten vor, das bei der Implantatnachsorge unterstützen soll.
Die Motorwelt in Metzingen war restlos ausverkauft. Mehr als 800 Teilnehmer kamen zum Jubiläumskongress.
Bei der Jubiläumsfeier durfte natürlich auch eine Torte nicht fehlen. Es waren sogar zwei, damit alle 800 Gäste ein Stückchen bekamen. Angeschnitten wurde die Torte von den aktuellen Camlog-Geschäftsführern und ihrem Vorgänger Michael Ludwig.

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