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EuroPerio 11: EFP und Osteology – Grenzen verschieben

Am 14. Mai 2025 veranstalteten die Osteology Foundation und die European Federation of Periodontology (EFP) eine hochkarätige gemeinsame Sitzung während der EuroPerio11 in Wien.

pip Redaktion Berlin3 Min. Lesezeit
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EuroPerio 11: Am 14. Mai 2025 veranstalteten die Osteology Foundation und die European Federation of Periodontology (EFP) eine hochkarätige gemeinsame Sitzung während der EuroPerio11 in Wien. Die Veranstaltung im Plenarsaal C zog über 3.000 Teilnehmer an und war damit die größte Sitzung, die die Osteology Foundation je organisiert hat. Sechs führende Experten präsentierten Perspektiven zur Weiterentwicklung regenerativer Behandlungen – von der Erstdiagnose bis hin zu klinischen Entscheidungen unter Druck.

Die EuroPerio 11 in Wien: Moderiert von Tali Chackartchi und Ronald Jung, präsentierten Istvan Urban, Isabella Rocchietta, Giovanni Zucchelli und Otto Zuhr komplexe regenerative Fälle. Sie beleuchteten dabei nicht nur die klinischen Herausforderungen, sondern auch persönliche und professionelle Grenzen – und gaben offen zu, welche Aspekte sie nervös machten.

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EuroPerio 11: Augmentation und Weichgeweberegenration

Eröffnet wurde die Sitzung von Istvan Urban, der für seine chirurgische Fähigkeiten bekannt ist. Bevor er einen spektakulären Fall der vertikalen Knochenaugmentation mit seiner bekannten Sausage-Technik präsentierte, sprach er offen über den Respekt und die sorgfältige Abwägung der Risiken. Trotz seiner umfangreichen Erfahrung räumte er ein, dass komplexe Fälle ein gewisses Maß an Nervosität hervorrufen – und zeigte, wie er diese meisterte, um herausragende Ergebnisse zu erzielen. Anschließend sprach Isabella Rocchietta einen der kraftvollsten Sätze der Sitzung, indem sie auf die emotionalen Grenzen der Behandlung einging:

„Wir müssen wissen, wann wir zurücktreten. Nein zu sagen erfordert Ehrlichkeit und die Fähigkeit, das eigene Ego zugunsten des Patienten zurückzustellen. Ohne Gewissheit zu handeln ist moralisch nicht vertretbar. Wenn ich nicht gut genug bin, überweise ich an jemanden, der es ist.“ Istvan Urban

Giovanni Zucchelli präsentierte danach ein besonders anspruchsvolles klinisches Szenario zur Weichgeweberegeneration im ästhetischen Bereich und betonte: „Die Nähe zwischen Zahn und Implantat ist eine der kritischsten Situationen für die Weichgeweberegeneration.“ Zum Abschluss der Vortragsreihe erinnerte Otto Zuhr an die Bedeutung patientenzentrierter Behandlungsentscheidungen: „Man muss die Entscheidung im Einklang mit der Lebensqualität des einzelnen Patienten treffen. Wir müssen auf Augenhöhe mit dem Patienten agieren.“ Zudem hob er hervor, dass langfristiger Erfolg auf drei Säulen beruht – evidenzbasierte Kenntnisse, fundierte Entscheidungen und handwerkliches Können – und dass das Vernachlässigen einer dieser Säulen den gesamten Behandlungsprozess gefährdet.

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Interdisziplinär denken

In der anschließenden Diskussionsrunde schloss Tali Chackartchi mit einer Reflexion über klinische Entscheidungsfindung: „Wir müssen die Biologie des Gewebes verstehen, um die Grenzen zu kennen.“ Ihre Aussage unterstrich die zentrale Botschaft der Sitzung – dass das Anerkennen von Grenzen entscheidend für den langfristigen Erfolg regenerativer Behandlungen ist. Mit mehr als 3.000 Teilnehmern war diese Sitzung das größte Event, das die Osteology Foundation je organisiert hat – ein beeindruckender Meilenstein, der die weltweite Relevanz des Themas und die Stärke dieser Zusammenarbeit widerspiegelt. Die Sitzung zeigte nicht nur die Tiefe der interdisziplinären Expertise beider Organisationen, sondern ermöglichte den Teilnehmern auch spannende Diskussionen und Einblicke in modernste regenerative Techniken.

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Zum Abschluss resümierte Ronald Jung den Erfolg der Veranstaltung und bestätigte, dass sein anfängliches Versprechen einer transformierenden Erfahrung durch die Tiefe und Ehrlichkeit der Diskussionen voll eingelöst wurde.Die Osteology Foundation bedankte sich bei der EFP für die langjährige Zusammenarbeit und freut sich bereits auf das Internationale Osteology Symposium 2026, bei dem die EFP gemeinsam mit der American Academy of Periodontology (AAP) erneut als Bildungspartner auftreten wird.

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