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Mectron Spring Meeting: Neue Strategien für Extraktion und Implantaterhalt

Dr. Tomaso Vercelotti, Erfinder der Mectron-Piezochirurgie, eröffnete für das einladende Unternehmen den Kongress. Außerdem steuerte er auch einen spannenden Vortrag bei. Seine Take-Home-…

pip Redaktion4 Min. Lesezeit
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Alle drei Jahre lädt Mectron in Italien zum Spring Meeting ein. Diesmal traf man sich im Palazzo Franchetti in Venedig und hatte wieder einmal den Fokus auf starke wissenschaftliche Referenten und Beiträge gelegt. Inhaltlich stand die Fortbildung unter dem Motto „Extraktion, Regeneration, Periimplantitis: Die Reise des Chirurgen? – Neue Konzepte für Extraktion und Implantologie zur Optimierung des klinischen Ergebnisses“. Die hochkarätigen, internationalen Referenten in Venedig diskutierten gemeinsam neue Konzepte für atraumatische Eingriffe, Alveolarknochenerhalt und vorhersagbare implantologische Ergebnisse. Dabei kamen die mehr als 120 internationalen Teilnehmer bei hochsommerlichen Temperaturen in der Stadt der Gondeln und Kanäle voll auf ihre Kosten. Denn in den Vorträgen gab es das ein oder andere neue Thema zu hören, teilweise standen diese erst kurz vor einer wissenschaftlichen Veröffentlichung.

Dr. Tomaso Vercelotti, Erfinder der Mectron-Piezochirurgie, eröffnete für das einladende Unternehmen den Kongress. Außerdem steuerte er auch einen spannenden Vortrag bei. Seine Take-Home-Messages: Die atraumatische Zahnextraktionstechnik und der Erhalt der krestalen Breite sind entscheidend für ein erfolgreiches Ergebnis in der Implantologie. Der kombinierte Einsatz von Piezochirurgie und manuellen Instrumenten vereinfacht alle Zahnextraktionen in der täglichen Praxis und der ausschließliche Einsatz von Piezochirurgie macht bei anatomisch anspruchsvollen Extraktionen den entscheidenden Unterschied – wie etwa bei ektopischen Zähnen und dritten Molaren.
Prof. Mauro Labanca übernahm die Rolle des Chairman beim Spring Meeting in Venedig und moderierte mit strenger Hand die Fortbildung, so dass es nicht zu Zeitverzögerungen kam.
Alle drei Jahre lädt Mectron in Italien zum Mectronon Spring Meeting ein. Diesmal traf man sich im Palazzo Franchetti in Venedig und hatte wieder einmal den Fokus auf starke wissenschaftliche Referenten und Beiträge gelegt.
Mehr als 120 Teilnehmer kamen zum Spring-Meeting von Mectron.
In seinem Vortrag „Die Osteoimmunologie-Revolution: Wie sich der Erfolg unserer chirurgischen Eingriffe vorhersagen lässt“ spannte Dr. Joseph Choukroun einen inhaltlich großen Bogen und zeigte, wie eine Osseointegration mit einer Immunreaktion startet, nämlich einer Entzündungsreaktion. Um die Infektion nach der Implantation zu bekämpfen, sei eine bessere Immunabwehr hilfreich. Beispielsweise durch Azithromycin und Vitamin D, die beide zur Immun-Stimulation führen würden. Generell liebte Choukroun das „thinking outside the box“. Dehalb würde er entzündungsarmes Biomaterial bevorzugen. Beim KEM setzt er beispielsweise auf allogenes oder porcines KEM. Weitere Themen waren das open wound healing sowie das PRF Ocean Protocol bei dem auch Salz eine Rolle spielt.
„Peri-Implantitis enthüllt: Diagnose, Behandlung und innovative Strategien“, lautete das Thema von Prof. Dr Mauricio Araújo. Er zeigte anhand wissenschaftlicher Daten, dass Implantate mit einem frühen Misserfolg innerhalb der ersten 2 Jahre der Beobachtung sowie einem reduzierten marginalen Knochenniveau wurden als Risikofaktoren für ein Therapieversagen angesehen. Die vorliegende Studie zeigte begrenzte erfolgreiche Behandlungsergebnisse 8 bis 10 Jahre nach der chirurgischen Behandlung der Periimplantitis. Ein Wiederauftreten der Erkrankung und Implantatverlust waren bei den Patienten häufig. Araújo stellte erstmals öffentlich sein eigenes PSP-Protokoll vor. Das PSP-Protokoll erreichte eine nahezu vollständige Dekontamination der Implantatoberfläche bei Periimplantitis-Patienten, wobei mehr als 99 Prozent der analysierten Implantatoberfläche in der Auswertung durch ein Elektronenmikroskop frei von nachweisbarer bakterieller Kontamination waren.
Ganz neue Ansichten zum Covered Socket Residuum (CSR) nach Zahnextraktion hatte Prof. Dr. Dr. Dr. Shahram Ghanaati im Gepäck. Er stellte unter anderem das ARENA-Protokoll für die Vermeidung von CSR vor. Dabei ging sein Vortrag noch einen Schritt weiter und Ghanaati bepsrach die CSR-bezogene fokale Osteopathie des Kieferknochens, die nicht nur eine sorgfältige medizinische Abklärung erfordert, sondern auch ein gründliches chirurgisches Débridement und eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika.
Dr. Jason Motta-Jones befasste sich mit der neuen vollständig piezoelektrischen Wurzelextraktionstechnik. Diese ermögliche die Entfernung dritter Molaren in weniger als der Hälfte der Zeit, die mit der traditionellen Technik benötigt werde. Laut Motta-Jones wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede bei patientenbezogenen und chirurgischen Ergebnissen festgestellt. Allerdings: Die Verallgemeinerung der Ergebnisse sollte mit Vorsicht erfolgen, da sehr erfahrene Chirurgen und junge Patienten an der Studie beteiligt waren. Weitere randomisierte kontrollierte Studien, vorzugsweise multizentrisch, sollten durchgeführt werden, um die vielversprechenden Ergebnisse dieser Technik zu bestätigen.
In Venedig war auch Purgo mit einem Stand vertreten.
In den Pausen wurde Dr. Joseph Choukroun von den Teilnehmern mit Fragen gelöchert.
Die Referenten und der Chairman des Mectron Spring Meetings.
Zum Abschluss der Fortbildung stellten sich die Referenten den Fragen der Teilnehmer und es wurden einzelne Punkte der Vorträge noch heiß diskutiert.

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