Regedent-Symposium: Wohin führt der Weg mit Hyaluronsäure?
Bereits am Freitag gab es in den Workshops ausführlich Gelegenheit mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Natürlich durften auch Hands-on Möglichkeiten nicht fehlen. Dabei konnten di…
pip Redaktion3 Min. Lesezeit
Die Hyaluronsäure stand im Mittelpunkt des zweitägigen Regedent-Symposiums in Berlin. Prof. Dr. Dr. Anton Sculean hatte als wissenschaftlicher Leiter ein spannendes Programm mit hochkarätigen Referenten für die rund 170 Teilnehmer zusammengestellt.
Bereits am Freitag gab es in den Workshops ausführlich Gelegenheit mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Natürlich durften auch Hands-on Möglichkeiten nicht fehlen. Dabei konnten die Teilnehmer die Tipps und Tricks der Referenten für das Hart- und Weichgewebsmanagement direkt am Schweinekiefer umsetzen.
Der zweite Tag des Symposiums zeigte hingegen, welches Potenzial in der Hyaluronsäure und speziell im Clean & Seal Konzept liegt. Ob nicht-chirurgische PA.-Therapie, Periimplantitis-Therapie, GBR oder Komplikationen in der ästhetischen Zone – im klinischen Alltag ist der „Game-Changer“ bereits angekommen. Auch die Studienlage wird immer besser, einige Studien stehen kurz vor der Veröffentlichung, so dass die guten klinischen Ergebnisse auch mit harten Zahlen untermauert werden können.
Am Freitag startete das Regedent-Symposiun mit den Pre-Kongress-Workshops.Viel Wert wurde dabei auf die Hands-on Möglichkeiten gelegt.
Die Teilnehmer konnten die Tipps der Referenten direkt selbst ausprobieren.Eröffnet wurde der zweite Tag des Symposiums von den Regedent-Geschäftsführern Dr. Thomas Gottwald, Markus Theis und dem wissenschaftlichen Leiter der Fortbildung, Prof. Dr. Dr. Anton SculeanRund 170 Teilnehmer kamen zum Regedent-Symposium nach Berlin.Prof. Dr. Dr. Anton Sculean gab anhand unterschiedlicher Studien einen präklinischen Überblick über neue Behandlungsmöglichkeiten mit quervernetzter Hyaluronsäure. Selbst eine komplett parodontale Regeneration sei zukünftig nicht mehr ausgeschlossen, so der Experte.Dr. Egle Ramanauskaite zeigte ebenfalls untermauert durch Studien die Vorteile des Clean und Seal Konzepts in der nicht-chirurgischen PA-Therapie.
Kann die Hyaluronsäure auch in der nicht-chirurgischen Periimplantitis-Therapie funktionieren? Das Bejahte Prof. Dr. Anton Friedmann in seinem Vortrag. Dabei gehe es vor allem um eine sekundäre Biofunktionalisierung. „Wir machen die Oberflächen wieder biokampatibel“, sagte Friedmann. Eine Re-Osseointegration sei auch mit Hyaluronsäure nicht das Thema, aber eine Verbesserung der klinischen Situation.In einem humorvollen Hin und Her zeigten Prof. Dr. Stefan Fickl und Dr. Frederic Kauffmann, wie der Einsatz von Hyaluronsäure in der GBR aussehen könnte. Direkte Vorteile seien das bessere Handling des Knochenersatzmaterials als eine Art sticky bone sowie der verlangsamte Abbau der Kollagenmembran.Hyaluronsäure oder PRF in der GBR? Hyaluronsäure und PRF! Das betonte PD Dr. Dr. Fabian Duttenhöfer in seinem Vortrag. Durch die Biologisierung des Augmentats sei es sogar in der Praxis möglich, vertikale Defekte größer als 5 mm zu behandeln.Auch bei Rezessionen am Zahn und Implantat funktioniert die quervernetzte Hyaluronsäure. PD Dr. Kai Fischer zeigte, dass vor allem eine schnellere Heilung und bessere Regeneration möglich sei.
Die Behandlung von Defekten in der ästhetischen Zone birgt immer Komplikationspotenzial. Wie man diese Komplikationen in den Griff bekommt, konnte Dr. Peter Randelzhofer eindrücklich vermitteln. Das fängt bereits bei der Auswahl der Patienten an und hört bei der richtigen Implantatposition nicht auf. „Wichtig ist es, Komplikationen frühzeitig zu entdecken und wenn möglich früh zu verhindern.“ In seiner Münchner Praxis werden Patienten deshalb bereits vorab Galvo Surge und Clean& Seal versorgt.Bei den abschließenden Roundtable Sessions hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Referenten in Ihren jeweiligen Fachthemen noch einmal in kleineren Gruppen zu erleben und konnten dabei frei zwischen den Gesprächsrunden wählen.Letzte Fragen zu den Themen des Tages konnten so geklärt werden.