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The Art of Implantology

Ein Kongress, der keine Trends zitiert, sondern Standards setzt. Beim Nobel Biocare DACH Symposium in München wurde Implantologie als vernetztes Hightech-Fach neu gedacht. Konsequent digital, kompromisslos präzise und nur im Team wirklich erfolgreich.

pip Redaktion4 Min. Lesezeit
Das Nobel Biocare DACH Symposium in München zitierte keine keine Trends, sondern setzte Standards.

Vom Datensatz zur definitiven Versorgung

Die Zeiten fragmentierter Behandlungsabläufe sind vorbei. Priv.-Doz. Dr. Paul Weigl zeichnete die Entwicklung der Implantologie von ihren analogen Ursprüngen hin zu den heute vollständig integrierten digitalen Workflows nach und ließ keinen Zweifel an der systemischen und weiter automatisierten Zukunft der Disziplin. Ein echtes Highlight bildete wie immer die Live-OP von Prof. Dr. Istvan Urban, der sich natürlich auch diesmal nicht auf einen einfachen Fall herabließ. Einen komplexen vertikalen Defekt baute er auf hart- und weichgewebig höchstem Niveau unter Verwendung der regenerativen Materialien von Creos auf. Chirurgische Exzellenz und Hersteller-High-Tech griffen hier nahtlos ineinander. Die angeregte Diskussion im Anschluss zeigte, wie gern man sich von solchen Meistern der Kunst Tipps und Tricks abholt. Dr. Stefan Scherg setzte mit „Immediate Impact“ ein klares Statement zur Sofortversorgung. Nur wer chirurgische Protokolle und prothetische Planung synchronisiert, kann stabile und ästhetisch überzeugende Ergebnisse erzielen. Mit der Photogrammetrie, vorgestellt von Dr. Christoph Wenninger und Dr. Gernot Obermair, wurde ein neuer Schlüsselbaustein beleuchtet. Hier bildet die hochpräzise Datenerfassung die Grundlage für reproduzierbare und herausragende prothetische Ergebnisse.

Ein echtes Highlight bildete wie immer die Live-OP von Prof. Dr. Istvan Urban.
Ein echtes Highlight bildete wie immer die Live-OP von Prof. Dr. Istvan Urban.
Dr. Stefan Scherg setzte mit „Immediate Impact“ ein klares Statement zur Sofortversorgung.
Dr. Stefan Scherg setzte mit „Immediate Impact“ ein klares Statement zur Sofortversorgung.
Dr. Bastian Wessing, ZTM Vincent Fehmer, Dr. Janos Oettler und die Moderatorin des 2. Tages Dr. Pauline Gutmann.
Dr. Bastian Wessing, ZTM Vincent Fehmer, Dr. Janos Oettler und die Moderatorin des 2. Tages Dr. Pauline Gutmann.
Mit „Smile & Influence” starten Dr. Laura Bényei und Dr. Peter Randelzhofer in der Champions League der Rot-Weiß-Ästhetik.
Mit „Smile & Influence” starten Dr. Laura Bényei und Dr. Peter Randelzhofer in der Champions League der Rot-Weiß-Ästhetik.

Kommunikation als klinischer Erfolgsfaktor

Der ästhetische Anspruch wurde in „Smile & Influence – die Champions League der Rot-Weiß-Ästhetik“ von Dres. Laura Bényei und Peter Randelzhofer konsequent weitergedacht und in einem vollendeten Miteinander präsentiert. Die begehrte Ästhetik entsteht nicht zufällig, sondern ist das Resultat eines präzise aufeinander abgestimmten Zusammenspiels aus Implantatposition, Emergenzprofil und Weichgewebsmanagement. Implantologie ist Teamsport auf höchstem Niveau.

Die Zahnmedizin dabei nie isoliert zu betrachten, zeigten Ing. Dr. Andreas Clemm von Hohenberg und Dr. habil. Milena Kaluderovic in ihrem sehr praxisnah aufbereiteten Leitlinienupdate zu systemischen Einflussfaktoren in der dentalen Implantologie. Der einstige „Risikopatient“ zählt aufgrund der Demographie in den meisten Praxen heute zum Alltag.

„Reden Sie mehr miteinander!“, forderte Dr. Bastian Wessing als Wrap-Up seiner gemeinsamen Präsentation mit Dr. Janos Oettler zum „Connected Dental Team“. Auf dem hohen Niveau der digital gestützten Präzision hängt der Behandlungserfolg maßgeblich von der Qualität der interdisziplinären Kommunikation von Chirurgie, Prothetik und Zahntechnik ab. Das „digitale Dreieck“ beschreibt die neue Behandlungsrealität, in der alle Beteiligten auf Basis identischer Datensätze, mit Tools wie DTX Go oft unabhängig von Zeit und Raum, planen, entscheiden und umsetzen. Wissenschaftler und Zahntechnikermeister Vincent Fehmer zeigte im Anschluss sehr elegant, dass die Zahnarztpraxis gut beraten ist, die Zahntechnik sofort mit einzubinden. Auf dem Niveau echter Exzellenz ist auch hier ein solches spezialisiertes Detailwissen zu Materialien, Designs und Konditionierungen vorhanden, das sich keine Praxis entgehen lassen sollte. Mehrfach wurde in den Vorträgen angemahnt, innerhalb der Workflows auch die Originalkomponenten der jeweiligen Hersteller zu verwenden. „Riskieren Sie nicht wegen weniger Euro die perfekt abgestimmte Präzision und die Gewährleistung.“

The Art of Implantology

In den Workshops wurden bei Priv.-Doz. Dr. Keyvan Sagheb, Dr. Philipp Lienemann und Jennifer Liniger im Rahmen eines strukturierten regenerativen Workflows moderne resorbierbare Materialien, Membrantechniken und differenzierte Nahtkonzepte diskutiert und verschiedene Techniken eingeübt. Plattformdesign und Emergenzprofil als entscheidende Faktoren für langfristige periimplantäre Stabilität konnte man bei Dres. Niklas und Stefan Scherg und Isabel Faßbender erlernen, während der Photogrammetrie-Prozess mit FastMap für die prothetische und zahntechnische Planung bei Dr. Markus Spörl und ZTM Simon Stroh gar das Prädikat „Workflow Wonder“ erhielt. Ein geselliger bayerischer Hüttenabend und spannende Challenges in der Jochen Schweizer Arena boten viel Gelegenheit zum Kennenlernen und Netzwerken im Kollegenkreis. Die Implantologie entwickelt sich weiterhin mit großer Dynamik und Nobel Biocare bietet für jede Herausforderung die passende Antwort. Wer Chirurgie, Prothetik und Zahntechnik so intelligent zusammenführt, definiert die Qualität von morgen.

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