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PIP vor Ort

The Art of Implantology – Digitale Power und interdisziplinäre Präzision

Ein Kongress, der keine Trends zitiert, sondern Standards setzt: Beim Nobel Biocare Symposium in München wurde Implantologie als vernetztes Hightech-Fach neu gedacht: konsequent digital, kompromisslos präzise und nur im Team wirklich erfolgreich.

pip Redaktion5 Min. Lesezeit
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Ein Kongress, der keine Trends zitiert, sondern Standards setzt: Beim Nobel Biocare Symposium in München wurde Implantologie als vernetztes Hightech-Fach neu gedacht: konsequent digital, kompromisslos präzise und nur im Team wirklich erfolgreich. Vom 18. bis 20. Juni 2026 wurde das Infinity Hotel München für über 250 Teilnehmende zum Hotspot einer Implantologie, die sich ihrer Zukunft sehr sicher ist. „The Art of Implantology – Technik trifft Ästhetik“ zeigte eindrucksvoll, wie Nobel Biocare seine langjährige Expertise in tragfähige digitale Gesamtkonzepte übersetzt, und dabei konsequent auf interdisziplinäre Synergien setzt.

Die Kunst der Implantologie hat über 250 Teilnehmer ins hochsommerliche München gelockt. Nach einem Impulsvortrag von Dr. Stefan Helka und einem lockeren Get Together mit „Oktoberfest light“ am Vorabend geht es heute intensiv zur Sache!
„Wir entführen Sie in eine Welt aus wissenschaftlicher Evidenz und digitaler Exzellenz und krönen das Ganze mit intensiven Hands-On-Workshops“. Samuel Priebe, Marketingleitung, und Ing. Dr. Andreas Clemm von Hohenberg , Training & Education, begrüßen fröhlich einen vollen Saal.
Moderator Priv.-Doz. Dr. Paul Weigl zeigt, aus wie vielen Facetten die dentale Implantologie inzwischen besteht. „Und in sehr vielen dieser Bereiche war und ist Nobel Biocare ein Pionier oder besitzt sogar ein Alleinstellungsmerkmal“.
Mit einer konventionellen Prothese ist das nicht machbar. Das von Nobel Biocare bzw. damals Nobel Pharma eingeführte All-on-4 für eine festsitzende Ganzkieferversorgung besteht erfolgreich seit über 30 Jahren. Inzwischen wurde das Prinzip von allen führenden internationalen Implantarherstellern kopiert.
Die nächste Generation der implantologisch tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte wird durch vereinfachte und KI- gestützte Verfahren und die unaufwendige, unblutige Versorgung von Standardsituationen das große noch schlummernde Potential der noch nicht implantologisch versorgten Patienten heben.
Er wäre nicht Prof. Istvan Urban, hätte er für die Live-OP einen einfachen Fall gewählt: Eine schwere vertikale Atrophie mit einem dahinterliegenden halb im Sinus befindlichen Weisheitszahn wird parallel nach Knochenentnahme aus dem UK augmentiert, mit einem Nobel N1- Implantat versorgt und das Weichgewebe konditioniert. Echte Faszination im Saal.
Komplexer Sinuslift, Augmentation mit xenogenem und autologem Knochen und Abdeckung mit einer Creos- Membran. Urban verwendete u.a. das Mini- Sinus- Instrument mit vielen hilfreichen Details für einen so anspruchsvollen Eingriff. Experten auf diesem Niveau machen auch bei der Hardware keine Kompromisse.
Allein Istvan Urban beim Vernähen zusehen zu dürfen ist ein technischer und ästhetischer Genuss. Mit wie vielen kleinen aber effektiven Tricks er einen spannungsfreien und die zukünftige Ästhetik positiv vorbereitenden Wundverschluss ausführt ist auf ganz besonderem Niveau.
Inzwischen beträgt der Prozentsatz der Sofortimplantate in der Praxis Dres Scherg im Verhältnis zur Gesamtzahl beeindruckende 65%. Chirurgische Protokolle und prothetische Planung werden bei Dr. Stefan Scherg dabei vollendet synchronisiert.
Selbst komplexe Ausgangslagen münden in der Praxis Dres Scherg in solche überzeugenden Ergebnisse. Scherg betonte die Bedeutung der engmaschigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker. Im nachmittäglichen Workshop wird das Praxisteam Dres Stefan und Niklas Scherg und Isabel Faßbender konsequent gemeinsam mit ZTM Daniel Rosen seine Expertise teilen.
Zu einem Zeitpunkt, an dem andere Praxisinhaber bereits ein gemütliches Auslaufen planen, hat sich Dr. Christoph Wenninger noch einmal kopfüber in die digitalen Konzepte gestürzt. Neben der navigierten Chirurgie über X-Guide hat er auch die Photogrammetrie für die prothetische Planung und Fertigung erfolgreich in seiner Praxis und im angeschlossenen Labor implementiert.
„Die Patienten kommen, weil sich herumspricht, welche modernen Techniken wir in unserer Praxis einsetzen“, dämpft Dr. Gernot Obermair Investitionsskrupel. Der Patientenkomfort, die Schnelligkeit und die Präzision der FastMap-Photogrammetrie- Technik sei ein echter Game Changer.
Der Nachmittag gehört den Workshops, in denen das theoretische Wissen vom Vomittag vertieft und praktisch eingeübt werden kann. Den zahntechnischen und digitalen Workflow mit der FastMap- Photogrammetrie präsentieren im perfekten Team Dr. Markus Spörl und ZTM Simon Stroh.
Auch das Team hat seinen eigenen Workshop: Hannah Thomas und Liane Lehmann helfen auf dem Weg zum Smart Assist und zeigen Implantatsysteme, Plattformkonzepte und digitale Tools für die moderne ZFA.
Bei Dres Niklas und Stefan Scherg und Isabel Faßbender und ZTM Daniel Rosen lernt man im Workshop den Perfect Fit: Plattformhöhe und Emergenzdesign als Schlüssel zum Behandlungserfolg.
Resorbierbare Materialien stehen unter dem Motto „Re:Gen“ im Fokus bei Priv.-Doz. Dr. Dr. Keyvan Sagheb, Dr. Philipp Lienemann und Jennifer Lininger. Im Workshop demonstrieren sie Membranen, Pins und Nähte im regenerativen Workflow.
Auch die Busfahrt zur Abendveranstaltung in der Jochen Schweizer Arena wird für Impulsvorträge genutzt: Hier plädiert Doc Tandon für „Longevity Business“: die Kunst, das Arbeitsumfeld und -leben so zu gestalten, dass man es über einen langen Zeitraum mit Freude und Energie betreiben kann.
Dr. Pauline Gutmann von der Universität Frankfurt moderiert den zweiten Veranstaltungstag. Trotz absoluten Kaiserwetters in München ist der Saal wohl gefüllt.
„Die Champions League der Rot-Weiß-Ästhetik“ erleben die Teilnehmer bei Dres Laura Bényei und Peter Randelzhofer. Welche biologischen Faktoren beeinflussen den Langzeiterfolg, welche Methoden kann man einsetzen zur Komplikationsvermeidung und beim Trouble Shooting?
Aufgrund der Demographie ist der Risikopatient in vielen Praxen inzwischen Alltag. Dr. habil. Milena Kaluderovic und Ing. Dr. Andreas Clemm von Hohenberg geben einen beeindruckenden Leitlinienupdate zu systemischen Erkrankungen, Medikationen und deren Einfluss auf die Implantologie.
Ein Trio Professionale aus Dres Bastian Wessing, Janos Oettler und ZTM und Wissenschaftler Vincent Fehmer beschreiben das perfekte digitale Dreieck der interdisziplinären Kommunikation. Oft beginnt die Abstimmung bereits mit dem überweisenden Zahnarzt. „Können wir den Wunsch des Patienten überhaupt erfüllen?“
In der fehlenden Kommunikation sieht ZTM und Wissenschaftler Vincent Fehmer die Hauptquelle vieler Komplikationen. Form, Material, Konditionierung und vieles mehr müssen besonders in komplexen Fällen lückenlos an die Technik gegeben werden. „Sonst nützt alle digitale Technik nichts“.
Für das Gelingen zweier solcher gelungener und inhaltsdichter Tage braucht es viele Hände und Köpfe: Das Team von Nobel Biocare!

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