Auch dieses Jahr trafen sich 500 interessierte Kolleginnen und Kollegen zum MKG Update 2024 im Dorint Pallas Hotel in Wiesbaden.
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Zwei Tage Wissenschaft kompakt
Alljährlich trafen sich auch dieses Jahr vom 26.-27.01.2024 knapp 500 interessierte Kolleginnen und Kollegen aus der Oralchirurgie, Zahnmedizin, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, Parodontologie, HNO aus Niederlassung, Hochschule und Gutachtenwesen digital oder analog zum MKG Update 2024 im Dorint Pallas Hotel in Wiesbaden.
Die hochkarätigen Referenten des 15. Updates präsentierten die aktuellen Studienergebnisse des letzten Forschungjahres kompakt und fokussiert an zwei Tagen. Das Treffen in Wiesbaden dient immer mehr nicht nur als Wissensvermittlung, es wirkt ebenso als Multiplikator und interdisziplinäres Netzwerktreffen mit Nebeneffekten wie Forschungsideen, praktischen Operationshinweisen sowie einer wissenschaftlichen oder ehrenamtlichen Arbeitsgruppenbildung, wie etwa für die Mercy Ships.
Prof. Dr. Stefan Hassfeld berichtete unter anderem, dass Radiologen das MRT für Indikationen aus der MKG-Chirurgie nicht unbedingt im Fokus haben.
„Und interessiert eine saubere Okklusion, „ schilderte Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz zur Münsteraner Publikation zur Genauigkeit und Planung bei der kieferchirurgischen Umstellungsosteotomie.
„Wenn man mittels KI schnellere Planung und gute Therapieplanungen hätte, könnte man mehr Op-Zeit generieren und so mehr Patienten behandeln,“ bemerkte Prof. Dr. Dr. Bilal Al- Nawas.
Die Sponsoren des MKG Update.
Das Thema ‚Zystische Kieferläsionen‘ wurde im Doppelvortrag vom Pathologen Prof. Dr. Daniel Baumhoer und vom MKGler Prof. Dr. Dr. Torsten Reichert interdisziplinär vorgestellt.
„Ab 15 mm geht man von einer radikulären Zyste aus, auch wenn sie in der Röntgendiagnostik ähnlich wie ein apikales Granulom aussieht“, erläuterte Prof. Reichert.
Zur Reduktion der Empfindlichkeit sind mindestens 2 mm keratinisierte Mukosa notwendig, zitierte Prof. Dr. Katja Nelson, die Keratinisierung bedinge nicht, dass die Mukosa befestigt sei.
„Alle Patienten mit von Willebrand-Jürgens Syndrom sollten Sie vorher den Verfahren-Level kennen,“ empfahl Prof Dr. Dr. Marco Kestin.
Die neue Generation von subperiostalen Implantaten könnte eine Alternative zu Zygoma-Implantaten darstellen,“ eröffnete Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas.
„Mit Dehiszenzen von 19% muss ich mit jedem 5. Patienten diskutieren,“ kommentierte Prof. Dr. Dr. Henrik Terheyden.
Teilverluststrategie versus alles oder nichts, bei dem Thema Augmentation wurde u. a. Mit Prof. Dr. Markus Schlee, heiß diskutiert.
Mercy Ships suchte wie immer Unterstützer und Ehrenamtliche für eine bessere Versorgung von Patienten in Afrika.
Prof. Dr. Henrik Dommisch gab Antworten auf die Frage nach den mit periimplantären Weichgewebsdehiszenzen assoziierten Faktoren.
Prof. Dr. Dr. Jürgen Hoffmann führte eine ganze Reihe von Faktoren auf, die eine Osteomyelitis auslösen können.
„Für die Prognose sind der offene Apex, Zustand der Pulpa, Verletzungsart und Kombinationsverletzungen beim dentalen Trauma zu berücksichtigen“, betonte Prof. Dr. Dirk Nolte.
Man kann nach einer regenerativen PA-Therapie bereits nach einem Monat kieferorthopädisch weiterbehandeln,“ klärte Prof. Dr. Anton Sculean sein Publikum auf.
Neben den regelmäßigen Updates zu bekannten Themen können die Teilnehmenden noch unter jährlich wechselnden Hot Topics auswählen. Dieses Jahr mit „Craniofaziale Chirurgie, Gerinnungsstörungen, Dentales Trauma und dentoalveoläres Trauma. Umfangreiche Seminarunterlagen sowie die Originalvorträge stehen den Teilnehmenden analog und im Anschluss digital zur Verfügung. Zentraler Bestandteil des Updates unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Katja Nelson, Prof. Dr. Dr. Stefan Hassfeld und Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz ist die Neutralität und Unabhängigkeit im Hinblick auf die präsentierten wissenschaftlichen Inhalte. Die wesentlich gesteigerte Teilnehmerzahl diesen Jahres spricht für den Erfolg der Veranstaltung, ein tolles Format, das man wärmstens weiterempfehlen kann!