Ayla Tavit: Bildung für biologische Zahnmedizin im Fokus
Ayla Tavit leitet das Swiss Biohealth Education Center von SDS. Im Interview spricht sie über die Vision, biologische Zahnmedizin wissenschaftlich fundiert und praxisnah zu vermitteln. Sie erklärt, welche Formate besonders wirken – von Onlinekursen bis zu Live-OPs – und gibt Einblicke in neue Entwicklungen.

Ayla Tavit leitet das Swiss Biohealth Education Center von SDS. Im Interview spricht sie über die Vision, biologische Zahnmedizin wissenschaftlich fundiert und praxisnah zu vermitteln. Sie erklärt, welche Formate besonders wirken – von Onlinekursen bis zu Live-OPs – und gibt Einblicke in neue Entwicklungen. Interview mit Ayla Tavit. Sie leitet das Swiss Biohealth Education Center von SDS.
Sie leiten die strategische und inhaltliche Ausrichtung des Swiss Biohealth Education Centers. Was war Ihre ursprüngliche Motivation bei der Etablierung dieses Fortbildungszentrums, und welche zentrale Vision bringt es als Bildungsinstanz der biologischen Zahnmedizin ein?
Ayla Tavit: Unsere Motivation war von Anfang an, der biologischen Zahnmedizin eine hochwertige, wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisorientierte Plattform zu geben. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem sich Zahnärzte und Chirurgen nicht nur Wissen aneignen, sondern auch ein gemeinsames Verständnis für ganzheitliche Behandlungskonzepte entwickeln. Die Vision ist, eine Brücke zu schlagen – zwischen wissenschaftlicher Evidenz, klinischer Erfahrung und einem patientenzentrierten Ansatz.
Das Education Center soll dabei als Katalysator wirken, um die biologische Zahnmedizin auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln.
Das Zentrum bietet strukturierte, fokussierte und effiziente Formate für Keramikimplantologie. Wie gestalten Sie die didaktische Balance zwischen wissenschaftlicher Fundierung, Praxisnähe und kollegialer Lernatmosphäre im Curriculum? Welche Formate sind für Sie didaktisch besonders wertvoll und warum?
Ayla Tavit: Der Schlüssel liegt in der Kombination von Theorie und Praxis. Wir starten mit klar strukturierten wissenschaftlichen Grundlagen, um ein tiefes Verständnis zu schaffen, und setzen dann sehr schnell praktische Anwendungsszenarien um. Durch Live-Operationen, Hands-on-Sessions und interaktive Fallbesprechungen können die Teilnehmenden das Gelernte sofort umsetzen. Besonders wertvoll sind für mich jene Formate, die den direkten Austausch fördern – also kleine Gruppen, kollegiale Diskussionen und offene Fragerunden. So entsteht ein Lernklima, das sowohl anspruchsvoll als auch motivierend ist.

Das Curriculum „Spezialist für biologische Zahnheilkunde & Keramikimplantate“ ist zentral für SDS. Welche Schlüsselkompetenzen sollen Teilnehmer durch dieses Curriculum erlangen?
Ayla Tavit: Die Teilnehmer sollen am Ende nicht nur technisch versiert sein, sondern ein ganzheitliches Verständnis für biologische Zusammenhänge haben. Das bedeutet: fundiertes Wissen über Materialkunde, chirurgische Techniken und prothetische Versorgung – kombiniert mit Kenntnissen zu systemischen Wechselwirkungen im Körper. Außerdem legen wir Wert auf diagnostische Sicherheit, Patientenkommunikation und die Fähigkeit, individuelle Behandlungskonzepte zu entwickeln.
SDS bietet verschiedene Kursformate, von Online-Einstiegen über intensive Wochen bis hin zu Live-Operationen. Welche dieser Formate sind – aus Ihrer Sicht – besonders effektiv, um Teilnehmende nachhaltig auf die Praxis vorzubereiten?
Ayla Tavit: Jedes Format hat seinen eigenen Wert. Online-Einstiege sind ideal, um theoretische Grundlagen flexibel zu erarbeiten. Die Intensivwochen hingegen bieten eine immersive Lernerfahrung – man taucht tief in die Materie ein. Darüber hinaus fördern die Intensivwochen den Austausch der Teilnehmenden untereinander. Live-Operationen sind für viele Teilnehmende der entscheidende Moment, in dem Theorie und Praxis verschmelzen. Sie erleben nicht nur die Technik, sondern auch das situative Entscheiden im OP – das ist für den Transfer in den eigenen Praxisalltag unschätzbar.

Auch zukünftig plant das Zentrum Weiterentwicklungen und neue Formate. Welche zukünftigen Entwicklungen, innovativen Kursformate oder didaktischen Ansätze streben Sie an, um die biologische Zahnmedizin, insbesondere Keramikimplantologie, weiter voranzubringen?
Ayla Tavit: In diesem Jahr haben wir noch 2 weitere spannende neue Formate geplant: Mitte Oktober werden wir eine Art Roadshow veranstalten: in je sechs Städten werden an zwei Tagen gleichzeitig eine zentral organisierte Veranstaltung stattfinden, mit einer zentralen Begrüssung startet. Danach findet der Kurs inkl. Vortrag und Hands-On Übung direkt in der jeweiligen Stadt statt. Ziel ist es dabei, SDS möglichst vielen neuen Kunden nahezubringen. Darüber hinaus lassen wir am 12. Dezember ein zweites Veranstaltungsformat wieder aufleben: SDS 12 Minutes. 14 Referenten werden in nur 12 Minuten ihr Thema vorstellen und anschliessend angeregt diskutieren. Dr. Volz wird diese Veranstaltung moderieren. Wer dann noch tiefer in die SDS Welt eintauchen möchte, kann direkt noch am 13. Dezember zum SDS Update bleiben.
Herzliches Danke für das Gespräch!




