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Das Gewebe und die Nerven der Patienten schonen!

Mit moderner Zahnmedizin, minimalinvasiver Implantologie und 30 Jahren Behandlungserfahrung punktet die Gemeinschaftspraxis Dres. Meyer im niedersächsischen Bodensee.

pip Redaktion Berlin3 Min. Lesezeit
MIMI-Verfahren

Mit moderner Zahnmedizin, minimalinvasiver Implantologie und 30 Jahren Behandlungserfahrung punktet die Gemeinschaftspraxis Dres. Meyer im niedersächsischen Bodensee. Dr. Katrin Meyer behandelt nach dem MIMI-Verfahren und bedient sich auch bei augmentativen Eingriffen eines innovativen biologischen Konzepts. Interview mit Dr. Katrin Meyer, Implantologin

Wie sind Sie erstmalig mit dem Smart Grinder in Berührung gekommen?

Zum ersten Mal hörte ich Anfang 2023 beim CIPC-Curriculum im Champions Future Center von der Möglichkeit, aus patienteneigenen Zähnen eine Alternative zu den bekannten klassischen Knochnenersatzmaterialien zu gewinnen. Dieses Verfahren wurde von Prof. Dr. Itzhak Bindermann, Universität Tel Aviv, entwickelt und 2013 erstmals vorgestellt. Die wissenschaftlichen Studien, klinischen Fallbeispiele und die direkt während des Curriculums gewonnenen eigenen Erfahrungen haben mich überzeugt, selbst mit dem Smart Grinder Verfahren zu arbeiten.

Bei der Vielzahl von Augmentationsmaterialien im Markt – warum sind die eigenen Zähne des Patienten für Sie das Material der Wahl?

Aufgrund der aktiven BMPs, also der Bone Morphogenetic Proteins und damit der enthaltenen Knochenwachstumsfaktoren, sehe ich stets eine rasche und vor allem zuverlässig vorhersagbare knöcherne Regeneration. Und dies sowohl bei einer alleinigen Socket Preservation für eine spätere Versorgung als auch im Zusammenhang mit Augmentationen bei Sofortimplantationen.

Für die Patienten von Vorteil ist sicher zusätzlich die Tatsache, dass das Smart Grinder Verfahren auch unter Kostenaspekten sehr gut abschneidet.

Wie aufwändig ist das Smart Grinder-Verfahren für Sie als Zahnärztin und für Ihre Patienten?

Natürlich ist der Zeitbedarf, verglichen mit der bloßen Applikation industriell hergestellter KEM, mit 8 Minuten ein wenig höher, hält sich aber durchaus in Grenzen, zumal ja auch die Mitarbeiterinnen die Aufbereitung, Reinigung und Pufferung des Zahnmaterials durchführen können. Die Patienten finden es daneben durchweg faszinierend, den Aufbereitungsprozess ´live´ am Stuhl mitzuerleben. Nähte setzen wir übrigens dank der BloodStop Pflaster von Champions Implants seit Jahren auch nicht mehr, und sparen hier allein wieder enorm Zeit ein.

Wie sind Ihre klinischen Erfahrungen hinsichtlich der langfristigen Stabilität des dentalen Augmentats?

Das Augmentat ist in der Regel nach etwa zehn Wochen so stabil, dass eine Spätimplantation problemlos durchgeführt werden kann. Der komplette Ersatz durch ortsständigen Knochen ist nach etwa ein bis zwei Jahren abgeschlossen. Ganz im Gegensatz zu manchem permanenten fibro-keramischen Komplex, welcher auch noch nach Jahren als Ergebnis bei einigen anderen KEM zu beobachten ist.

Sie verfolgen in Ihrer Gemeinschaftspraxis einen betont ganzheitlichen Ansatz: Wie drückt sich das in Ihrem chirurgischen und implantologischen Konzept aus?

Sowohl bei der chirurgischen Zahnerhaltung und -entfernung als auch bei implantologischen Maßnahmen arbeiten wir minimalinvasiv. So führen wir unsere Implantationen nicht nur sehr wirtschaftlich, sondern auch biologisch, periosterhaltend und mit ´Low-Speed´, ohne Bohrerkühlung und im Flapless- Verfahren durch. Auch ausgesprochen schmale Kieferkammsituationen lassen sich durch minimalinvasive Methoden wie die horizontale Distraktion sehr patientenfreundlich, und dabei gut und sicher versorgen. Bei geringer Restknochenhöhe im seitlichen Oberkiefer ist der klassische laterale Sinuslift nach Tatum inzwischen eine rare Ausnahme. Ab 3 mm Restknochenhöhe ist der Interne Direkte Sinuslift – IDS – nach Dr. Armin Nedjat mit simultaner Implantation ein zuverlässiges und sicheres Verfahren unserer Wahl. Eine aktive Wiedereröffnung, also eine zweite Operation vor der Prothetik ist beim MIMI-Verfahren in den allermeisten Fällen nicht nötig.

Herzliches Danke für das Gespräch.

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