Digital gedacht: Präzision und Effizienz in der Implantatprothetik
Durch die Kombination aus Intraoralscan, DVT und virtuellen Patientenmodellen entstehen präzise, reproduzierbare und effiziente Behandlungsprozesse, die sowohl die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Labor als auch die Vorhersagbarkeit ästhetischer Ergebnisse deutlich verbessern.

Durch die Kombination aus Intraoralscan, DVT und virtuellen Patientenmodellen entstehen präzise, reproduzierbare und effiziente Behandlungsprozesse, die sowohl die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Labor als auch die Vorhersagbarkeit ästhetischer Ergebnisse deutlich verbessern. Interview mit ZTM Christian Musiol (Sales Manager Permadental) und Jens van Laak (Produktspezialist Intraoralscanner)
Wo liegt heute der echte klinische Mehrwert digitaler Workflows?
Christian Musiol: Vor allem in Planbarkeit, Reproduzierbarkeit und Effizienz. Die digitale Präzision übertrifft klassische Verfahren deutlich. Durch die Kombination aus Intraoralscan, DVT und Face Scan entsteht ein konsistenter Datensatz, der die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Labor verbessert und beschleunigt. Gerade ästhetische Ergebnisse lassen sich so deutlich sicherer vorhersagen. Gleichzeitig werden Fehlerquellen reduziert und Abläufe transparenter, was auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Digitale Workflows sind aus der heutigen Zahnmedizin nicht mehr wegzudenken. Entscheidend ist aber: Der Workflow funktioniert nur dann wirklich gut, wenn er konsequent digital gedacht ist. Wenn man beispielsweise analoge und digitale Methoden kombiniert, ergeben sich zu viele Fehlerquellen.
Was ist bei All-on-X heute möglich – und warum gibt es noch Zurückhaltung?
Jens van Laak: Technisch ist heute sehr viel möglich, von der prothetisch geführten Planung bis zur Implantation mit Bohrschablone und temporärer Sofortversorgung in Form einer Brücke. Der Ablauf wird dadurch strukturierter und effizienter. Voraussetzung sind jedoch saubere Datensätze und klar definierte Parameter. Auch die interdisziplinäre Abstimmung wird dadurch deutlich vereinfacht und schneller.
Die Zurückhaltung liegt meist im Einstieg: Digitale Prozesse wirken anfangs komplex, werden mit Erfahrung aber deutlich einfacher und sicherer. Partner wie Permadental helfen dabei, diese Lernkurve gezielt zu verkürzen.
Verbessern Gesichtsscans und virtuelle Patientenmodelle eher Präzision oder Kommunikation?
Christian Musiol: Beides. Sie machen die Planung für Patientinnen und Patienten deutlich verständlicher und erhöhen gleichzeitig die Präzision, weil die Versorgung stärker am Gesicht ausgerichtet wird. Referenzebenen wie die Bipupillarlinie oder die Frankfurter Horizontale spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch funktionelle Aspekte lassen sich besser berücksichtigen. Moderne Systeme erfassen zudem immer häufiger auch die Dynamik, sodass nicht nur statische, sondern auch funktionelle Bewegungen in die Planung einfließen und so ein noch individuellerer Zahnersatz entsteht.
Was ist der größte Nutzen von Sofortversorgungskonzepten?
Christian Musiol: Die Vorhersagbarkeit eines durchgängigen Konzepts und die Reduzierung der Chairtime. Wenn alles aufeinander abgestimmt ist, verkürzt sich die Anzahl der Termine und Patienten profitieren von sofortiger Funktion und Ästhetik. Die temporäre Versorgung dient zusätzlich als Testphase für die definitive Arbeit. Gleichzeitig erhöht sich die Patientenzufriedenheit deutlich und die Akzeptanz komplexer Behandlungen steigt. Der Patient verlässt die Praxis nach der Implantation gut versorgt und deutlich zufriedener.
Ihre Empfehlungen zu Scanbodies bei größeren Versorgungen?
Jens van Laak: Entscheidend sind eine gute Scanstrategie und geeignete Scanbodies. Strukturierte Oberflächen und unterschiedliche Geometrien verbessern die Erfassung durch den Intraoralscanner. Bei beweglicher Gingiva sind oft horizontale Scanbodies hilfreich. Insgesamt gilt: Workflow anpassen, zentral scannen und auf hochwertige Materialien setzen – Entwicklungen, die auch von Permadental maßgeblich geprägt wurden. Technologie entfaltet ihren Nutzen aber erst, wenn sie im Alltag sicher beherrscht wird. Mit unserem Workshop ‚IOS-Führerschein‘ bereiten wir beispielsweise ganze Praxisteams gezielt auf den realen Einsatz vor und unterstützen bei der Auswahl des passenden Systems. Einfach mal auf die Permadental-Website schauen und sich über mögliche Termine informieren oder sich zu den kostenlosen, virtuellen Stammtischen anmelden.
Vielen Dank für das interessante Gespräch.




