Geistlich Biomaterials: Der Mensch kauft vom Menschen
Viel Zeit gab man Marcus Kieffer als neuem Geschäftsführer der Geistlich Biomaterials nicht, sich langsam vorzutasten.

Viel Zeit gab man Marcus Kieffer als neuem Geschäftsführer der Geistlich Biomaterials nicht, sich langsam vorzutasten. Neben der weiteren Begleitung der beiden Produkt-Neueinführungen Pocket-X und Regenfast stand sofort der Umzug in ein neues, lichtdurchflutetes Firmengebäude und das nationale Osteology-Symposium im Mai auf dem Plan. Interview mit Marcus Kieffer, Geschäftsführer Geistlich Biomaterials Deutschland
Geistlich Biomaterials ist nun ja kein Rookie in der dentalen Szene – wie hilfreich war das zum Start?
Marcus Kieffer: Mit 30 Jahren Erfahrung in der Dentalbranche bin ich sicherlich kein Neuling. Dennoch ergeben sich in meiner neuen Rolle bei Geistlich natürlich ganz andere Aufgaben und Herausforderungen, die mich täglich dazulernen lassen. Was mich dabei besonders prägt, ist meine Leidenschaft für die Entwicklung von Menschen, Talenten und Organisationen – eine Erfahrung, die ich während meiner beruflichen Laufbahn intensiv sammeln durfte. Mein Ziel ist es, den Erfolg weiter in die Zukunft zu führen, indem wir den Menschen ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Entscheidende Vorteile sind dabei unser hoher Anspruch an die Qualität unserer Produkte sowie unser hochqualifiziertes Team, das mit außergewöhnlicher Fachkompetenz und Kundenorientierung agiert. Unsere Expertinnen und Experten sind weit mehr als nur Vertriebsmitarbeitende – sie sind hochspezialisierte Wegbegleiter im Bereich der medizinischen Regeneration. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist ein langjähriger Kunde, mit dem ich mich vor Kurzem getroffen habe, der den ausdrücklichen Wunsch äußerte, dass sein Nachfolger die gleiche kompetente Betreuung erhält. Solche Rückmeldungen sind für uns das größte Lob.
Was hat Sie an der neuen Aufgabe besonders gereizt?
Marcus Kieffer: Der Begriff ‚Bioregeneration‘ wird heutzutage oft als Trendwort verwendet – bei Geistlich ist es jedoch ein wissenschaftlich fundierter Ansatz. Hier geht es nicht nur darum, Defekte irgendwie zu beheben, sondern mit wissenschaftlich evidenten Produkten die vollständige Heilung im Gesamtkontext zu unterstützen. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Zuhören ist dabei wichtiger als reden. Wir haben bei den Patienten oft mit persönlichen Schicksalen und sehr belastenden Leidenswegen zu tun.
Dazu beizutragen, ein Stück Lebensqualität oder sogar Lebensfreude wiederherstellen zu können, ist eine große Aufgabe und Verpflichtung, am Ende dann aber auch eine große Befriedigung bei der eigenen Arbeit.
Auf welche Bereiche wird sich die Geistlich Biomaterials unter Ihrer Leitung in der nächsten Zeit konzentrieren?
Marcus Kieffer: Schauen Sie allein uns beide an: Während unsere Generation noch mit kariösen Defekten aufgewachsen ist, setzen wir heute verstärkt auf Prävention. Der Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und systemischen Erkrankungen wird immer deutlicher, sodass wir frühzeitiger eingreifen und Langfristschäden reduzieren oder gar vermeiden können. Geistlich steht für Regeneration, hier gewinnt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit klinischen Partnern zunehmend an Bedeutung. Ein gutes Beispiel moderner Versorgung ist unsere Beteiligung an ReOss, wo wir patientenindividuelle Lösungen durch modernste CAD/CAM-Technologie und 3D-Fertigung weiterentwickeln. Wichtig bleibt daneben, die nächste Generation von Behandlern nicht nur mit hochwertigen Produkten auszustatten, sondern sie durch gezielte Wissensvermittlung und Schulungsangebote aktiv zu begleiten. Und wenn ich etwas visionär in die Zukunft blicken darf: Mein persönlicher Wunsch wäre es, dass wir eines Tages durch innovative Materialien und digitale Technologien in der Lage sind, den ursprünglichen Zustand eines geschädigten Gewebes vollständig wiederherzustellen und damit die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten in vollem Umfang zu restaurieren.
Sie gehen mit dem nationalen Osteology-Symposium in diesem Jahr ganz neue Wege – worauf freuen Sie sich persönlich?
Marcus Kieffer: Die nationale Osteology 2025 zeigt, ‚wir können auch frecher‘, indem wir Wissenschaft und Innovation mit einer moderneren, dynamischeren Herangehensweise kombinieren und das tut unserer Seriosität keinerlei Abbruch. Unsere Anwenderinnen und Anwender tragen täglich große Verantwortung und arbeiten unter hohem Druck. Persönlich freue ich mich sehr auf den Austausch mit so vielen Experten und die vielen Impulse für weitere Innovationen.
Herzlichen Dank und weiterhin alles Gute.




