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Miniimplantate für mehr Biss- und Lebensgefühl

MDI-Mini-Implantate: 1997 wurde das MDI-Mini-Implantatsystem, heute im Vertrieb der condent, seitens der FDA zugelassen und hat sich mittlerweile in der Klinik erfolgreich etabliert.

pip Redaktion Berlin3 Min. Lesezeit
Buschmann

Seit dem Jahr 2004 behandelt Dr. Andreas Buschmann mit eigenem Praxislabor und modernster digitaler Technik einen Stamm zufriedener Patientinnen und Patienten. Eine wichtige Komponente seines Behandlungsspektrums sind die MDI-Miniimplantate, mit denen er auf 22 Jahre Erfahrungen zurückblickt. Interview mit Dr. med. dent. Andreas Buschmann, Implantologe

Wie sind Sie mit den MDI-Implantaten in Berührung gekommen und was weckte Ihr Interesse?

Andreas Buschmann: Im Rahmen der Markteinführung in Deutschland bin ich über Annoncen in Fachzeitschriften und die damalige deutschlandweite Roadshow von MDI auf das System aufmerksam geworden. Besonders charmant fand ich diese atraumatische und minimalinvasive Operationstechnik, die in den meisten Fällen eine geschlossene OP-Technik und zumindest im Unterkiefer die Sofortbelastung mit der entsprechenden Supraprothese ermöglicht: Erstmalig konnten wir unseren Patientinnen und Patienten wirklich selbstbewusst und vorhersagbar ‚Feste Zähne in einer Sitzung!‘ versprechen. Auch im Oberkiefer ist die Einheilphase schon mit der neuen Prothese möglich und damit eine gaumenfreie Versorgung und feste Zähne nach nur einem halben Jahr!

Miniimplantate galten lange als ‚Implantologie des kleinen Mannes‘ – sowohl technisch als auch wirtschaftlich …

Andreas Buschmann: Was ist daran verwerflich? Im Vergleich zu den zweiphasigen großen Implantatsystemen bewegen wir uns chirurgisch und prothetisch bei ca. 60 % der Kosten. Durch die Einphasigkeit der Miniimplantate, die Konfektionsgehäuse und die darauf aufbauende Kunststoffprothetik sind sehr rationelle Kosteneinsparungen möglich. Auch der Eingriff ist durch die geschlossene transgingivale Vorgehensweise im Aufwand und bei den Risiken deutlich reduziert und ermöglicht kurze, für den Patienten weniger belastende Einheilzeiten.

Die exakte, fixierte Passung der Prothetik ermöglicht letztlich schneller und sicherer einen guten Sitz und Halt des neuen Zahnersatzes bei ebenfalls deutlich reduzierter Anpassungshäufigkeit.

Gibt es heute überhaupt noch so viele unbezahnte Patienten, die diese Therapieform benötigen, ist nicht das Einzelimplantat inzwischen die Standardversorgung?

Andreas Buschmann: Das kann ich so absolut nicht bestätigen. Unserer Erfahrung nach werden die unbezahnten Patienten derzeit sogar immer mehr. Die Menschen werden immer älter und die Anspruchshaltung im höheren Seniorenalter wächst mit dem technisch Machbaren deutlich. Sicherlich hat sich bei uns im Umkreis die unkomplizierte und finanziell wenig belastende Versorgungsform mit den MDI-Miniimplantaten herumgesprochen. Bei uns in der Praxis geben sich nicht selten in einer Woche gleich mehrere hochbetagte Herrschaften die Klinke in die Hand und verlassen nach nur einer Sitzung hochzufrieden und mit einem sichtlich neuen Lebensgefühl meinen Stuhl.

Was erleben Sie bei Ihren Patientinnen und Patienten speziell mit den MDI-Miniimplantaten?

Andreas Buschmann: Die Patienten sind äußerst glücklich und zufrieden mit der Miniimplantat-Therapie. Sie genießen nach der Durchführung einen festen sicheren Halt ihrer Prothesen, können wieder normal alles essen und freuen sich über den freien Gaumen und das dadurch deutlich verbesserte Geschmacksbild, die neue Sicherheit beim Tragen der Prothesen und das Ende von schmerzhaften Druckstellen und sinnlosen multiplen Unterfütterungen. Verkennen Sie nicht, welche Bedeutung das unbeschwerte und sorglose Essen in Gesellschaft für ältere Patienten hat. MDI-Implantate verschaffen also nicht nur ein neues Biss-, sondern durchweg auch ein neues Lebensgefühl.

Kann man das in seine Praxis integrieren oder raten Sie zu einer vorangehenden Fortbildung?

Andreas Buschmann: Grundsätzlich können alle Kolleginnen und Kollegen die Miniimplantat-Therapie in ihre Praxis integrieren. Sinnvoll ist es in jedem Fall, vorher eine spezifische Fortbildung zu absolvieren, um die geeigneten Geräte, Instrumentarien, Hygienemaßgaben und den notwendigen Workflow sowie das Nachsorge-Protokoll kennenzulernen und in die eigene Praxis sicher zu integrieren. Condent veranstaltet dazu regelmäßig Fortbildungen, und auch wir bieten in unserer Praxis und unserem Praxislabor in Lübeck eine vollumfängliche Einweisung mit Live-OPs und der Herstellung der miniimplantatgetragenen Supraprothesen an.

Herzliches Danke für Ihre Erläuterungen

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