Prof. Sculean: Die Vorfreude auf die EuroPerio 11 ist riesig
Die EuroPerio 11 in Wien steht in den Startlöchern. Bevor es losgeht, sprachen wir noch mit Prof. Dr. Dr. Anton Sculean, dem Leiter des EuroPerio 11 Organisationskommittees, über die Programminhalte und seine Wünsche für den Riesenkongress in der österreichischen Hauptstadt.

Die EuroPerio 11 in Wien steht in den Startlöchern. Bevor es losgeht, sprachen wir noch mit Prof. Dr. Dr. Anton Sculean, dem Leiter des EuroPerio 11 Organisationskommittees, über die Programminhalte und seine Wünsche für den Riesenkongress in der österreichischen Hauptstadt. Interview mit Prof. Dr. Dr. Anton Sculean
Herr Prof. Sculean, in wenigen Tagen startet die EuroPerio11 in Wien. Wie ist die Stimmung kurz vor dem Kongress?
Anton Sculean: Die Vorfreude ist riesig – sowohl bei uns im Organisationsteam als auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Wir haben inzwischen fast 8.000 Anmeldungen, und das allein ohne Referentinnen, Referenten und Industriepartner. Es sieht ganz danach aus, als würde dieser EuroPerio-Kongress einer der erfolgreichsten in der Geschichte der Parodontologie und Implantologie werden.
Was macht das Programm dieses Jahr so besonders?
Anton Sculean: Das Programm ist thematisch sehr breit aufgestellt und deckt alle Bereiche der Parodontologie und Implantologie ab – von nicht-chirurgischen Verfahren bis hin zur plastisch-ästhetischen Chirurgie. Es gibt über 150 Referentinnen und Referenten, die weltweit zu den Besten zählen. Und: Es ist ein echter globaler Event. Wir haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 104 Ländern.
Gibt es besondere Highlights?
Anton Sculean: Ja, sehr viele! Zum ersten Mal haben wir gemeinsame Sitzungen mit der American Academy of Periodontology – das ist eine Premiere. Dazu kommen spezielle Sessions zu Bevölkerungsgruppen, etwa zum Thema Women’s Oral Health, sowie eine hochkarätige gemeinsame Sitzung mit der WHO über den globalen Einfluss parodontaler Erkrankungen auf die allgemeine Gesundheit. Ein weiteres Highlight sind unsere täglichen Live-Operationen von Donnerstag bis Samstag – diese finden direkt an der Siegmund Freud Privatuniversität Wien statt und die Operateure kommen anschließend direkt in die Kongressräume zur Diskussion. Das ist wirklich einzigartig.
Ein großes Thema ist oft auch die Interdisziplinarität. Wie wird das bei EuroPerio11 umgesetzt?
Anton Sculean: Wir haben gezielt interdisziplinäre Sessions konzipiert – etwa zur Zusammenarbeit zwischen Parodontologie und Kieferorthopädie oder zur Komplikationsbehandlung mit implantologischen Schnittstellen. Das ist uns sehr wichtig, weil moderne Zahnmedizin ohne interdisziplinären Austausch gar nicht mehr denkbar ist.
Bei einem so umfangreichen Programm – wie gehen Sie mit parallellaufenden Sessions um?
Anton Sculean: Das ist natürlich eine Herausforderung. Aber wir haben eine Lösung: Alle Sessions werden aufgezeichnet, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die Inhalte bis zu einem Monat nach dem Kongress online abrufen. Das gilt auch für diejenigen, die virtuell teilnehmen – ein echtes Plus in puncto Flexibilität.
Die EuroPerio findet ja nur alle drei Jahre statt. Warum nicht jedes Jahr?
Anton Sculean: Das hat einen guten Grund. Man kann nicht jedes Jahr neue Daten oder bahnbrechende Erkenntnisse präsentieren. Qualität braucht Zeit. Wenn man jährlich einen großen Kongress veranstalten würde, könnte das auf Dauer zulasten der Inhalte gehen – und auch das Interesse würde sinken. Deshalb bin ich überzeugt, dass dieses Format im Dreijahresrhythmus richtig ist: Es hält das Niveau hoch und sorgt langfristig für nachhaltigen Erfolg.
Abschließend: Was wünschen Sie sich für die EuroPerio11?
Anton Sculean: Ich wünsche mir, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer inspiriert, informiert und motiviert nach Hause gehen – mit neuen Impulsen, neuen Kontakten und dem Gefühl, Teil einer globalen, lebendigen Community zu sein. Und natürlich freue ich mich auf den persönlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt – das ist durch nichts zu ersetzen.
Herzlichen Dank für das interessante Gespräch.




