Purgo: Ungewöhnlich schnelle Knochenintegration
Seit gut zwei Jahren macht der koreanische Anbieter Purgo mit der porcinen natürlichen Knochenmineral-Matrix The Graft von sich reden, die hinsichtlich ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften dem anorganischen Teil des menschlichen Knochens gleicht.

Seit gut zwei Jahren macht der koreanische Anbieter Purgo mit der porcinen natürlichen Knochenmineral-Matrix The Graft von sich reden, die hinsichtlich ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften dem anorganischen Teil des menschlichen Knochens gleicht. Was ist neu und überzeugend an diesem Material? Interview mit Laura Benyei (Parodontaltherapie) und Dr. med. dent. Peter Randelzhofer (Zertifizierter Spezialist Implantologie)
Wie sind Sie auf The Graft von Purgo gestoßen?
Peter Randelzhofer: Man probiert durchaus immer etwas Neues aus, Materialien und Konzepte entwickeln sich über die Zeit ja auch weiter. Bei den ersten Anwendungen von Purgo hat uns die ungewöhnlich schnelle Integration direkt beeindruckt. Schon nach vier Monaten sind durchblutete Knochenstrukturen zu sehen statt vieler nicht integrierter loser Partikel.
Laura Benyei: Nach einem solchen ersten Eindruck probiert man ein solches Material dann natürlich gern in allen möglichen Indikationen aus, sei es zur Alveolarversorgung, zum dreidimensionalen Kammerhalt oder anderen mehrwandigen Defekten. Bisher hat uns The Graft noch in keiner Anwendung enttäuscht.
Worauf führen Sie diese besonders gute Performanz zurück?
Laura Benyei: Man muss zunächst wissen, dass der Hersteller Purgo ausschließlich auf Biomaterialien in der dentalen Knochen- und Weichgewebsregeneration spezialisiert ist. Die im Unternehmen sehr stark besetzte Forschung und Entwicklung konzentriert sich also ausschließlich auf diesen Bereich und da fließen natürlich im Laufe der Zeit sehr viele wertvolle Erkenntnisse zusammen.
Mit The Graft scheint sich der Körper ausnehmend wohlzufühlen, nach dem Einsetzen resorbiert das Material schrittweise während des Heilungsprozesses, zeigt also auch hier eine für die Knochenbiologie ideale Ortsständigkeit mit anschließender Resorption.
Peter Randelzhofer: Es ist ganz klar zunächst die dem porcinen Knochen eigene hohe Porosität, die eine schnelle Adsorption von Flüssigkeiten und damit Zellverteilung begünstigt. Die Größe der Partikel ist gleichzeitig ideal als Anlagerungsfläche für neuen Knochen. Und das Ganze ist verbunden mit einer natürlichen Interkonnektivität – all diese Eigenschaften sind dem menschlichen Knochen sehr ähnlich. The Graft ist dadurch auch ausgeprägt hydrophil, was nicht nur die Absorption von Proteinen, sondern auch die Adhäsion, das Wachstum und die Proliferation von z. B. den Osteoblasten positiv beeinflusst. Bisher haben wir noch bei keiner Augmentation immunogene Reaktionen beobachten müssen. Damit haben wir ideale Bedingungen für ein vitales Zellwachstum und letztendlich einen optimalen Volumenerhalt.
Nicht jedes Material ist für alle Indikationen gleichermaßen ideal – wo überzeugt Sie The Graft vor allem?
Peter Randelzhofer: Tatsächlich wüsste ich gerade keine Indikation, bei der ich The Graft als ungeeignet ansehen würde. Selbst lokale dreidimensionale Defekte, die wir normalerweise mit Knochenscheiben behandeln würden, lassen sich unter zusätzlicher Verwendung einer Membran mit dem partikulären The Graft oder dem innovativen Hybridblock The Graft Collagen ausgezeichnet versorgen. Bei ausnehmend großen Defekten mischen wir bisweilen noch autologen Knochen hinzu. Auch beim Sinuslift, dem Aufbau oder der Rekonstruktion des Kieferkamms haben wir nur gute Erfahrungen. Noch einen zusätzlichen Boost geben wir dem Material dabei in Kombination mit PRF nach der Mectron- bzw. Choukroun-Methode. Das wirft initial nochmal den Turbo an und macht das Material gleichzeitig perfekt modellierbar.
Laura Benyei: Ich nutze es gern zur Auffüllung von Extraktionsalveolen und zur Auffüllung parodontaler oder an unsere Spezialpraxis überwiesene periimplantäre Defekte. Übrigens empfinde ich es als vielleicht zunächst untergeordneten, bei der Frequenz unserer Praxis aber nicht zu unterschätzenden angenehmen Aspekt, dass The Graft auch in kleineren Packungsgrößen von 0,36 cc bzw. 0,15 Gramm erhältlich ist. In den meisten Fällen reichen diese aus, was Kosten spart und nachhaltiger ist.
Peter Randelzhofer: Positiv sind auch die verschiedenen Darreichungsformen als Granulat oder aus der Spritze, hier kann man je nach Indikation die ideale Applikation wählen. Purgo The Graft ist aktuell für uns ein absolut zuverlässiger Partner und wirklich das Material der Wahl.
Herzlichen Dank für Ihre Zeit und das Gespräch.




