Semados: Die Verbindung macht den Unterschied
Mit der neuen Generation der Semados Implantate setzt Bego auf eine tiefkonische Verbindung, reduzierte Schnittstellen und biologische Konzepte. Claus Pukropp erklärt, wie das System Stabilität, Ästhetik und Workflow vereint – und welche Vorteile sich für Praxis und Labor ergeben.

Mit der neuen Generation der Semados Implantate setzt Bego auf eine tiefkonische Verbindung, reduzierte Schnittstellen und biologische Konzepte. Claus Pukropp erklärt, wie das System Stabilität, Ästhetik und Workflow vereint – und welche Vorteile sich für Praxis und Labor ergeben. Interview mit Claus Pukropp, Head of Implantology Bego Implant Systems
Was war die zentrale Motivation hinter der Entwicklung der neuen Bego Semados Implantate mit konischer Innenverbindung?
Claus Pukropp: Unsere zentrale Motivation war, die bewährten Stärken der Semados Systeme mit den Anforderungen moderner implantologischer Behandlungskonzepte zu verbinden. Viele Behandler arbeiten heute biologisch orientierter, zum Beispiel mit stärkerem Fokus auf Weichgewebsmanagement, suprakrestalen Komplex und langzeitstabile ästhetische Ergebnisse.
Genau dafür wollten wir ein System entwickeln, das diese Konzepte unterstützt, ohne den Anwender mit zusätzlicher Komplexität zu belasten. Bewährtes bleibt, aber die Verbindung wurde konsequent neu gedacht!
Die neue tiefkonische Implantat-Abutment-Verbindung gilt als Herzstück des Systems. Was unterscheidet sie konkret von bisherigen Verbindungskonzepten und welchen Einfluss hat sie auf Stabilität und Langzeiterfolg?
Claus Pukropp: Der wesentliche Unterschied liegt in der Kombination aus tiefkonischer Verbindung, hoher Passgenauigkeit und einem überarbeiteten Platform Switch-Design. Ziel war eine stabile und dichte Verbindung, die Mikrobewegungen und das Risiko eines Mikrospalts reduziert. Gleichzeitig haben wir darauf geachtet, typische Nachteile tiefkonischer Systeme, etwa zu hohe Klemmkräfte oder Kaltverschweißungen, konstruktiv zu vermeiden. Für den Langzeiterfolg ist entscheidend, dass Implantat und Abutment mechanisch stabil zusammenarbeiten und die Schnittstelle möglichst weit vom krestalen Knochen entfernt liegt.
Ein zentrales Merkmal (Semados) ist die Reduktion auf wenige, farbcodierte Schnittstellen. Wie verändert diese Vereinfachung den Workflow in Praxis und Labor?
Claus Pukropp: Die Reduktion auf die Schnittstellen S, M und L macht das System deutlich übersichtlicher. Für Praxis und Labor bedeutet das weniger Suchaufwand, weniger Lagerhaltung und eine schnellere, sicherere Zuordnung der prothetischen Komponenten. Gerade im Alltag zählt nicht nur, was technisch möglich ist, sondern wie zuverlässig und intuitiv ein System funktioniert. Die Farbcodierung hilft dabei, Fehlerquellen zu reduzieren und Abläufe zwischen Behandler, Assistenz und Labor klarer zu gestalten.
Welche Indikationen und klinische Situationen profitieren besonders von der neuen Implantatgeneration und wo sehen Sie die größten Vorteile im Vergleich zu bisherigen Semados-Systemen?
Claus Pukropp: Besonders profitieren Fälle, in denen biologische und ästhetische Faktoren eine große Rolle spielen, also zum Beispiel Versorgungen im ästhetisch sensiblen Bereich, Sofortversorgungskonzepte oder Fälle mit gezieltem Weichgewebsmanagement. Der große Vorteil gegenüber bisherigen Semados-Systemen liegt darin, dass wir die bekannten Außengeometrien und chirurgischen Protokolle beibehalten, aber die prothetische Schnittstelle deutlich modernisiert haben. Der Anwender bekommt also vertraute chirurgische Abläufe mit einer neuen Verbindungstechnologie und einem vereinfachten prothetischen Konzept.
Neben Stabilität und Handling spielt auch die biologische Integration eine große Rolle. Inwiefern trägt die konische Verbindung dazu bei, periimplantäres Gewebe zu schützen und langfristig ästhetische Ergebnisse zu sichern?
Claus Pukropp: Die konische Verbindung unterstützt biologische Konzepte vor allem durch Dichtigkeit, Stabilität und die Verlagerung der Implantat-Abutment-Schnittstelle weg vom krestalen Knochen. In Verbindung mit dem Platform Switch und dem konkaven Emergenzprofil entsteht mehr Raum für eine stabile Weichgewebsmanschette. Das kann helfen, periimplantäre Strukturen zu schützen und die Grundlage für ästhetisch stabile Langzeitergebnisse zu schaffen. Entscheidend ist dabei immer das Zusammenspiel aus Implantatposition, prothetischem Design und konsequentem Weichgewebsmanagement.




