Smart Grinder: Biologische Benefits
Neben seiner Lehrtätigkeit an der Abteilung für Parodontologie der Universität Zagreb arbeitet Prof. Dr. Darko Božić als ehemaliger Präsident der EFP – European Federation of Periodontology und Präsident der Kroatischen Gesellschaft für Parodontologie auch in seiner Privatklinik.

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Abteilung für Parodontologie der Universität Zagreb arbeitet Prof. Dr. Darko Božić als ehemaliger Präsident der EFP – European Federation of Periodontology und Präsident der Kroatischen Gesellschaft für Parodontologie auch in seiner Privatklinik. Hier treffen wissenschaftliche Leidenschaft und Neugier auf die Herausforderungen des klinischen Alltags. Interview mit Prof. Dr. Darko Božić, DMD, M.Sc., PhD, Parodontologie und Implantologie
Wann sind Sie zum ersten Mal auf das Konzept von Smart Grinder gestoßen?
Darko Božić: Das ist schon eine Weile her. Ich kam im Rahmen einer Studie über die Verwendung von BMP in der Parodontologie und Implantologie mit Prof. Dr. Itzhak Binderman in Kontakt. Zahnsubstanz ist, wie Knochen, grundsätzlich voller Wachstumsfaktoren, insbesondere BMPs, sodass das Konzept seines Smart Grinders zur Gewinnung von autologem Augmentationsmaterial aus Zähnen mir biologisch sofort sehr einleuchtete – und die klinischen Ergebnisse waren dann noch überzeugender.
Es gibt eine Vielzahl von Augmentationsmaterialien – warum sind die eigenen Zähne des Patienten für Sie das Material der Wahl?
Darko Božić: Bei jedem Transplantatmaterial ist uns eine bestmögliche biologische Verträglichkeit wichtig, damit es nicht zu entzündlichen Prozessen oder Immunreaktionen kommt. Das eigene Zahnmaterial des Patienten ist strukturell und biologisch hervorragend geeignet.
Nun ist die Auswahl an Zähnen natürlich begrenzt, sodass ich manchmal auch noch porcines Material verwende – die Anwendung mit dem Smart Grinder gehört aber in jedem Fall zu meinem chirurgischen Arsenal.
Wie zufrieden sind Sie mit dem Chairside-Protokoll selbst?
Darko Božić: Natürlich ist es einfacher, ein Material einfach aus der Blisterpackung zu nehmen, aber mit ein wenig Organisation und einem zusätzlichen geschulten Assistenten dauert die Aufbereitung des extrahierten Zahns genauso lange wie meine parallele Behandlung der Extraktionswunde. Das bedeutet, dass für den Patienten keinerlei zusätzliche Wartezeit entsteht. Und die biologischen Vorteile der Methode rechtfertigen den zusätzlichen Aufwand absolut. Die Patienten selbst finden die Augmentation mit dem eigenen Zahnmaterial übrigens auch schon bei der Aufklärung sehr spannend und innovativ.
Fügen Sie dem mit dem Smart Grinder gewonnenen autologen Material andere ‚Biologika‘ wie PRF oder Hyaluronsäure hinzu?
Darko Božić: Das mache ich tatsächlich, und je nach Indikation verwende ich wahlweise PRF oder Hyaluronsäure. Im Gegensatz zu anderen Materialien ist das Dentin nicht ‚tot‘, sodass es bereits eine gute Menge an Wachstumsfaktoren enthält. Aber durch die Zugabe von PRF oder Hyaluronsäure erhalte ich zum einen den gewünschten ‚Sticky-Bone‘-Effekt, und wir geben der Regeneration noch einen zusätzlichen ersten Schub.
Wie schätzen Sie persönlich das Zukunftspotenzial dieser Technologie?
Darko Božić: Wir sind international noch ein eher kleinerer Fanclub, aber je mehr Kollegen die Ergebnisse sehen und, noch besser, sie zum ersten Mal in ihrer eigenen Klinik erleben, desto mehr begeisterte Anhänger gewinnt der Smart Grinder. Es ist immer gut, aus einer Reihe von Methoden und Protokollen wählen zu können, daher gehört das Protokoll meiner Meinung nach einfach zu einer parodontologischen und implantologischen Klinik dazu. Und nicht zu vergessen, es ist für den Patienten auch eine sehr kostengünstige Lösung.
Die EuroPerio in Wien steht vor der Tür – haben Sie Empfehlungen für unsere Leser?
Darko Božić: Als ehemaliger EFP-Präsident werden Sie von mir hier kaum Neutralität erwarten. Aber viele Kollegen stimmen mir zu, dass die EuroPerio mittlerweile der absolute Flagship-Kongress für Parodontologie und Implantologie ist. Außerdem ist es mit seinem Dreijahresrhythmus ein echt globales Treffen; über 40 % der Teilnehmer kommen außerhalb der EU. Im Hinblick auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und klinischen Errungenschaften, aber auch zum Netzwerken und den Gedankenaustausch mit Kollegen aus aller Welt, ist Wien Mitte Mai einfach der ‚place to be‘.
Vielen Dank für Ihre Zeit und dieses Gespräch.




