Erneut würdigten DG PARO und CP GABA gemeinsam hervorragende Publikationen und zukunftsweisende Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Parodontologie. Die Ehrung der DG PARO/meridol Preisträger und die Verleihung der Urkunden zur DG PARO/meridol Forschungsförderung erfolgte dieses Jahr im Live-Webcast der DG PARO-Jahrestagung im September 2020 in Stuttgart.

Parodontitis ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Sie wird durch eine übermäßige Vermehrung bestimmter Bakterien im Zahnbelag ausgelöst. Die Wechselwirkung der Parodontitis mit anderen Vorerkrankungen der Patienten ist aktueller Forschungsgegenstand. Insbesondere der Einfluss der Parodontitis auf die Herzgesundheit steht im Mittelpunkt der Forschung von mehreren Preisträger*innen der diesjährigen DG PARO/meridol Forschungsförderung und desDG PARO/meridol Preises. Die Vergabe dieser beiden renommierten Auszeichnungen erfolgte in diesem Jahr im Rahmen des Live-Webcast der DG PARO-Jahrestagung am 19. September in Stuttgart. Die Verleihung der DG PARO/meridol  Forschungsförderung erfolgte vor Ort an PD Dr. Yvonne Jockel-Schneider, Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen und Dr. habil. Birte Holtfreter, vertreten durch Prof. Dr. Thomas Kocher.

Die Herzgesundheit im Blick

Der erste Preis der DG PARO/meridol Forschungsförderung ging an PD Dr. Yvonne Jockel-Schneider (Würzburg). Ziel Ihrer geplanten Untersuchungen ist es den Einfluss eines typischen Parodontitis-Keims auf den klinischen Verlauf von Herzerkrankungen zu untersuchen.  Ihr Forschungsvorhaben „Prävalenz spezifischer Porphyromonas gingivalis-Stämme mit ausgeprägter Fähigkeit zur Aktivierung von Thrombozyten in Patienten mit kardialen Vorerkrankungen“ wird mit 10.000 Euro gefördert. Der geteilte zweite Preis ging an Dr. habil. Birte Holtfreter (Greifswald), für die Entwicklung eines Modells zur Vorhersage von Parodontitis auf Grundlage von Risikofaktoren für Herzerkrankungen und das Team um PD Dr. Raluca Cosgarea und Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen aus Bonn, für die Untersuchung mikrobiologischer Effekte nach einer nicht-chirurgischen Parodontaltherapie. Beide Forschungsvorhaben werden mit jeweils 7.500 Euro gefördert.

DG PARO/meridol  Preis für Grundlagen- und klinische Forschung 

Der DG PARO/meridol Preis für die beste wissenschaftliche Publikation auf dem Gebiet der Parodontologie in der Kategorie Grundlagenforschung ging an Xin Bao für ihre Arbeit „Entamoeba gingivalis Causes Oral Inflammation and Tissue Destruction“. Den geteilten zweiten Preis erhielten Dr. Sandra Freitag-Wolf und Dr. Tatjana Hoppe. Der erste Preis in der Kategorie klinische Forschung ging an PD Dr. Amelie Bäumer-König für ihre Publikation „Tooth loss in aggressive periodontitis: Results 25 years after active periodontal therapy in a private practice“. Den zweiten Preis erhielt Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen.