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Prof. Dr. Stefan Fickl: Auf den Zahn gefühlt

Prof. Dr. Stefan Fickl schreibt in seinem Buch „die ganze Wahrheit über Zähne – und Zahnärzte“. Erschienen ist das Buch im Verlag Kiepenheuer & Witsch (kiwi-Verlag).

(Bild: © www.arneschultz.com)

In vielen medizinischen Fragen sind wir heute aufgeklärt, haben uns ein Basiswissen angeeignet und können auf Augenhöhe mit unseren Ärzten sprechen. Wenn es um die Zähne geht, ist das jedoch oft nicht der Fall. Wer ahnt schon, wenn der Mediziner eine Krone empfiehlt, dass es längst bessere Behandlungsmöglichkeiten gibt? Oder die Verwendung von Zahnseide nahezu wirkungslos ist?

In „Auf den Zahn gefühlt“ beschert Stefan Fickl den Lesern so manchen Überraschungsmoment und vermittelt das nötige Know-how: Ist professionelle Zahnreinigung nur teuer oder auch sinnvoll? Welche Lebensmittel schaden unseren Zähnen wirklich – und welche tun ihnen gut? Wie können wir unsere Zähne über die Jahre „jung“ halten? Wirken sich hormonelle Veränderungen wie eine Schwangerschaft auf die Zahngesundheit aus – und was kann man dagegen tun?

Der Autor stammt aus einer Familie von Zahnärzten in dritter Generation und hat vor einigen Jahren die väterliche Praxis in Fürth übernommen. Er weiß, wie wichtig es für Patienten ist, die richtigen Fragen zu stellen, um gute Entscheidungen treffen zu können. Denn niemand soll sich heute noch im Zahnarztstuhl ausgeliefert fühlen oder Angst vor dem Praxisbesuch haben.

Dabei ist „Auf den Zahn gefühlt“ kein dröges Sachbuch, sondern ein unterhaltsamer Ratgeber mit amüsanten Fallgeschichten aus der Praxis, vergleichbar mit „Darm mit Charme“ von Julia Enders oder „Woman on Fire“ von Sheila de Liz. In jeder Zeile spürt man die Begeisterung des Autors für sein Fachgebiet. Als Wissenschaftler und international renommierter Spezialist und Vortragsredner ist Stefan Fickl nicht nur ein erfahrener Praktiker, er ist auch stets auf dem jüngsten Stand der Forschung – und erklärt, wie wir uns die neuesten Erkenntnisse im Alltag zunutze machen können.

Denn was vielen nicht bewusst ist: Wir haben die Gesundheit unserer Zähne weitgehend selbst in der Hand. Schritt für Schritt zeigt der Autor – vom Zähneputzen über die Ernährung bis hin zur richtigen medizinischen Versorgung – was wir für unser Zahnwohl tun und was wir uns getrost sparen können. Er klärt über Risiken und Nebenwirkungen der wichtigsten Behandlungen auf und gibt konkrete Tipps, wie wir uns in Notfällen selbst helfen können. Auf der Party fällt das Provisorium raus? Einfach wieder ankleben! Sicher sein, ob eine Krone gelungen ist? Schnell den Test machen! Mit kleinen Veränderungen des Lebensstils die Mundgesundheit verbessern? Das geht auch ohne Verbote! Selbst Zucker ist erlaubt – denn es kommt vor allem darauf an, wann dieser gegessen wird.

In „Auf den Zahn gefühlt“ erfahren wir alles über den jungen, den erwachsenen und den älteren Zahn und die jeweiligen Bedürfnisse: Wie fest sollten Eltern die Zähne ihrer Kinder putzen? Wieso können Zahnfleischentzündungen zu Fehlgeburten führen – und was hilft wirklich bei Parodontose? Welcher Zahnersatz ist im Alter der Richtige?

Beim Lesen wird auch klar, warum die Zähne weitaus mehr für uns sind als schlichte Beißinstrumente. Sie sind ein Spiegel unseres Körpers und entscheiden darüber, wie wir sprechen, lächeln, ob wir Kopf- oder Rückenschmerzen haben oder unter Darmbeschwerden leiden. Sogar unsere sportlichen Leistungen werden von der Mundgesundheit beeinflusst. Nicht zuletzt spielen sie bei der Partnersuche eine Rolle, denn wir achten auf gepflegte Zähne – bei uns selbst und beim Gegenüber. Auch hier kann Stefan Fickl beruhigen: In Fragen der Ästhetik lässt sich mehr machen als gedacht, ohne gleich arm zu werden. Dabei hilft der Kostencheck unter vielen Kapiteln.

Dieses Buch hat das Zeug zum Standardwerk: Unterhaltsam, verständlich und gespickt mit persönlichen Anekdoten liest es sich leicht von der ersten bis zur letzten Seite. Der Autor befähigt uns, mündige Patienten zu werden, die ihre Zahngesundheit selbst in die Hand nehmen und mitreden können, wenn es um Pflege, Behandlungsmethoden und um die Kosten geht. Dank der gut durchdachten Einzelkapitel ist „Auf den Zahn gefühlt“ zudem ein wertvolles Nachschlagewerk bei akuten Fragen.

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