Eine Fallstudie von Dr. med. dent. Kai Höckl

Implantologische Versorgungen benötigen zur langfristigen Stabilität suffiziente knöcherne und weichteilige Verhältnisse. Gerade im bukkalen Anteil stellt sich jedoch häufig ein durch physiologische Umbauprozesse nach der Zahnextraktion bedingtes Knochendefizit in vertikaler und horizontaler Dimension dar.

Die knöchernen Remodellierungsvorgänge sind Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen [1,2]. Diese sind vor allem durch den Abbau des morphologisch zum Parodont zählenden „bundle-bone“ beeinflusst [3,4]. Daraus resultieren verschiedenartige Defektmorphologien, die durch die 8. Europäische Konsensus Konferenz des BDIZ EDI im Februar 2013 festgelegt wurden (CCARD, BDIZ EDI).

Vor allem horizontale Augmentationen mit geringer Ausdehnung lassen sich vorhersagbar mittels GBR und partikuliertem Knochenersatzmaterial behandeln, da die Regeneration maßgeblich von der Zahl der gebildeten Blutgefäße und der damit einhergehenden Rekrutierung knochenbildender Zellen zusammenhängt. Hierbei hat sich eine Kombination aus autologem Knochen kombiniert mit xenogenem Knochenersatzmaterial bewährt. Der Erfolg ist hinreichend wissenschaftlich dokumentiert [5,6].