Man beginnt, sich daran zu gewöhnen, dass die verschiedensten Implantat-Unternehmen einfach von der Bildfläche verschwinden. Ganz anders Keystone Dental, die, gestärkt durch den Zusammenschluss mit Paltop und mit dem Vertriebspartner Rundas, mit spürbarem Elan auf den deutschen Markt zurückgekehrt sind.

Interview mit Melker Nilsson, CEO Keystone Dental

pip: Was steckt hinter Ihrem fulminanten Comeback?

Melker Nilsson: Comeback ist insofern nicht der richtige Ausdruck, da wir den deutschen Markt nie ganz verlassen hatten – aber wir sind überzeugt, durch die Zusammenarbeit mit Rundas eine deutlich sichtbarere und serviceorientierte Vertretung in Deutschland zu haben. Daneben hat uns der Zusammenschluss mit Paltop, einem der führenden Implantathersteller Israels, zusätzlichen Schub im Markt verliehen, sodass wir auf Kundenbedürfnisse mit wettbewerbsfähigen Preisen reagieren können. Mit verstärkten Kapazitäten in Forschung, Entwicklung sowie in der Produktion wird Keystone Dental seine bewährten wissenschaftsbasierten Produkte und Lösungen nun spürbar weiter ausbauen können.

pip: Welche Hauptindikationen decken Sie mit dem Keystone- und Paltop-Portfolio ab?

Melker Nilsson: Im Grunde die gesamte Indikationsbandbreite. Paltop bietet anwenderfreundliche und vielseitig einsetzbare Systeme mit einem einzigen Chirurgie-Kit und umfänglich passenden restaurativen Komponenten. Von der ästhetischen Seite her wird Paltop mit seinen elegant designten prothetischen Segmenten höchsten Ansprüchen gerecht. Keystone Dental bietet verschiedene gut durchdokumentierte Systeme mit innovativen Lösungen bei klinischen Herausforderungen. Das Genesis Implantat-System, zum Beispiel, mit dem pinken AnaTite-Implantatkragen und passenden pinkfarbenen Abutments, erzielt hochästhetische Ergebnisse.

pip: Wo sehen Sie Ihre besondere Spezialisierung?

Melker Nilsson: Wir adaptieren bewährte Konzepte und verbessern sie! So haben wir beispielsweise auch interessante Lösungen für die geführte Chirurgie entwickelt. Sowohl die Keystone- als auch die Paltop-Systeme sind in allen führenden digitalen Planungssoftwares gut vertreten. Unser Guided-Surgery-Kit löst dabei eine ganze Reihe von heute zum Teil immer noch bestehenden Problemen bei der navigierten Implantologie. Mit unserem DGS – Digital Guide Sleeve – erfolgt eine stete Wasserkühlung während der Osteotomien und man benötigt keinen Bohrführungsschlüssel mehr. Daneben vermeiden wir mittels des DGS den Metallabrieb, der entstehen kann, wenn der Bohrer durch Hülsen geführt wird. Diese Problematik und die damit verbundenen Gewebeirritationen mit allen Spätfolgen werden aktuell in der implantologischen Community viel diskutiert.

pip: Für Keystone-Anwender in Deutschland gibt es mit Reinhard Köhl ja ein absolut bekanntes Gesicht …

Melker Nilsson: Ja, wir sind mit unserer neuen Vertretung tatsächlich mehr als glücklich. In der Dentalindustrie ist und bleibt es immer ein großer Vorteil, mit bekannten Persönlichkeiten zu arbeiten, die sich einen guten Ruf erarbeitet haben. Ich bin sicher, wir werden für unsere bestehenden Kunden mit Rundas und Reinhard Köhl einen ausgezeichneten Service sowie eine sehr gute technische Beratung und Unterstützung bieten und darüber auch bald neue Anwender hinzugewinnen können.

pip: Am Kongress der AAO – Academy of Osseointegration – in Seattle konnten Sie einige Neuheiten verkünden …

Melker Nilsson: Wir haben hier die zehnjährige klinische Erfolgsgeschichte des Genesis-Systems feiern können und weitere digitale Lösungen präsentiert. All unsere Marken sind nun digital gestützt anwendbar und unsere Anwender dürfen sich auf einige Neuheiten sowohl im chirurgischen als auch prothetischen Bereich freuen. Daneben haben wir noch einige kleinere, aber sehr nützliche Tools entwickelt, um beispielsweise das optimale Eindrehmoment zu treffen und den Belastungszeitpunkt sicher zu definieren.

pip: Wo hat der Anwender Gelegenheit, direkt mit Keystone und Paltop in Kontakt zu treten?

Melker Nilsson: Wir sind im Grunde auf allen führenden Veranstaltungen mit Schwerpunkt Implantologie und regenerative Materialien vertreten. Neben unserem Global Symposium planen wir etliche nationale Roadshows. Natürlich sind wir an den Konferenzen der EAO, AAP, AAOMS etc. vertreten. Schauen Sie auch gern auf unserer Website vorbei, wir freuen uns auf jedes Gespräch.

pip: Herzlichen Dank für dieses Gespräch.