Schon mehrfach war pip die Plattform für die unkonventionellen und frischen Ideen der Zahnarzt-Helden. Das junge Unternehmen aus Bielefeld hat sein pfiffiges Portfolio nun erneut erweitert mit einem Service-Club. Was hinter dem selbstbewussten Versprechen steckt, wollte pip wissen.

Bild: Interview mit Carsten Janetzky, Geschäftsführer Zahnarzt-Helden

pip: Service macht doch schon der Dentalhandel?

Carsten Janetzky: Davon sollte man eigentlich ausgehen. Aber während unserer Recherche haben wir sehr schnell gemerkt, dass das in den meisten Praxen ein absolutes Reizthema ist. So haben sich die Stundensätze im Service innerhalb weniger Jahre deutlich erhöht und auch bei den Ersatzteilen werden zum Teil exorbitante Aufschläge berechnet. Da es für Ersatzteile ja noch kein Vergleichsportal wie Aera gibt, herrscht bei dem Thema für den Kunden keinerlei Transparenz und auch der Service stellt sich daneben für die heutigen digitalen Möglichkeiten noch viel zu umständlich dar.

Wir haben festgestellt, dass etwa 70 Prozent aller Einsätze durch digitale Lösungen ersetzt oder deutlich günstiger gelöst werden können. Das beginnt dabei, dass das Problem bereits an der Hotline sehr genau und detailliert erfasst wird, sodass unser Techniker direkt beim ersten Hinfahren mit dem passenden Ersatzteil kommt – hierbei helfen uns WhatsApp, eine intelligente Problem-Datenbank und vor allem der Hotline-Mitarbeiter, der bei uns auch immer ein Servicetechniker ist. In vielen Fällen kann das Problem sogar bereits direkt am Telefon gelöst werden, dann entstehen natürlich gar keine Kosten und vor allem null Wartezeiten – bei einer defekten Spritze reichen beispielsweise manchmal zwei kleine Handgriffe und das Ding läuft wieder. In solchen Fällen ist das auch versicherungstechnisch kein Thema, da an der Substanz des Gerätes nichts verändert wird.

pip: Was bekomme ich konkret für meine Mitgliedschaft und zu welchen Kosten?

Carsten Janetzky: Eine Clubmitgliedschaft kostet 49 Euro im Monat. Das ist genaugenommen allerdings mehr ein symbolischer Beitrag, der sicherstellen soll, dass die Clubmitglieder es auch ernst mit uns meinen. Wir starten nämlich direkt nach der Anmeldung mit aufwendigen Praxisanalysen und schauen uns alle Geräte einmal gründlich an. Die Praxis hat ab sofort die – mit Abstand – günstigsten Servicekonditionen am Markt und wir versprechen eine Kostenreduzierung um mindestens 20 Prozent verglichen zum Vorjahr. Schaffen wir das nicht, gibt es einfach den Mitgliedschaftsbeitrag zurück. In der Konsequenz heißt das auch deutlich weniger Wartezeiten, die wiederum zu mehr Umsatz und zu weniger Terminverschiebungen führen.

Obendrein bauen wir gerade das erste digitale Gerätemanagement am Markt – das heißt, dass jede Praxis von uns in regelmäßigen Abständen detaillierte Reportings bekommt und alle ihre Geräte samt der von uns getätigten Serviceeinsätze mithilfe ihres Club-Logins einsehen kann. Das ist besonders praktisch, wenn die nächste Begehung ansteht und ich alle Papiere mit einem Klick ausdrucken kann. Perspektivisch können IOT-Komponenten wie bei unserem Premium-Hersteller Diplomat messen, wie oft zum Beispiel der Bohrer zum Einsatz kommt, was uns wiederum die Möglichkeit gibt, den Praxen echte Wirtschaftlichkeitsanalysen für ihre Geräte zur Verfügung zu stellen. So wird schnell ersichtlich, ob sich der Betrieb einer Behandlungseinheit noch lohnt oder ob diese langsam ausgetauscht werden sollte. Das ist natürlich insbesondere für große Praxen mit auf Effizienz getrimmtem Schichtsystem von enorm hoher Relevanz.

pip: Wenn der Zahnarzt im ersten Jahr nicht 20 Prozent der üblichen Servicekosten einspart, bekommt er sein Geld zurück – ganz schön selbstbewusst …

Carsten Janetzky: Glauben Sie mir, wir haben das alles ganz genau durchkalkuliert und sind uns absolut sicher, dass wir (Zahnarzt-Helden) dieses Versprechen geben und vor allem auch einhalten können. Wenn man betrachtet, was wir alles leisten und welchen Mehrwert die Praxis dadurch erhält, muss man klar sagen, dass der Mitgliedschaftsbeitrag daran gemessen für beide Seiten eher unbedeutend ist. Wenn wir bei einer Praxis also einmal eine Kostenreduzierung von ‚nur‘ 15 Prozent erzielen, der Praxisinhaber aber ansonsten super glücklich mit unserer Performance ist, freuen wir uns beide und wir investieren die 588 Euro Jahresgebühr dann sehr gerne. Denn eine langjährige Partnerschaft ist uns einfach wichtiger und vor allem mehr Wert.

pip: Herzliches Dankeschön für dieses Gespräch.