Alternative CEREC: Seit mehreren Jahrzehnten dominiert Dentsply Sirona mit seinem CEREC-System den Dentalmarkt. War das CEREC-System lange Zeit das einzige validierte Chairside-System in der Dentalbranche, gibt es seit neuestem eine Alternative: Zahnarzt-Helden bringen  mit der CORiTEC one Chairside-Serie in Kooperation mit imes-icore ein vergleichbares Produkt auf den Markt. 

Interview mit Claudia Willemsen, CAD/CAM-Expertin bei den Zahnarzt-Helden

Liebe Frau Willemsen, ganz allgemein: Was ist das Besondere an einer Chairside-Versorgung?

Auf den Punkt gebracht: Der Chairside-Workflow ermöglicht Inlays, Onlays, Kronen und Veneers in nur einer Sitzung. Alle nötigen Geräte – vom Scanner über die passende Software bis hin zur Fräsmaschine – sind dabei vor Ort in der Praxis vorhanden. Es handelt sich um einen höchst automatisierten Prozess, der vom Scan der Präparation bis zum eingesetzten Produkt aus Glaskeramik – je nach Größe und Material – innerhalb von nur 60-90 Minuten erfolgen kann. Für Patient*innen ist diese Vorgehensweise ein großer Zuwachs an Komfort. 

Ich bin mir sicher, dass die Nachfrage für diese Art der Versorgung – ähnlich wie schon bei den Intraoralscannern – in Zukunft enorm steigen wird.

Für welche Art von Zahnmediziner*in ist der Chairside-Workflow das Richtige?

Der Chairside-Workflow eignet sich für alle Zahnärzt*innen, die prothetisch arbeiten. Zusätzlich mit einem 3D-Drucker und entsprechender Software kann aber auch das Angebot der Aligner-Therapie über dieses System abgedeckt werden. Auch hier erleben wir eine erhöhte Nachfrage im Markt. In Bezug auf die Vorteile lassen sich insbesondere vier große Benefits nennen:

Erstens haben Zahnärzt*innen die Möglichkeit, sowohl Umsatz als auch Marge zu steigern. Dank vielseitiger Einsatzmöglichkeiten amortisiert sich die Anschaffung sehr schnell. Als Daumenregel gilt, dass sich der Workflow bereits ab einer Auslastung von zehn bis zwölf Einzelzahnversorgungen pro Monat lohnt. Wie ich eben bereits erwähnt habe, gibt es zweitens die Chance, neue Patient*innen über diese Methodik zu gewinnen und das praxiseigene Image zu stärken. Drittens verfügen Praxisinhaber*innen über mehr Behandlungszeit, da die Stuhlzeiten durch die digitale Versorgung deutlich verkürzt werden können und ein Teil der Arbeitsschritte ans Team abgegeben werden kann. Und viertens behalten Anwender*innen des Chairside-Workflow die Kontrolle über den kompletten Fertigungsprozess, sodass eine hohe Qualität gewährleistet werden kann.

Alternative Cerec

Bei so vielen Vorteilen: Welche Angebote gibt es momentan in puncto Chairside-Workflow?

In einer ähnlich validierten und automatisierten Form wie das CEREC-System gibt es tatsächlich seit kurzem unseren Zahnarzt-Helden Chairside-Workflow, das CORiTEC-System. Wir haben gemerkt, dass die Nachfrage nach einem offenen System immer größer wird und uns auf die Suche nach einem CAM-System gemacht, das diesen Anforderungen entspricht. Es kommen bei den Intraoralscannern ständig neue und innovative Hersteller auf den Markt, sodass Flexibilität in der Gestaltung des eigenen Workflows von großem Vorteil ist. Während die ersten Anwender*innen des CEREC-Systems sehr technologieaffin waren und diese Form der Behandlung auch marketingseitig für sich genutzt haben, wird der Zugang zum Chairside-Workflow nun für eine breite Zielgruppe geöffnet. Unser CORiTEC-System ermöglicht dabei die Umsetzung digitaler Zahnmedizin mit vielen im Markt etablierten Intraoralscannern und einer breiten Auswahl an Materialen wie PMMA, Hybrid Keramik, Lithium Disilikat, Lithiumsilikat, Feldspatkeramik und natürlich auch Zirkon. Das ist bislang einzigartig.

Zu den Details: Was genau beinhaltet der Zahnarzt-Helden Chairside-Workflow?

Wie eingangs erwähnt, besteht ein Chairside-Workflow immer aus einem Scanner, einer Software und einer Fräsmaschine. Den Kern unseres Workflows bildet somit die Fräse CORiTEC one (4-achsig) bzw. CORiTEC one plus (5-achsig). Letztere lässt durch die besondere Konzeption kein Indikationsfeld für die genannten Materialien offen. Außerdem punktet die CORiTEC one-Serie durch eine minimale Stellfläche, eine einzige Software für alle Anwendungen (ExoCad Chairside), die Möglichkeit der Bearbeitung aller gängigen Materialien, Nass- und Trockenfertigung sowie ein 10-Zoll großes Farb-Touchdisplay. Genauso werden weder externe Druckluft noch ein externer Wasseranschluss benötigt. Neben der Fräse empfehlen wir für unseren Workflow den Scanner CORiTEC ione scan. Dieses Modell eignet sich bestens für Neueinsteiger*innen und liegt leicht in der Hand. Wenn Zahnärzt*innen zu Beginn noch nicht den gesamten Workflow eigenständig durchführen möchten, können sie genauso gut mit einem Intraoralscanner ihrer Wahl starten, das Design an ein externes Labor sowie das Fräsen an ein Fräszentrum abgeben. Es besteht dabei jederzeit die Möglichkeit, mit der CORiTEC-Fräse aufzurüsten.

Inwiefern macht dieser Chairside-Workflow CEREC Konkurrenz?

Zuerst sei gesagt, dass qualitativ keinerlei Unterschied besteht. Zahnärzt*innen können sich mit unserem Chairside-Workflow auf ein Höchstmaß an Präzision für eine bestmögliche Versorgung verlassen. Ansonsten gibt es zwei große Pluspunkte im Vergleich zu CEREC. Zum einen das zu 100 Prozent offene System, das mit einer Vielzahl an Intraoralscannern kompatibel ist. Zum anderen der Preis: Die Anschaffungskosten für das CORiTEC-System liegen inklusive Intraoralscanner und Software zwischen 48.000 und 55.000 €. Damit ist eine CORiTEC-Fräsmaschine fast halb so teuer wie ein CEREC-Gerät. Insgesamt halte ich das Preis-Leistungs-Verhältnis für unschlagbar.

Sie haben erwähnt, dass der digitale Workflow Teamarbeit ist: Wie lange dauert die Eingewöhnungszeit für alle Beteiligten?

Sollte eine Praxis bei Null anfangen, dauert es in der Regel 8 bis 12 Wochen, bis sich der Ablauf eingespielt hat. Es darf nicht vergessen werden, dass das Praxisteam den gesamten Prozess – von der Akquise bis zur Abrechnung – neu durchdenken muss. Angst vor Einbußen sollte aber niemand haben: Der mögliche kurzzeitige Verlust von Produktivität wird schon kurze Zeit später überkompensiert und langfristig gehalten. Um eine reibungslose Implementierung zu ermöglichen, bieten wir Zahnarzt-Helden zu jeder Anschaffung zwei kostenfreie Schulungen für Helfer*innen an. Das Team kann so auf alle bevorstehenden Aufgaben gut vorbereitet werden.

Zum Abschluss: Gibt es aktuelle Aktionen, die Sie in Bezug auf Ihren Workflow anbieten?

Momentan haben wir zwei spannende Aktionen laufen, durch die Zahnärzt*innen eine Menge Geld sparen können. Wer bis zum Ende des Jahres sein CEREC-System gegen die CORiTEC one Chairside-Serie tauscht, erhält 6.000 € Preisnachlass. Darüber hinaus bieten wir jede*m Zahnärzt*in, die*der einen Intraoralscanner kauft, einen Preisnachlass von 15 % auf die Fräse und 20 % auf das Material – wenn das mal kein Grund ist, genau jetzt zuzuschlagen!

Vielen Dank für das angenehme Gespräch